66 aus 2011 (Teil 3)

(Teil 1) (Teil 2) (Teil 4) (Teil 5) (Teil 6) (Teil 7) (Teil 8)

Platz 48
Joanna Gruesome - e.p

Es gibt so einen magischen Punkt, an dem schrottige Produktion aufhört, bloß völlig kaputt zu klingen und die Musik mit diesem unfassbaren Lo-Fi-Etwas beseelt. Diesen Punkt erreichen die lose zusammengestellten frühen Aufnahmen des walisischen Indiepop-Quintetts gewiss nicht, hier wird wust drunter- und drüberkomprimiert und verhallt und gefiept und übersteuert und das von Song zu Song unterschiedlich. Doch was das schon akzeptable Pantry Girl mit dem Demoqualität-Thrasher Sugarcrush eint, ist dieses andere unfassbare Etwas: Ein fabelhaftes Gespür für Ohrwurm-Harmonien, das durchaus mit der ersten EP der Pains Of Being Pure At Heart konkurrieren kann, allerdings deutlich mehr Freude am Rumpoltern mitbringt.

[EP-Stream] Joanna Gruesome - e.p

Platz 47
Selected Label Works 3

Keine Frage, Permanent Vacation ist für mich ne Bank, höchstens DFA trifft noch öfter diesen poppigen Schnittbereich von Disco und House, in dem sich auch dieses Jahr wieder viele Feinheiten finden ließen. Und obwohl ich das weiß, haut mich auch die diesjährige Jahrescompilation des Münchner Labels wieder mit ihrer Konsistenz und mit ein paar von mir bislang völlig übersehenen Überraschungssensationen (dieser Tomahawk-Remix!) um, diesmal verteilt auf eine v.a. hitgeladene erste und stimmungsvollere zweite Silberscheibe verteilt.

[Stream] Midnight Magic - Drop Me A Line
[Albumstream] Selected Label Works 3

Platz 46
Los Campesinos! - Hello Sadness / Heat Rash 1&2

Dass Los Campesinos! eine allein auf Vinyl verfügbare Singles-Serie starteten, war der letzte Push der mich im vergangenen Jahr dazu brachte, mir doch noch einmal einen Plattenspieler zuzulegen. Zwar erwies sich das Projekt als aufwändiger als vermutet, so dass bislang nur die Hälfte der experimentier- und kollaborationsfreudigen 7"s fertig wurde, aber zwischendurch war schließlich auch noch ein neues Album zu erschaffen. Das zeigte mit neuem Fokus auf Zurückhaltung und stimmlicher Reife endgültig, dass diese Band Wege findet, über ihren Tweexcore-Initialschub hinaus zu existieren - wer hätte je gedacht, dass die You! Me! Dancing!-Kids einmal so etwas herrlich düster-erhabenes wie The Black Bird, The Dark Slope erschaffen würden?

[Albumstream] Los Campesinos! - Hello Sadness
[Stream] Los Campesinos! - Heat Rash 1

Platz 45
Ada - Meine Zarten Pfoten

Ich will gar nicht wissen, wie vielen dieses Album entgangen ist weil sie dahinter astreinen Techno vermuteten. Dabei bleibt Mein Zarten Pfoten drei Stücke lang gänzlich beatlos, mutet mit Adas Gitarrenspiel, warmen Texturen und Ambient-Samples überaus Mittelmeer-europäisch an und verstrahlt eine behagliche Entspannung, als würde man die Welt mit halb zugekniffenen Augen betrachten. Wenn dann einmal Beats verhalten einsetzen, sind auch sie nur im Dienste von Stimmung, Songwriting und bereichernden Sounddetails, die mit oder ohne Kopfhörer die gemütliche Intimität eines Balkonien-Urlaubs verströmen.

[Stream] Ada - Likely
[Albumstream] Ada - Meine Zarten Pfoten

Platz 44
Wild Flag - Live @ The Troubadour, West California, 02.11.2011

Wenn Carrie Brownstein in Nothing "We've got nothing left to lose" singt, könnte sie fast auch "to prove" dort einsetzen. Allein Wild Flags gleichnamiges, für mich etwas zu trocken produziertes Album blieb noch den Beweis schuldig, dass sie eine überragende Band sind, zum Glück gibt's ja Liveaufnahmen wie diese (etwas leichter zu finden dürfte der nicht minder gute NPR-Mitschnitt sein). Dort hört man von Anfang an den Spaß am gemeinsamen Rumholzen in ohnehin tollen Songs, wenn sich die Stimmen gutlaunig überschlagen, vor allem aber kommt hier Janet Weiss' Powerspiel voll zur Geltung, das auch ausgedehnte Jamversionen von Racehorse zu ungemein druckvollen Höhepunkten antreibt.

