Neue Livevideos von Love Is All



Wann genau mit A Hundred Things Keep Me Up at Night zu rechnen ist bleibt weiterhin ungewiss, dafür haben Love Is All jüngst zwei sehr unterschiedliche Liveaufzeichnungen von neuen Songs die sich vermutlich auf ihrem zweiten Album befinden werden in die Weiten des digitalen Äthers entlassen. Die erste, zu Wishing Well, wurde im Rahmen der Handheld Shows auf einem Bahnsteig aufgenommen und muss daher auch ohne große elektrische Verstärkung auskommen, dafür stehen Keyboard- und Gesangsmelodie ungewohnt rauschfrei im Vordergrund.
Ganz anders geht es hingegen beim furiosen Give It Back zu, das wurde bei einem Liveauftritt aufgezeichnet und zeigt die ganze Band in voller Fahrt inklusive wild hüpfendem Saxophon und Kuhglocken:

Prompte Bedienung

Derzeit geht's mal wieder Schlag auf Schlag mit den Fiery Furnaces. Am Freitag hörte ich mich unterwegs durch das (immer noch ganz große) letztjährige Widow City und wurde immer wieder an die Liveversionen der Songs von der letzten Tour erinnert und fragte mich wie sie wohl auf der nächsten Tour klingen würden. Das wurde prompt am Sonntag beantwortet als Nyctaper einen Mitschnitt des fast 30 Stücke umfassenden New Yorker Konzerts von der brandaktuellen Tour (ohne Jason Loewenstein, dafür mit zweitem Keyboarder und Eleanor an Gitarre und offenbar auch mal Drums!) an die Öffentlichkeit brachte.

Und dann dachte ich mir gestern mal wieder dass sich ein Furnaces-Livealbum doch mal richtig gut machen würde, am besten schön lang und mit Songinterpretationen von verschiedenen Touren der vergangenen Jahre. Was offenbar genau das ist was sich die Friedbergers kürzlich dachten und nun für den August als Remember angekündigt haben. Ein karriereübergreifendes Live-Doppelalbum mit 51 Songs von meiner Lieblingsband der Gegenwart? Ne bessere Neuigkeit wird's so schnell nicht geben!

So, und jetzt zieh ich mir zum halbdutzendfachsten Mal das Fabchannel-Konzert rein.

HOWTO: Make The Sweat Descend

Wenn ich mir aussuchen könnte in irgendeine Band einzutreten würde ich wahrscheinlich Les Savy Fav wählen. Denn egal ob man jeden Abend immer wieder die gleichen Handgriffe für die gleichen Songs machen müsste so wäre doch kein Konzert wie das andere, denn da hätte ich immer diesen halbkahlen Bauchträger vor mir (und manchmal neben, hinter und über mir) der sich immer wieder etwas Neues einfallen lässt und mit vollem Einsatz die Stimmung erhöht. Für das junge Allstar-Britblog The Quietus gibt Frontsau Tim Harrington 10 Tipps und Weisheiten für Liveauftritte. Zum Beispiel:

9. Pick on one bouncer to win the favour of his rivals.

“If you point one bouncer out in a way that embarrasses them, you win all the other bouncers. The other guys are like, ‘Oh, this guy’s hilarious! Look what he did! He rubbed Mikey’s head!’”

Video: Guillemots - Falling Out Of Reach


Adelige Fans haben Guillemots da: Nach Sir Paul McCartney bekannte sich jüngst auch Sir Ian McKellen als Hörer, da bedurfte es vermutlich auch keiner großen Verhandlungen um ihn zum Mitspielen im Video zu Falling Out Of Reach zu bewegen. Wobei "Mitspielen" untertrieben ist, der Mann der Erik Lensherr war steht hier klar im Mittelpunkt als gestresster Homo Sapiens an dem die Zeit nur so vorbeirauscht.

[Video] Guillemots - Falling Out Of Reach

Das große CD-Single-Revival

Wir haben's ja alle schon mal gehört, Vinyl ist wieder ganz groß im Kommen und ist ganz klar die Zukunft des physischen Tonträgers und blablabla. Der Verkaufsreport 2007 der RIAA gibt nun endlich mal ein paar neuere Zahlen an die Hand, Wired macht natürlich daraus erst mal einen großen "Omg Vinyl-Umsätze steigen wirklich"-Spin indem man auf die prozentuale Steigerung schaut, ein Blick auf die absoluten Zahlen schadet aber auch nicht (ein Klick auf die Grafik im Wired-Artikel gibt eine vergrößerte Ansicht):

Auch wenn letztes Jahr zwei Drittel mehr Alben/EPs auf Vinyl abgesetzt wurden als im Vorjahr und ~18% weniger auf CD macht das immer noch 400 CDs für jede der stolzen 1.3 Millionen Vinylscheiben. Außerdem interessant: Der Absatz von CD-Singles nahm letztes Jahr um über 50% zu, der von Vinyl-Singles fast 60% ab und die Anzahl der abgesetzten CD-Singles ist doppelt so hoch wie die aller Vinyl-Alben und -EPs. Müsste man dann nicht noch eher von einem Revival der CD-Single sprechen?

Natürlich beziehen sich die RIAA-Messungen nur auf die USA (im UK beispielsweise dürfte die 7'' u.a. wegen Preissenkungsaktionen noch ein gutes Stück populärer sein) und viele Vinyl-Verkäufe abseits der größeren Händler dürften auch nicht in die Statistik mit eingeflossen sein, aber selbst wenn die Schallplatte die CD einmal als dominantes Medium verdrängen sollte (mein heißer Tipp: nö) so würde das selbst bei diesem Tempo noch eine ganze Weile dauern. [via]

Video: The Long Blondes - Guilt


Guilt, die zweite Single von Couples, ist fast stellvertretend für meine Erfahrung mit dem zweiten Album von The Long Blondes. Als ich es zum ersten Mal auf dem Konzert in Köln hörte war ich anfangs sehr skeptisch, so langsam und ernst schien es gar nicht zum Rest der flotten Popsongs an diesem Abend zu passen, aber die (zugegeben, weitaus bessere) fertige Version offenbarte sich besonders im Albumkontext als eine andere, jedoch keineswegs schlechte Facette des bisherigen Blondes-Sounds. Was das Lied mit einer Hundeschau zu tun hat habe ich bislang nicht kapiert, aber hey, ist ja nicht mein Video.

[Video] The Long Blondes - Guilt

Mi Ami


2008 bleibt in Bewegung. Mi Ami, hervorgegangen aus den großartigen und rhythmisch ebenso belebten Black Eyes (R.I.P.), haben sich vom Kontinent südlich von uns inspirieren lassen und hauen auf ihrer ersten EP African Rhythms heraus dass es kracht. Vampire Weekend kann man hier nicht erwarten, dafür packende Bass- und Schlagzeuggroovereien mit Gitarrensägereien die durch die spannungsgeladene Luft schneiden. Auf White Denim gibt's die 12'', über ihre Myspaceseite eine CD-R.

[MP3] Mi Ami - African Rhythms

Mi Amis Myspace