The Thermals Kommen

Nachdem sich Grizzly Bear und HEALTH mittlerweile schon angekündigt haben waren The Thermals der einzige verbliebene Grund, sich diese Woche fürs Haldern statt die c/o pop zu entscheiden. Aber eben hat Pascal bei Auf Touren die frohe Kunde gebracht, im Oktober wird's auch in deutschen Clubs wieder munterst zugehen. Zwar kommen die Portlander diesmal nicht direkt nach Köln, der Bochum-Auftritt liegt aber mit einem Freitags-Termin so dass die An- und Abreise hier ausnahmsweise mal kein Problem darstellen werden.

21.10.2009 Feierwerk, München
22.10.2009 Alte Feuerwache, Mannheim
23.10.2009 Bahnhof Langendreer, Bochum
24.10.2009 Random Play Festival, Hannover
26.10.2009 Lido, Berlin
27.10.2009 Knust, Hamburg

Stream: Jay Reatard - Watch Me Fall

Und prompt nimmt die Woche an Fahrt auf. Seitdem Jay Reatard mit seinem ersten Solowerk Blood Visions ein meisterliches Popalbum im Punkgewand schuf sind schon bald drei Jahre vergangen, auf seinen seitdem erschienenen, auf zwei Compilations versammelten Singles konnte man wunderbar die zunehmende Raffinierung seiner Produktionen und die Hervorkehrung ihres Popappeals mitverfolgen. Nun sind wir also beim neuen Album Watch Me Fall angekommen das diesen Freitag erscheint, der Mann ist zwar mittlerweile auf der Liste von Musikern gelandet ist deren Werke ich ungehört kaufe, alle anderen dürfte dieser Link aber sicherlich interessieren:

[Stream] Jay Reatard - Watch Me Fall

Deerhoof Bei Daytrotter

Eine Daytrotter-Session von Deerhoof ist doch schon mal ein guter Start in die Woche. Wobei deren Entstehung Produkt eines kleinen Missverständnisses ist, die Band hatte nämlich of Montreals Daytrotter- mit deren Interface-Session konflätiert und in Erwartung einer Video-Akustiksession drei Stücke allein für unverstärkte Saiteninstrumente arrangiert. Doch auch ohne die erwarteten Kameras zogen die vier ihren schlagzeuglosen Plan durch, das Resultat sind ungewöhnlich ruhige Versionen von Buck & Judy, Chatterboxes und Fresh Born:

Deerhoof Bei Daytrotter

Cosmic Hits & Disco Trips, Die Zweite


Als wäre es noch nicht genug, dass ich dieses Jahr schon zwei Compilations zu meinen Lieblingsveröffentlichungen zähle, hält der Herbst noch weitere vielversprechende Sammlungen der Art von Tanz(?)musik die mir derzeit schwer zusagt parat. Thisisnotanexit, durchaus als britisches Pendant zu Italians Do It Better betrachtbar, bringt am 26.10. Thisisnotanexit Manifesto 1 heraus. Gut die Hälfte der Stücke darauf hat bislang noch keine Veröffentlichung erfahren, da sich unter den bereits Bekannten das kürzlich bebilderte Ultralight von Parallels, Hatchbacks Jetlag, Prins Thomas' Endlosmix von White Diamond sowie die Moon Song-Reinterpretation der grandiosen Mungolian Jet Set befinden hege ich aber begründete Hoffnungen.


Etwas verhaltener war mein Optimismus für die zweite Ausgabe der Cosmic Balearic Beats, nicht nur weil ich das B-Adjektiv aufgrund seiner Ballermann-Evokationen persönlich bislang zu vermeiden versucht habe, auch fiel die vorherige Compilation aus dem Hause Eskimo etwas flach. Günstigerweise musste ich mich nicht groß dazu überwinden um in die am 04.09. erscheinende Fortsetzung schon mal reinzuhören, und die gefällt mir schon auf Anhieb besser, auch weil Visti & Meylands Yes Maam (All Nite Long) davon einer meiner großen Saisonfavoriten ist.

Jay Reatards Kurzdoku "Waiting For Something"

Selten länger als 20 Minuten dauerten Jay Reatardss Konzerte bis vor kurzem noch, kurz und punkig lautete die Devise. So langsam geht er aber auf die 30 zu, hat nach über einem Jahrzehnt Musikschaffen und Dutzenden von Veröffentlichungen nun auf Matador seine größte Popularität erreicht und kehrt auch auf dem in einer Woche erscheinenden Watch Me Fall weiter den Pop-Appeal seiner genialen Songs hervor. Dennoch ist deren Inhalt weiterhin nahezu ausschließlich negativ, dreht sich um Versagen, Tod, Schmerz, Einsamkeit. Der simple Grund dafür, seine wilde Biographie und seine Musikphilosophie werden schön in diesem Film dokumentiert der ebenso kurz gehalten ist wie früher seine Konzerte.

Waiting For Something: A Jay Reatard Documentary

Stream: Lovvers - Ocd Go Go Go Girls

Schon bei ihrem Auftritt zusammen mit Los Campesinos! und Sky Larkin hörte man den britischen Lovvers ihre Liebe zum Garagepunk der amerikanischen Westküste klar an, da überrascht es eigentlich kaum dass ihr Debütalbum Ocd Go Go Go Girls dem Klang nach ohne Mühe auch auf In The Red hätte erscheinen können. Wie genau es klingt und ob es die nötigen Hooks mitbringt um aus der nicht gerade kleinen Menge ähnlich klingender Alben herauszustehen kann man eine Woche vor seiner Veröffentlichung nun selbst hören.

[Stream] Lovvers - Ocd Go Go Go Girls