Platz 43
Delicate Steve - Wondervisions

Herrlich: Gebt einem inspirierten jungen Mann nur viele Instrumente und wenig zu tun, schon kommen dabei Wondervisions heraus. Weniger delikat als abenteurlustig verzahnt Steve Marion seine regenbogenfarben verfremdeten Gitarrenläufe über R&B-Grooves, die er sich aus ein paar Schlagzeugüberresten selbst zusammengekleistert zu haben scheint. Egal ob polyrhythmisch elektrisiert oder im medidativen Plastikdrone blubbriger Billigsynths, nie steht dieses Album seinem Cover in Sachen Farbenfreude nach.

[Stream/MP3] Delicate Steve - Butterfly
[Albumstream] Delicate Steve - Wondervisions

Platz 42
Young Galaxy - Shapeshifting

Das Beispiel macht Schule: Nach Young Galaxy haben sich nun auch die schwedischen Mary Onettes darauf eingelassen, ihren Sound von Dan Lissvik von Grund auf neumöblieren zu lassen. Und wer könnte es ihnen verdenken, bei diesem Ergebnis? Die träumerisch-schwelgerischen Melodien des kanadischen Trios werden in Lissviks zentimetergenau verwinkelte Produktion eingerahmt, gleichzeitig vermittelt er der Musik ein Gefühl von Freiheit, als würde sie elegant über eine dubbige Winterlandschaft gleiten.

[Stream] Young Galaxy - Peripheral Visionaries
[Albumstream] Young Galaxy - Shapeshifting

Platz 41
Deaf Wish - Mercy

Es kann gar nicht genug betont werden, wie viele sagenhaft lebhafte Gitarrenbands in letzter Zeit in Australien (und Neuseeland natürlich) ihr Unwesen treiben. Beachtet wird das landesaußerhalb wohlgemerkt kaum, zu naheliegend sind der US-Journaille die müden Lokalheroen. Ob Deaf Wish hiermit große Wellen hätten schlagen können ist aber auch fraglich, zu durcheinander und zerbrechlich erscheint anfangs die Abwechslung aus Flugnonnen-Jangle, noisigen Krachern, melancholischen Leerräumen oder Sonic-Youth-Schiefheit (inklusive einer herrlich Gordonesken Sängerin) - doch wird damit erst die emotionale Labilität ihrer Songs so richtig unterstrichen, und je öfter ich diese sehr spezielle Mischung höre, desto eigener und aufregender erscheint sie mir.

[Albumstream] Deaf Wish - Mercy

Platz 40
Tycho - Dive

Scott Hansen ist Grafikdesigner - ein sehr guter, wie man dem Cover seines Werkes als Tycho ablesen kann. Gerade seinen Sinn für die Anordnung von Einzelelementen und die Auffrischung klassischer Stile hat er erfreulicherweise ebensogut auf seine Musik angewendet, in der er mit analogen Synthesizern und digitalen Schlepptopbeats das macht, was er als Fan am besten kennt: balearisch besaitete Strandgemälde, für die Vocals keine Notwendigkeit, aber ab und an eine Bereicherung sind. Und die er nicht selbst beisteuert - seine Grenzen kennt er offenbar auch ganz gut.

[Stream] Tycho - Hours
[Albumstream] Tycho - Dive

66 aus 2011 (Teil 2)

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Platz 57
Patrick Wolf - Lupercalia

The Bachelor wirkte 2009 wie ein Alles-oder-nichts-Schritt. Eine ambitionierte, fanfinanzierte Eigenveröffentlichung, deren Erfolg Grundbedingung nicht nur für eine Fortsetzung, sondern überhaupt für die künftige Kreativexistenz des Musikers Patrick Wolf zu sein schien. Doch weil seine Musik eben vor allem vom wechselhaften Leben des Menschen Wolf bestimmt wird, folgte statt der geplanten Fortsetzung ein neuer Pop-Anlauf. Darin erklärt The City die Stadt zum Feind der Liebe, argumentiert House fürs Sesshaftwerden im Naturidyll und schwärmt Slow Motion dermaßen überzeugend von "Breathless Devotion", dass man diesem Mann jegliche Inkonsequenz nachsehen möchte.

