Neue Voxtrot-Songs



Albumstream mal anders: Voxtrot stellen derzeit Woche für Woche ein Stück ihres ersten (geigenlastigen wie mir scheint) Albums auf ihre Myspace-Seite zum Anhören. Heute ging mit Ghost das vierte online, wen's interessiert der sollte also innerhalb der nächsten Woche mal dort vorbeischauen bevor der erste Track einem neuen weichen muss. Außerdem findet sich auf der Seite jede Woche eine neuer Teil der Dokumentation Reaching For The Lasers über die Aufnahmen zum Album.

Voxtrot Myspace

Handsome Furs



Wenn es auch noch nicht sicher ist ob wir 2007 noch mit einem neuen Wolf Parade-Album rechnen können sieht es dafür so aus als würden die beiden Songwriter der Gruppe beide dieses Jahr eigene Alben herausbringen. Für Sunset Rubdown steht noch nichts Genaues fest, aber in knapp einem Monat werden Dan Boeckner und Alexei Perry ihr Debüt als Handsome Furs auf Sub Pop veröffentlichen. Erste Demos geistern schon seit gut einem dreiviertel Jahr durchs Netz, dass sich Boeckner so viel Zeit gelassen hat lässt vermuten dass er mehr zum Perfektionismus neigt als sein Wolf Parade-Kollege Spencer Krug.

Und die ersten drei Höreindrücke von Plague Park scheinen das zu bestätigen, sind atmosphärischer geladen und klingen durchdachter, aber keineswegs seelenlos. Klar, immerhin ist das der gleiche Mann der vor 2 Jahren für musikalische Glücksmomente wie This Heart's On Fire und Modern World verantwortlich war. Einen Song gibt es bei Sub Pop als Download, einen weiteren auf ihrem Myspace und zur ersten Single gibt es ein traumhaftes Video.

[MP3] Handsome Furs - What We Had
[Video] Handsome Furs - Dumb Animals (Quicktime)
[Video] Handsome Furs - Dumb Animals (Imeem)

Handsome Furs Myspace

Stream: Feist, The Locust, Bill Callahan

Und zwar in der Reihenfolge, hihi. Auf 3voor12 gibt es zum Wochenbeginn nicht nur das gerade frisch erschienene Werk von Leslie Feist zu hören, sondern auch das erste Bill Callahan-Album auf dem er sich weder Smog noch (Smog) nennt und es einfach mal ohne Alias probiert. Außerdem neues Geknüppel von The Locust, prima, die hab ich eben noch auf der Bahnfahrt gehört und mich gefragt wie wohl die neue von denen klingt.

[Stream] Feist - The Reminder
[Stream] Bill Callahan - Woke On A Whaleheart
[Stream] The Locust - New Erections

Indie killed the Popstar / Pop killed the Indiestar

Field Music:

We basically want to do things that aren't classed as 'Field Music indie band.' It just makes us sick so we want to do something else. We want to still work with the people we like recording with and recording in the way that we do and make the music that we do. But we don't want to have to compete in the sphere of indiedom. We're not going to be a band for a bit
Patrick Wolf:

I have made a decision, my final concert will be this november, a retrospective with an orchestra in London. I am not sure wether there will be anymore public communications after that, Infact I am pretty sure there will be none. Of course, this has nothing to do with my drummer.. but a creative clock is ticking and I have many many projects to be creating with my time left on this earth. I hope to share my last shows with you this year.

Um Himmels Willen, was läuft denn da gerade so gewaltig schief?

Konzert: Patrick Wolf



Ich bin nicht der einzige der draußen vorm Gebäude 9 steht als drinnen Bluebells angestimmt wird. Im Gegensatz zu manchen die der Musik von dort aus lauschen habe ich allerdings eine Karte für die ausverkaufte Veranstaltung, ich bin nur zum ersten Mal in meinem Leben ganz übel spät zu einem Konzert. Und dabei ist es mein erstes Mal bei Patrick Wolf, shit shit shit! Keine Zeit für Garderobe, anscheinend hat der Mann zu diesem Zeitpunkt schon fast ein halbes Dutzend Stücke gespielt, rein in den dampfend heißen Saal und einen Stehplatz gesucht.

Vielleicht sollte ich froh sein dass ich es überhaupt endlich mal zu einem seiner Konzerte geschafft habe, aber nachträglich bereue ich es auch noch weil ich gerne einen Vergleich mit einem früheren Auftritt gezogen hätte, denn so wie auf dieser Bühne hatte ich mir den Künstler Patrick Wolf vom Hören seiner Musik her sicher nicht vorgestellt. Der vermeintlich etwas schüchterne, ernste, romantisch-melancholische tanzt da vorne fesch auf, Bowie-mäßig beglittert und posierend, charmant und augenzwinkernd, und bringt den Saal zum Kochen. Zumindest die sich in jeder Pause mit Handys fotografierenden Teenies in meiner Ecke sind wohl vor allem mit dem neuen Material vertraut, womit sie Glück haben, denn nicht nur macht das den Hauptanteil des Konzerts aus sondern erfreulicherweise werden auch die poppigen Disconummern mit wenigen Veränderungen von Wolfs Begleitband mit Kontrabass, Geige, Schlagzeug und Bleeptop fantastisch gut umgesetzt, mir gefallen sie sogar am besten an diesem Abend.

Wenn es an Klassiker wie The Libertine oder Tristan geht begibt sich Wolf oft ans Klavier oder zückt auch mal die Ukulele, einmal um direkt in Accident & Emergency überzugehen und "I'm feeling braver than I've ever been" zu proklamieren. Furchtlos wirkt er wahrhaftig, und auch wenn er behauptet er habe die Pläne seines neuen Plattenlabels ihn zum Popstar zu machen torpediert, heute Abend ist er es (beim Gekreische als er verführerisch sein Hemd aufknüpft krieg ich nen halben Hörschaden, ich wär von fliegenden Teddybären oder BHs kaum überrascht), aber noch mehr. Vor dem großen Finale holt er Bishi, die ich im Vorprogramm verpasst habe, auf die Bühne um für Magpie mit ihr anstelle von Marianne Faithful zu duettieren und erzeugt damit Gänsehaut wo man auch hinsieht (in die gleiche Kategorie passte auch vorher das viel gehauchte The Stars).

Den Abend beschließt er dann mit einer stampfigen Version von Kelly Maries Feels Like I'm In Love, die am Ende immer schneller wird bis alles in einem Strudel aus Hitze, Herzklopfen und Euphorie unter der Discokugel freudentaumelt. Im Herbst, so sagt er, will er wieder kommen, und es ist in diesem Moment schwer zu sagen wer sich darüber am meisten freut.

Mehrere Videos, u.a. auch vom Finale, finden sich auf Youtube.

Unknown Merchandise Pleasures



Hahahahahahahaha

Quasi via wo man auch noch mehr Horrorvisionen findet:

"Some of them are a little more tangential than others," explains a spokeswoman for Yo! Sushi, when asked what the link was between Joy Division frontman Ian Curtis' agonised meditation on the break-up of his marriage - originally released a month after his suicide in May 1980 - and coriander-seared tuna and beetroot-marinated salmon.

Happy Birthday Mr. Pop



Man kann's nicht glauben, aber ja, uns Iggy wird heute straffe 60. Wer gratulieren möchte kann das u.a. auf der längsten Glückwunschkarte der Welt tun.