WILD FLAG



Es gibt schon mehrere hundert Livevideos von ihnen online, obwohl ihre erste Single erst am vergangenen Wochenende erschienen ist. Der Grund für derart frühe und breite Begeisterung ist nicht etwa, dass eine finanzschwere Hype-Kampagne hinter dem Quartett stünde, sondern vielmehr die Besetzung von WILD FLAG. Das bisherige Schaffen von Carrie Brownstein, Mary Timony, Janet Weiss und Rebecca Cole in Sleater-Kinney, Helium, The Minders und bestimmt einem guten Dutzend weiterer Bands kann zwar nur die Richtung andeuten, die das gemeinsame Schaffen der vier nimmt, wer sich aber vergnügtes Gitarrenfetzen und zeitgleich kopfhohe Tritte erhofft hat wird durch die obige Liveversion von Future Crimes nicht enttäuscht werden. Im Studio allerdings scheint der Song wie auch die B-Seite Glass Tambourine (die sich allerdings als Grower entpuppt) etwas gezähmt worden zu sein, ob die momentan laufenden Aufnahmen zum Debütalbum ähnliche Form annehmen werden bleibt abzuwarten.

[Stream] WILD FLAG - Glass Tambourine

Stream: Jamie Woon - Mirrorwriting

Sind es wirklich schon über vier Jahre seit Wayfaring Stranger? Mönch, wie die Zeit vergeht. Seitdem schien Jamie Woon lange zu hibernieren, ab und zu stieß man mal auf einen Gastauftritt oder eine frühe Beatbox-Version von Spirits, bis sich dann Ende letzten Jahres mit Night Air die Vorzeichen für sein Debütalbum unverkennbar verdichteten. Offenbar ist es (wegen Ostern?) schon heute erschienen, pünktlich gibt es Mirrorwriting denn auch online zu hören:

[Stream] Jamie Woon - Mirrorwriting

Video: Ponytail - Honey Touches



Weiß noch nicht so recht, ob mir die Geschwindigkeitsdrosselungen auf dem neuen Album von
Ponytail zusagen. Das Spiel der beiden Gitarristen Wong und Seeno ist zwar auch ohne thrashende Ausbrüche schön, ließe sich aber auch schon in ihren Solowerken finden. Honey Touches schaltet da bald einen Gang höher, passenderweise von Willy Siegels "Just keeps going and going" angefeuert, bricht aber auch nie völlig überdreht aus, bleibt lieber in einem bunt-nervösen Spannungsfeld.

[Video] Ponytail - Honey Touches

Stream: Times New Viking - Dancer Equired

Nicht nur musikalisch sind Times New Viking dem 90er Indie-Rock auf der Spur wie sonst niemand, mittlerweile haben sie mit so ziemlich jeder Band von Rang und Namen gespielt und sind in den USA nun auch von Matador zu Merge gewechselt - fehlt eigentlich nur noch Sub Pop, dann haben sie da ebenfalls alle abgehakt. Anders als bei manch anderer Merge-Platte (*hust* Destroyer *hust*) muss man zum Glück nicht um das Erscheinen von TNVs Fünftling hierzulande bangen, Dancer Equired erscheint hier am 29.04. und ist schon online anhörbar:

[Stream] Times New Viking - Dancer Equired

Neues Von Dananananaykroyd, Copy Haho

Kurz bevor sich gen Ende Juni der Veröffentlichungskalender schlagartig lichtet, steht noch ein heiß erwartetes schottisches Doppelpack an. Da sind zum Einen Dananananaykroyd, die ihre "Mehr ist mehr"-Theorie auf There Is A Way zum zweiten Mal untermauern wollen. Ebenfalls in Eigenregie veröffentlichen ihre Nachbarn Copy Haho, die mit ihren tollen Pavement-Junior-Nonchalance schon im Vorprogramm von Los Campesinos! Neugier weckten, am 20.06. ihr selbstbetiteltes Debüt dessen Indierock-Dimension sich anhand von Dying Breed schon ganz gut erahnen lässt.

[Stream] Dananananaykroyd - E Numbers
[Stream] Copy Haho - Dying Breed

Video: Superchunk - Crossed Wires



Es beginnt mit einer Idee, die wohl alle neugierigen KatzenhalterInnen schon einmal gereizt hat: Einem Tier wird eine Katzenkamera umgeschnallt, aus deren Perspektive wir im großartigen Video zu Superchunks Crossed Wires im Folgenden sehen, was ihr Träger auf seinen katzentypisch schwer nachvollziehbaren Pfaden alles anstellt. Und wenn man erst einmal kapiert, welchem anderen Clip dieses Treiben zunehmend ähnlich wird, wird's glatt noch eine Ebene lustiger.

[Video] Superchunk - Crossed Wires