[Stream] Patrick Wolf - The City
[Albumstream] Patrick Wolf - Lupercalia

Platz 56
Times New Viking - Dancer Equired

Wenn das mal keine Vorzeigediskographie ist: Angefangen bei Siltbreeze, weiter zu Matador und nun sind Times New Viking mit Album Nr. 4 die Zelte bei Merge aufgeschlagen. Dementsprechend auch mit weniger Rambazamba, Dancer Equired zelebriert Midwest-Wintermelancholie in braunkörnigen Studioaufnahmen, mit denen das Trio den Velvets nahe wie nie kommt ohne bei aller Reife den Blick auf die eigenen Song- und Singqualitäten zu verlieren.

[Stream] Times New Viking - No Room To Live
[Albumstream] Times New Viking - Dancer Equired

Platz 55
Moonface - Organ Music Not Vibraphone Like I'd Hoped

Nach der Marimba & Shit-Drums-EP folgt der zweite Teil von Spencer Krugs neuem Soloabenteuer erneut unter Beschreibung der darauf dominanten Instrumente. In 5 hypnotischen Langform-Kompositionen dreht Krug auf billigen Vintage-Orgeln Kreise um sich selbst, kredenzt impressionistische Geschichten aus Montrealer Partygesprächen und Meeresparabeln, die sich erst im Entstehungsprozess auf das ursprünglich als beat- und wortlos geplante Album geschlichen haben - selbst wo es bereits angekündigt ist, darf man also gespannt sein, wie Krugs kollaboratives nächstes Moonface-Werk ausfallen wird.

[MP3] Moonface - The Way You Wish You Could Live In The Storm
[Albumstream] Moonface - Organ Music Not Vibraphone Like I'd Hoped

Platz 54
M83 - Hurry Up, We're Dreaming

Etwas merkwürdig, dass Hurry Up, We're Dreaming so extreme Reaktionen ehrvorrief, war es doch ziemlich genau das, was ich mir von einem M83-Doppelalbum erwartet hätte. Da waren diese Momente, in denen man inmitten grandioser Synth-Ausstöße vor lauter Euphorie die Fäuste gen Himmel recken wollte, aber halt auch Songs auf der Suche nach einem guten Hook und umgekehrt. Und das auf etwa anderthalb mal soviel Musik wie sonst verteilt, was die Hörbipolarität zwischen Hingerissenheit und Erschöpfung etwas verstärkte. Aber es sagt glaube ich auch etwas über M83, dass ich seine Songs selbst dann noch mag, wenn ich sie in meinem Kopf jetzt immer so höre.

[Stream] M83 - Midnight City
[Albumstream] M83 - Hurry Up, We're Dreaming

Platz 53
Gatto Fritto - Gatto Fritto

Gatto Fritto ist sicher der Freund aller Mixmacher. Seine Sternendisco ist dermaßen fluide, stimmungsvoll und uneffekthascherisch, dass seine Stücke wunderbar vielseitig verwendbar sind. Als delikate Verschnaufpause vor und nach der ganz großen Nummer, als schwelgerisch-belebter Übergang von Tanz- zu Traumwelt oder einfach als elegantes In- oder Outro, immer wieder ist mir der Engländer die letzten Monate zu Ohren gekommen. Schönerweise funktioniert das alles auch so ausfallsfrei gut auf seinem Debütalbum, das eben diese Stücke stimmig versammelt und ihnen einen physischen und zeitlichen Raum nur für sich allein spendiert.

[Stream/MP3] Gatto Fritto - Hex
[Albumstream] Gatto Fritto - Gatto Fritto

Platz 52
Architecture In Helsinki - Moment Bends

Nach den overten Schrägheiten der Vergangenheit, die mir mit der Zeit Places Like This doch ziemlich versauert haben, verschrieben sich die Australier erfreulicherweise diesmal der synthetischen Klarheit ihres Albumcovers. Oberflächlich zumindest, denn unter all dem für ihr Label Modular typischen Pop-Glanz versteckten sich inmitten der Zuckermelodien auch allerlei unvermutete Verzerrungen und spinnerte Samples - nur eben so subtil eingebunden, dass man sich ihrer eigentlich erst dann erfreuen konnte, wenn man nicht bereits vor der allgemeinen Klangästhetik geflüchtet war.

[Stream] Architecture In Helsinki - Sleep Talkin
[Albumstream] Architecture In Helsinki - Moment Bends

Platz 51
Zodiac Free Arts Club - Floating World

Wenig unterstreicht das in den letzten Jahren aufgeloderte Kraut-Interesse so gut wie das Wirken Argyris Theofilis'. Der belebte nämlich nicht nur den Namen Zodiac Free Arts Club für dieses Projekt, sondern zudem die kollaborativen Berliner Sessions selbst, die vor Jahrzehnten unter diesem Namen liefen. Auf Floating World schauen so zumindest im Geiste Göttsching, Popol Vuh, Hillage oder Schulze vorbei und kriegen im Ausgleich dafür Stücke nach sich benannt - andächtiger kann Hommage kaum sein.

