Videos: jj - Trouble / Baby / Добро пожаловать



Dass jj unter den sample- und allgemein popkulturreferenzfreudigen Skandinaviern vom Label Sincerely Yours keine Ausnahme bilden macht allein schon Ecstasy klar, aber auch ein paar seitdem erschienene Cover illustrieren diese Vorliebe. Gestern erst entdeckt habe ich davon Trouble, ein Akon-Cover mit jjs typisch schwebendem, fast narkotisiert wirkendem Gesang und einem Video von einem ihrer ersten Liveauftritte (derer es im kommenden Jahr einige mehr geben wird, vielleicht ja auch mal hierzulande?).

Baby ist ein leicht ange-autotunetes Streicherbad das das käsige Bassline-Original mit Back To The Future-Referenzen nie erahnen lässt, sich stattdessen die "Wir fliegen.."-Textzeile herausnimmt und sie träumerisch auf die zweite Songhälfte ausbreitet. Добро пожаловать (Willkommen) schließlich ist eine von vielen SY-Sportleroden, diese an die Tennisspielerin Maria Sharapova, und geht nach einem Sample des Diana Ross/Supremes-Songs My World Is Empty in ein von Akustikgitarre und Tastengeklimper umspieltes Cover der Fernsehmusik Welcome Back, Kotter über.

[Video] jj - Trouble
[Video] jj - Baby
[Video] jj - Добро пожаловать

Neues Von Liars

Für mich wechseln sich bei Liars die okay bis guten mit den sehr guten bis überragenden Alben ab, nachdem mir das letzte, selbstbetitelte etwas zu vorhersehbar war müsste nächstes Jahr mit Sisterworld also wieder was richtig Großes an der Reihe sein. Leider ist das anhand des ersten davon zu hörenden Stückes Scissor nur schwer auszumachen, das kann man sich zwar als Mp3 umsonst herunterladen, allerdings nur in einer Qualität die die zweite, losthrashende Hälfte des beschwörerisch beginnenden Stückes ziemlich billig und verschmiert klingen lässt. Vielleicht soll das mehr Vorfreude auf die Albumversion wecken?

[MP3] Liars - Scissor

Video: Devin Townsend Project - Bend It Like Bender!



Addicted vom Devin Townsend Project mausert sich gegen Ende dieses Jahres noch zu einem ganz großen Favoriten, kann immer noch nicht genug von der perfekten Kombination der Stimmen von Townsend und van Giersbergen und diesen ungemein poppigen Metalsongs bekommen. Der wohl bunteste daraus ist Bend It Like Bender!, so bunt dass er nicht mal weit von dancigem Europop entfernt ist - sicherlich beabsichtigt, schließlich finden sich unter Townsends Inspirationen für das Album auch die Vengaboys aufgelistet. Das Video dazu mutet aber mit seinen Cyber-Animationen dermaßen nach den Mad Capsule Markets an dass ich langsam echt glaube die waren ebenfalls ein Einfluss, wobei die sicherlich auch vorher den einen oder anderen Film von Mamoru Oshii gesehen hatten.

[Video] Devin Townsend Project - Bend It Like Bender!

Stream: Rough Trade Shops - Indiepop '09

Vor 5 Jahren brachte Rough Trade Shops, das wohlgemerkt nicht mit dem Label Rough Trade identisch ist, die Compilation Indiepop 1 heraus, ein Überblick über fast 20 Jahre schrammeligem, jangligem Pop auf C86, Sarah, Postcards und allem was davon beeinflusst wurde. Die nächste Woche erscheinende Rough Trade Shops - Indiepop '09 porträtiert zwar den gleichen Sound, ist aber eine durchweg im Hier und Jetzt situierte Auswahl mit u.a. The Pains Of Being Pure At Heart, The School, caUSE co-MOTION!, The Legends, Vivian Girls, Moscow Olympics, Girls, The Manhattan Love Suicides, Dum Dum Girls, Los Campesinos! und Love Is All die glaub ich als einzige bereits auf der ersen Comp vertreten waren. Anhören kann man sich alle 25 Stücke schon mal auf last.fm:

[Stream] Rough Trade Shops - Indiepop '09

Neues Von These New Puritans

Was längere Stücke angeht sind These New Puritans freilich keine Unbedarften, ihr Modenschau-Soundtrack Navigate, Navigate brachte es schließlich auf ne gute Vierstelstunde Spielzeit. Es ist aber bemerkenswert wenn das 7,5minütige We Want War sich nicht nur ganz weit vorne auf ihrem am 15.01.2010 erscheinenden Album Hidden befindet, sondern sogar die erste Single daraus ist.

Und es klingt als hätte sich das Quartett so entwickelt wie ich mir das nach dem vielversprechenden Debüt und dem so kurzen wie schweißtreibenden Auftritt bei der c/o pop erhofft hatte, mit wuchtigen, in Wellen intensivierenden Beats mutet We Want War wie ein schamanisches Beschwörungsritual an, dank einer ähnlichen klanglichen Schärfe wie Gang Gang Dances Saint Dymphna führt dabei auch der Einsatz von Bläsern und einem Chor nicht zum Chaos. Downloaden kann man die Single bereits, auf Tonträger erscheint sie am 09.01. und nun gibt es auch ein Video dazu, einen weiteren Einblick in Hidden bietet ein Medley das man sich von der Bandhomepage herunterladen kann.

[Video] These New Puritans - We Want War