Hundred Visions - Where Do I Sign?

Der neue Song der Austiniten Hundred Visions erinnert mich an eine gefühlte Woche lang, die ich mit nichts als Devos Sloppy auf Dauerwiederholung durch die Großstadt steppte. Where Do I Sign? teilt dessen Fähigkeit zur elastischen Dynamik, dem Wecheln und Mixen zackiger Steifheit und von der Leine gelassenen, gitarrenkatalysierten Davonwetzens, theoretisch endlos reiterierbar, ohne dabei an Drive und Catchiness einzubüßen.

[Stream] Hundred Visions - Where Do I Sign?

Ich, Anderswo (XI)

Und mit dem Radiohead-Rundschlag wäre wieder ein Quartal rum, mal schnell zusammengefasst, ehe es wieder weiter geht. Auf Den Zweiten Blick hat glaube ich bald die Hälfte seiner täglichen Laufzeit erreicht, die Einträge sind hier natürlich nicht nochmal alle einzeln aufgelistet.

Lee Ranaldo – Between The Times And The Tides
Moonface – With Siinai: Heartbreaking Bravery
Lower Dens – Nootropics
Crocodiles – Endless Flowers
The Hundred In The Hands – Red Night
Future Of The Left – The Plot Against Common Sense

Dawn Richard: Unde Venis?
Merchandise: Im Verlangen gefangen
Lower Plenty / Royal Headache: Alles Gute kommt von unten
Stephen Malkmus in Köln: Stage Invasion mal anders
Woollen Kits: Bis die Eingeweide mitrumoren
No Surprises? Der große Radiohead-Coveralbum-Showdown

Stream: Poolside - Pacific Standard Time

Dass sich auf Poolsides Debütalbum Pacific Standard Time warme Westküsten-Disco mit grenzdekadenter Softheit ballt, wird wohl kaum überraschen - selten sind Interpreten/Titel-Kombinationen dermaßen zutreffend. In Ermangelung einer Tracklist war vor dem Hören weniger, ob sich darauf auch alle ihre bisherigen Stücke befinden würden, doch auch das kann man sich angesichts der nun wirklich dekadenten 72-Minuten-Spieltzeit schon denken: Do You Believe, Take Me Home, das jüngst erst die Runde machende Slow Down und natürlich ihr grandioses Harvest Moon-Cover, alle sind sie mit von der Entspannungspartie.

[Stream] Poolside - Pacific Standard Time

Superchunk - This Summer

Hinsichtlich Auffassungen wie künstlerischer Integrität oder Ambition hat die Sommersingle keinen herausragenden Ruf. Sie soll nicht mehr als saisonaler Freudenspender sein - doch gibt es an diesem Punkt einen anderen, besseren Grund für Superchunk, Musik zu machen als Spaß an der Freud? Eben den scheint die Band schließlich seit ihrer Reaktivierung zu haben und vermittelt eben den bestens in This Summer, Mac McCaughans "Come on, waste this summer with me" mit herzerfülltem "Yeah!" pointierend.

[Stream] Superchunk - This Summer
[Spotify] Superchunk - Cruel Summer