[Albumstream] Zodiac Free Arts Club - Floating World

Platz 50
Milk Music - Beyond Living EP

Während es in Sachen Indie Rock ein ziemliches Scheißjahr war, rumpelt es in raueren Gefilden dafür momentan ganz vorzüglich. Ein frühes Indiz dafür gab das Debüt der Amerikaner, das so spät im letzten Jahr über den Atlantik kam dass es eigentlich erst 2011 so richtig genossen werden konnte. Doch dieser Genuss kommt so schnell wie er lange anhält, heiseres Hüsker-Raunen intensiviert wuchtig bassierte Riffs über sechs flotte Songs, die mehr zu bieten haben als die meisten Bands über doppelt so viele.

[Stream] Milk Music - Beyond Living

Platz 49
Walls - Coracle

Was 2011 für mich auch war, war das Jahr in dem ich wohl mit Abstand die meisten Dance- und sonstwie elektronischen Alben für mich entdeckte. Darunter waren gar nicht mal so viele Neulinge, viele waren wie Walls welche, die ich schon vorher mochte, deren Debütalbum mir aber rundum nicht so gefallen hatte. Mit Coracle war das sicher nicht der Fall, hitzegetränkte Traumtänze die mit verzückt entfremdeten Vocals zum Bad in ihrer Klangwolke einladen und wie eine entspannte Variante des letztjährigen Chemical-Brothers-Meisterstücks Further wirken.

[Stream] Walls - Raw Umber/Twilight
[Albumstream] Walls - Coracle

66 aus 2011 (Teil 1)

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Platz 66
Those Dancing Days - Daydreams & Nightmares

Während das Debüt mehr ein Singles-plus-Rest-Ding war, gelang den Schwedinnen ihr zweites Popalbum rundum erfreulich. Von synthetisch unterstrichenem Phoenix-Funkeln über dunkel verhangene Atmo-Schleicher bis zu frenetischem Davonrasen - am schönsten beim Stalker-Hymnchen I Know Where You Live Pt. 2 - lieferte Daydreams & Nightmares genug gute Gründe, das vorläufige Ende der Band zu bedauern.

[Stream/MP3] Those Dancing Days - Can't Find Entrance
[Albumstream] Those Dancing Days - Daydreams & Nightmares

Platz 65
Milk Maid - Yucca

Viel 90er Retrogeschrammel in eher typisch amerikanischem Sound gab's dieses Jahr von jungen Brit-Bands serviert. Yuck, Mazes, Fanzine waren aber ebenso wie ihre Einwort-Namen nur die halbe Miete, überraschend konsistent zeigte sich hingegen das bis auf ein paar Aushilfs-Schlagzeuger solo eingespielte Debüt von Martin Cohen, der damit schon fast das kommende Reunion-Album von Guided By Voices im Voraus überflüssig machte.

[Stream] Milk Maid - Not Me
[Albumstream] Milk Maid - Yucca

Platz 64
Cut Copy - Zonoscope

Ich war's schon von In Ghost Colours gewohnt, dass Cut-Copy-Songs anfangs gering erscheinen, sich jedoch mit der Zeit renitent gegens Vergessenwerden wehren. Die Hoffnung auf den gleichen Aha-Effekt blieb diesmal allerdings unerfüllt. Zwar sind den dünnstimmigen Australiern wieder einige fabelhafte Synthdance-Momente gelungen, die sind jedoch ebenso halbgar in Songs eingebaut wie diese wiederum in ein Album, dem der Anschluss von einem ans nächste Stück mit bloßem Ambientsäuseln nicht überzeugend gelingen will.

[Stream] Cut Copy - Blink And You'll Miss A Revolution
[Albumstream] Cut Copy - Zonoscope

Platz 63
The Joy Formidable - The Big Roar

Es scheint nur konsequent für eine Band, die live selbst in Ikea-Regal-hohen Kellerclubs mit arenafüllendem Sound alles wegfegt, diesen mit einem ebenso bombastisch voluminösem Album zu reproduzieren. Doch so herrlich Songs wie Cradle und Whirring auch nach jahrelanger Bekanntheit bleiben (oder sich I Don't Want To See You Like This in diese Tradition einfügt), ohne ein paar Luftlöcher führt die Wall of Sound zu Atemnot, die The Big Roar ein leichtes Makel anstreichen.

[Stream] The Joy Formidable - Whirring
[Albumstream] The Joy Formidable - The Big Roar

Platz 62
Psychedelic Horseshit - Laced

Nachdem Psychedelic Horseshit die letzten Jahre die beste Lo-Fi-Rockband die niemand kennt waren, sattelten sie für Laced vollends auf spinnerten Experimentalpop um, mit dem sie schon immer am Rande rumgespielt hatten. Das Ergebnis ist herrlich verstrahlt, nicht minder psychedelisch realitätsverblubbernd als die Auswüchse des Not-Not-Not-Labels, aber von größerer Dynamik und vor allem mit einer gewaltigen Ladung charakterfräsendem Sarkasmus ausgestattet.

[Stream/MP3] Psychedelic Horseshit - Endless Fascination
[Albumstream] Psychedelic Horseshit - Laced

Platz 61
Handsome Furs - Sound Kapital

Im Jahr Eins nach Wolf Parade war eigentlich alles business as usual. Spencer Krug machte eine feine neue Platte, Dan Boeckner und Alexei Perry machten eine feine neue Platte und ich war froh über beides. Die größte Änderung ist sicher, dass Sound Kapital vor allem durch sein Halldimensionierung in einer neuen, der Live-Intensität des Duos etwas näher rückenden Liga spielt, statt verstopfenden Schweißtropfen aber weiterhin den hallenden Hooks freien Hörlauf lässt.

[Stream/MP3] Handsome Furs - Repatriated
[Albumstream] Handsome Furs - Sound Kapital

Platz 60
Ponytail - Do Whatever You Want All The Time

Auch vom ultrasympathischen Baltimore-Quartett hieß es dieses Jahr Abschied nehmen. Der wurde aber zumindest dadurch aufgehellt, dass Ponytail doch noch ihr drittes Album vorher in die Welt entließen, das diesmal Momenten mehr Raum bot als rasanten, was diesen Trip aber nicht weniger bunt machte als vorherige. Ach, wozu Worte, am besten beschreiben kann die Ponytail-Erfahrung wirklich dieses Video. Pony Time!

[Stream] Ponytail - Easy Peasy
[Albumstream] Ponytail - Do Whatever You Want All The Time

Platz 59
Real Estate - Days

Als die neuen Pavement entpuppten sich Real Estate wohl doch nicht ganz, vielleicht eher als die neuen Fuck? Aber auch wenn ich lieber ein paar Out Of Tunes für ein paar komplett entspannte Stücke ausgetauscht hätte, letztere jangeln Real Estate einfach mit einer geschmeidig verzahnten Nonchalance dahin der man nur schwer widerstehen kann. Werd ich sicher im nächsten Sommer gern wieder auskramen, nur schade, dass sie dafür 2011 ein wenig spät kam.

[Stream] Real Estate - Municipality
[Albumstream] Real Estate - Days

Platz 58
Plaid - Scintilli

Da hat sich das Duo wohl das denkbar schlechteste Jahr für seine Rückkeher augewählt. Liegt Scintilli doch in seiner bestechenden Klarheit fernab modischer Vernebelung, wirkt aber zugleich neben nicht ganz unähnlich gestrickten Soundkaleidoskopierungen von Kuedo oder Rustie in seiner Wuchtarmut bescheiden und leichtgewichtig, geradezu reserviert - eben eine Gruppe, der man ihr Alter anhört, was wohl für viele Elektronik-Connaisseure der Todesstoß ist. Aber naja, für mich halt nicht, vor allem die Diversifiziertheit ihres dennoch stimmigen Sounds ließ die kristallinen Visionen Plaids belebend im Hirnraum rumtitschen.

[Stream/MP3] Plaid - Missing
[Albumstream] Plaid - Scintilli

55 Songs für 2011

Was abseits von Alben und dem, was in den Mixen Schmelzen, Do(wner)-Fi und Moods XX landete, übrig blieb.

Cat's Eyes - I Knew It Was Over


Es war eines der ersten Lieder, die ich dieses Jahr hörte und blebt eins meiner Liebsten. Live in der Vatikankirche eingespielter Pop, der an die 60er erinnert, aber mit Orgel und Chor eine Trennung in spirituelle Dimensionen katapultiert.

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Help Stamp Out Loneliness - Record Shop


Kein Album habe ich dieses Jahr dermaßen zu lieben versucht wie das Indiepop-Debüt von Help Stamp Out Loneliness. Doch so unwiderstehlich die Stimme der Sängerin, dauergeknickt wie ein weiblicher Morrissey, auch ist, nur eine Handvoll Songs waren so wundervoll wie dieser.

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Patrick Wolf - The City (Richard X Remix)
Bryan Ferry - Alphaville (Todd Terje Remix)
Glasser - Mirrorage (Lindstrøm Remix)


Drei großartige Songs, drei nicht minder großartige Remixe. Während Richard X den Discopop-Glanz auf 43°C hochfeuert, verkehrt Tangoterje Ferrys Finsternis in Munterkeit und baut Lindstrøm ein klaustrophobisch perkussiertes Labyrinth um die Stimme von Cameron Mesirow.

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tUnE-yArDs - Bizness
Extra Life - Ripped Heart


Kunstvolle Manie, in Einzeldosen überragend, auf Albumlänge einfach nicht ganz mein Ding.

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Mogwai - Music For A Forgotten Future (The Singing Mountain)


Je mehr Mogwai mit jedem neuen Album anöden, desto mehr glaub ich, dass ihre Stärke in der Langstrecke liegt. Wie mein Lieblingswerk, My Father My King, ist auch dieses Stück über 20 Minuten langsame Entfaltung der anderswo zu bemühten Orientierung dieser Band weg vom Monstercrescendo. Hier glänzen sie durch Leisheit.

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Acid House Kings - Under Water
Johan Agebjörn & Le Prix feat. Lake Heartbeat - Watch The World Go By
Serenades - Birds (Lissvik Remix)
Lykke Li - Sadness Is A Blessing
Air France - It Feels Good To Be Around You
jj - No One Can Touch Us Tonight
The Sound Of Arrows - Lost City


In Sachen Alben fehlte Schweden dieses Jahr zum ersten Mal seit langem was richtig großes. Air France, jj und D. Lissvik (mit Studio) lassen weiter auf mehr als solche herrliche Häppchen warten, Lykke Li bringt's eh nur richtig auf Singles. Die Acid House Kings warren immerhin mit dem besten diesjährigen Swindiepop-Longplayer gut dabei, ebenso Johan Agebjörn, auf dessen Ambient- wie auch dem nachfoklgenden Popalbum sich 2011 einige Feinheiten fanden – keine jedoch größer als das endlos anschmachtbare Watch The World Go By. Und das Debüt von The Sound Of Arrows erscheint hier eigentlich erst 2012, aber die Vangelis-Modernisierung Lost City war so gigantisch, dass ich in ihrem Fall nicht so lange mit dem Wiederhören warten konnte.

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Knights of Jumungus - Victory Celebration (Those late nights in the forest of Endor edit)


Alias die genial spinnerten Norweger vom Mungolian Jetset mit einer genüsslich nerdigen John-Williams-Neumöblierung, die garantiert niemals eine offizielle Veröffentlichung erfahren wird.

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Rainbow Arabia - Without You


Mitunter etwas unangenehm zu hören fand ich das Debütalbum des Duos, wenn die Stücke nicht mehr als eine überaus freie Bedienung im Weltmusik-Regal projizierten. Hier jedoch stehen sie auf solidem New-Order-Beat, von dem sich auch die Vocals zu seltener Stärke inspiriert fühlen..

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Ford & Lopatin - The Voices


Noch so ein Album, das ich sehr gern mögen wollte. Käsige 80s-Popklangpalette, digital aufstilisiert fürs ADS-Zeitalter, what's not to like? Leider der Gesang, dessen Dünnheit selten so angemessen war wie hier, wo der Hook ohnehin von voluminös aufgeplustertem Autotune injiziert wird.

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Lady Gaga – Judas


Befremdlich, mit welcher Genüsslichkeit die deutsche Kritik damit eilte, die ein Jahr zuvor noch Gelobte schnell wieder zu begraben. Auffällig oft wurde "Kirmestechno" herangehalten von Menschen, die keine Ahnung haben, was für Scheußlichkeiten Autoscootersoundtracks wirklich bereithalten. Davon ist die wuchtige Produktion von Born This Way niveaumäßig weit entfernt, dazwischen lauert geschmäcklerisch Verrufenes wie Hair Metal, Vangelis, Latin Pop oder Kirchenmusik, aber fast immer den Underdog-, Freak- oder anderen Narrativen dienlich.

Der einzige Song, der wirklich wie ein chaotisches Patchwork wirkt, war dann aber prompt mein Favorit. Vor allem wegen den cyberkinetischen Synths, die sich zum Refrain stotternd um den tonnenschweren Beat winden bis die stimmschizophrene Gaga von eiskalter Erhabenheit in routiniertes Hookrunterbeten und imposante Intensität umschwingt.

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Magic Touch - Clubhouse (feat. Honey Owens)
Holy Ghost! - It's Not Over
Joe Goddard (featuring Valentina) - Gabriel
Factory Floor - R E A L L O V E
Yacht – Utopia


Die coolen Kids vom Feuilleton sind sicher auch demnächst hierzulande mit 100% Silk zugange, dem Tochterlabel des ebenso qualitativ/quantitativ verhältnisheiklen Not Not Fun. Darüber lassen sich sicher die tollsten Stories spinnen, wie die Drone/Punk/Noise-Szene den Lo-Fi-Tanz für sich entdeckt weil's ja bei Amanda Brown um et Eck nirjendswo House-Parties gibt, aber mir war das eigentlich alles was blutarm. Nur Mi-Ami-Drummer Damon Palermo brachte auf seiner EP als Magic Touch die ganz großen Gefühle, die lagen ansonsten her einmal mehr bei DFA.

Statt It's Not Over könnten sicher noch vier ebensotolle Songs vom auf Dauer merkwürdig unbefriedigenden Holy-Ghost!-Album hier stehen, den leicht verschlurften Hot-Chip-Beat rekombinierte Joe Goddard solo endlich mal mit einer klasse Vokalistin, YACHT waren so kurzweilig wie utopisch aufregend und Factory Floor brachten den wirklich faszinierenden Noise-Disco-Crossover in bestechender Klarheit und Fülle. Gut, die DFA-Single war ihre andere in diesem Jahr, aber diese hier hätte sich da nicht weniger gut gemacht.

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Bubble Club - The Goddess


Nach endlosen missglückten Versuchen ist sie in einem Geheimlabor auf einer versteckten Südseeinsel endlich geglückt: Die perfekte Vertonung einer sonnendurchfluteten Strandhängematte.

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Britney Spears - Till The World Ends (Remix feat. Nicki Minaj & Kesha)
Ke$ha - Shots On The Hood Of My Car


Ke$ha zögert ihre unausweichliche Transformation zur Cock Rockerin noch ein wenig heraus. Vorher steht schließlich noch die Apokalypse an. Genau darauf steuert das von ihr geschriebene Till The World Ends mit sorgloser Zielstrebigkeit zu: Nicki Minaj ist Nicki Minaj, Spears macht sowas wie ne Strophe, Ke$ha gibt dem "Hands in the air"-Moment die Trittleiter und ab dann ist alles ein glorreich unaufhaltsamer Taumel dem Hitze-, Kälte-, Flut- Kometen- oder Sonstwietod der menschlichen Zivilisation entgegen. Shots On The Hood Of My Car, süß wie zuletzt CUNT ohne implizierten Arschtritt, ist die B-Option: Allein zu zweit die Welt enden sehen, dazu eben das machen, was der Titel besagt.

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Stephen Malkmus & The Jicks - Tigers
Yuck - Holing Out
Home Blitz - A.T.K.


Ich werd das sicher noch öfter sagen, aber es war ein Scheißjahr für Indie Rock. Besonders, wenn man nicht auf Kifferwolken verhangene Delayfeste steht. Das kann ich Herrn Malkmus nicht vorwerfen, wohl aber, dass er in Richtung Pavement regressierte, ohne dort letztlich oft anzukommen. Dass Yuck sich in Gestrigkeit gefielen war für mich kein Problem, wohl aber, dass sie ihre YLTengo- und Dinosaur-Blaupausen melodisch nur selten überzeugend ausfüllen konnten. Home Blitz bleiben dafür eine Bank in Sachen Hit-Räudigkeit, hoffentlich nächstes Jahr mit einem neuen Album (und nicht auf dem etwas unsympathischen Mexican Summer).

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Dominant Legs - Hoop Of Love


Aber warum muss eine junge Band eigentlich sofort ein perfektes Album ablegen? Reicht nicht auch fürs erste eines mit so einem perfekten New-Wave-Jam wie diesem? Wenn darüber kein unverhältnismäßiger Hypedruck entsteht, ist ja alles in Butter.

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T-ara - Roly-Poly
4Minute - Mirror Mirror
HyunA - Bubble Pop!
Wonder Girls – Be My Baby
2NE1 - I Am The Best
Brown Eyed Girls - Sixth Sense
T-Ara - Cry Cry
After School - Shampoo


Shinsadong Tiger – Pop-Produzent des Jahres? Zwischen der unaufhaltsamen Retro-Travolta-Feuerwalze Roly Poly, dem horngetriebenen, international Aufmerksamkeit und inländisch Zensur erregenden (und Beyoncé im Videointro hommagierenden) Sommerpopper Bubble Pop und dem Dreifachrefrain des elastisch verrenkenden Mirror Mirror ließ er jedenfalls nicht an Vielseitigkeit vermissen, übertroffen wurde diese Trifekta national höchstens noch vom Marsch-Disco-Orchester-Massiv der Brown Eyed Girls und 2NE1s majestätischer Triumphsalve.

Aus der Mode gekommene Pop-Qualitäten der 90er fanden sich dieses Jahr in Südkorea immer wieder erfolgreich kontemporalisiert, ob Diven-Tonleiter-R&B im irgendwie-Retro von Be My Baby oder Slapbass-Klavierhämmereien à la Max Martin im Flamenco-getünchten Cry Cry. Und während ihre Frontfrau Ballett-Eleganz nicht uninteressant gegen Knarzlectro ausspielte, war After Schools Shampoo fast schon bodenlose Luftig-Leichtigkeit, die das parfümierte Haarpflegemittel zur intimitätsmetapher mit bedrohlichem Unterton machte.

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Ayumi Hamasaki – BRILLANTE


J-Pomp

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Ariel Pink - Witchhunt Suite For World War III


Als Ariel Pink letztes Jahr mit Before Today samt Band den Schritt ins Tonstudio machte, schienen das einige als Bruch mit der Vergangenheit zu begrüßen. Schluss mit Lo-Fi, Schluss mit Schrägheit, Schluss mit der Unsicherheit, ob der Kerl es wirklich ernst meint und ob seine Songs auch in konventionellerem Format funktionieren würden. Nun ja, wenn die grenzchaotischen Liveshows nicht genügt haben sollten, zeigt sich Pink auf seiner diesjährigen Single wieder erfreulich widerborstig: Ein einziger 16-minütiger Patchwork-Song hookreichen, proppigen Blubber-Pops mit ebenso Dada-politischem Text wie einem Video, das die Weltberichterstattung des US-TVs mit absurden Collagen parodiert. Weil "Keep it real" für Pink gleichbedeutend ist mit "Keep it weird".

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Florrie - I Took A Little Something


Drogen als Problemlöser sind nicht zu empfehlen, ein guter Beat um die zuckersüße Melodielinie so richtig abheben zu lassen hingegen sehr.

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Rustie - Ultra Thizz
Terror Danjah Feat. Ruby Lee Ryder - Full Attention


Ich hab's versucht, aber mir ist das Rustie-Album einfach zuviel. Seinem teenage-maskulinen Heckmeck fehlt irgendwo der Auffrischer, um's auf Dauer nicht erdrückend wie die Atmosphäre im Zimmer eines nie durchlüftenden 15-jährigen zu machen. Vielleicht fürs nächste Mal mit Gesang versuchen? Grime-Veteran Terror Danjah ist's bei aller sonst finsteren Heftigkeit seines Venenkriechers Full Attention schließlich bestens bekommen.

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Azealia Banks212


Klar, oder?

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Charli XCX - Nuclear Seasons


No Doubt go 80's Goth and I like it.

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Benoit & Sergio – Let Me Count The Ways
Benoit & Sergio - What I've Lost
Benoit & Sergio – Everybody


Zwei dieser Stücke kamen zwar auf DFA raus, aber mit ihrer 2011er Qualitätsoffensive verdienen die Herren ihre eigene Erwähnung. B&S treffen von anderen viel zu selten erreichte Mischpunkte zwischen House-/Disco-Club, dezent suggerierter Atmosphäre und melancholischer Emotionalität, selbst B-Seiten wie What I've Lost absolut fallen damit absolut hinreißend aus.

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Dirty Money Ft. Swizz Beatz - Ass On The Floor
Beyoncé - 1+1
Beyoncé - Countdown
Jamie Woon - Lady Luck
Little Dragon - Shuffle A Dream


Es war wohl das R&B-Jahr für Leute, die keine Ahnung von R&B haben. Amüsant, dass da gerade Frau Knowles alle Herren mit einer neuen, traditionsumarmenden Bemessenheit übertrumpfte, dass da Herr Combs 20 Jahre schlechten Ruf mit einem Album rehabilitierte. Auch schön: Der bessere englische Jam(es)ie mit einem Album, das leider nicht immer so betörend war wie hier. Was auch für Little Dragon gilt, die R&B-Elemente weiterhin in weitaus interessantere Gefilde führen als faul betextete Beach-House-Samples.

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Daft Punk - Fall (M83 Vs Big Black Delta Remix)


Midnight City war mit seinem flitternden Cyber-Kastratenhook für manche der Song des Jahres, das hier der Testlauf in Dampfhammer-Panorama.