Efterklang



Es ist was fein im Staate Dänemark. Und zwar Efterklang, die mit ihren behutsamen Klängen irgendwo zwischen den Sphären Grizzly Bears und A Silver Mt. Zions schweben. Oft von einem Rauschen oder wabernden tiefen Dröhnen im Hintergrund begleitet, sollte ihre Musik vermeintlich düster und bedrohlich wirken, verbreitet aber so einen starken Zauber dass keine negativen Gefühle beim Hörer aufkommen möchten, vielmehr fühlt man sich nur umso mehr von diesen Klängen umgeben und lauscht noch genauer.

Ihr erstes Album Tripper war völlig an mir vorübergegangen, aber ich werde sowohl umgehend diesen Fehler korrigieren als auch hochgespannt auf eine neue EP und ein neues Album in diesem Jahr warten. Bis es soweit ist kann man gut etwas Zeit auf dem neuen Blog der Band verbringen, auf dem sie gerade auch ein wunderschönes Cover eines ihrer Stücke von Tobias Hellkvist verschenken. Außerdem kann man auf der Seite die Werke des sechsten festen Mitglieds der Gruppe betrachten, das für die Visualisierungen ihrer Bühnenshow und Musikvideos zuständig ist.

[MP3] Tobias Hellkvist - Step Aside (Efterklang Cover)

Und hier ein paar Kostproben der Band selber, am besten ab der Abenddämmerung und ohne Ablenkung zu genießen:

[MP3] Efterklang - Redrop
[MP3] Efterklang - Swarming
[MP3] Efterklang - Monopolist

Efterklang Myspace

Joanna Newsom kommt



Billig wird's wohl nicht gerade (wenn der Eintritt überall so viel kostet wie in Köln jedenfalls), aber wer gewillt ist um die 30 € dafür zu berappen kann im April Joanna Newsom live sehen. Für drei Konzerte kommt die Frau mit der Harfe nach Deutschland, und nach dem was ich so gehört (und auf Youtube gesehen) habe dürfte ihre Musik live noch ein größeres Erlebnis sein als auf Platte. Karten gibt es hier bzw. für Köln auch bei allen Kölnticket-VVKstellen.

17.04.2007 Gloria, Köln
25.04.2007 Volksbühne, Berlin
26.04.2007 Kampnagel / K2, Hamburg

Mark E. Smith & Mouse On Mars?!?



...und in der ersten Woche ihres Bestehens verlinkt die neue Sektion auf Pitchfork direkt etwas das den Kopf nur zum Explodieren bringen kann:

Von Südenfed

Stream: The Shins - Wincing The Night Away



Interessenter Kontrast: draußen wütet der Sturm, und aus meinen Lautsprechern wimmern The Shins. Bis Wincing The Night Away in den Regalen steht müssen wir noch bis nächsten Freitag warten, aber Album Nr. 3 der Band kann man bis Anfang nächster Woche schon mal vorab via Myspace streamen. Was mir sehr gut in den Kram passt, denn obwohl ihre Songs meist sehr eingängig wirken zünden sie bei mir irgendwie erst mit mehrmaligem Hören so richtig, weiß auch nicht warum.

[Stream] The Shins - Wincing The Night Away

Lucky Soul



Was für ein Song! Mit so vielen Wendungen dass einem beim ersten Hören schwindlig wird baut sich I Ain't Never Been Cool, das Titelstück der gerade erschienenen Vinyl-EP von Lucky Soul, schnell zu einem der ersten glückselig machenden Pophits 2007 auf, dabei selten länger als zwei Takte mit dem gleichen Motiv verweilend. Die EP ist ein Vorbote des kommenden Albums des britischen Quintetts, das zwar klar vom Spector/Motown-Sound beeinflusst ist (allein die Geigen, wuha!), aber wie auch eine gewisse andere britische Popgruppe im letzten Jahr nicht dumpf auf Retro stellt. Hört man einmal jenseits der fantastischen Stimme von Ali Howard sind Sound und Songwriting merklich von den letzten Jahrzehnten nicht unbeeinflusst geblieben. Die EP und andere Songs kann man sich auf der Bandhomepage oder teilweise auf Myspace anhören, von den ersten beiden Singles gibt es auch Videos:

[Video] Lucky Soul - Lips Are Unhappy (Youtube)
[Video] Lucky Soul - My Brittle Heart (Youtube)

Lucky Soul Myspace

Hot Shins: der zweite Versuch

So richtig umgehauen hatte mich dieser erste Song vom in Bälde erscheinenden The Shins-Album nicht. Gut, die sind auch generell nicht gerade eine Band die haut, aber Phantom Limb wirkte dann doch eine Spur zu lahm um richtig im Kopf stecken zu bleiben. Bis heute morgen. Da hab ich mir ihren Auftritt am vergangenen Samstag in der US-Fernsehinstitution Saturday Night Live angesehen und angehört, und ich glaube fast dieser etwas Tinnitus-artige anhaltende Ton des Keyboards (dessen Bediener wohl ein paar abendliche Espressi zu viel intus hat, fall nicht um Jung!) hat dazu beigetragen dass mich dieses tolle Uuu-waa-hoo im Refrain nun den ganzen Tag angenehm verfolgt hat.

Stream: Clap Your Hands Say Yeah - Some Loud Thunder



Achtung: Wer die Klänge des ersten Clap Your Hands Say Yeah-Albums unangenehm schräg fand, dem könnte hierbei der Kopf explodieren. Auf der Myspace-Seite der Band kann man nun ihren (in den USA wie schon das Debüt ohne Label aus eigener Hand herausgebrachten) Zweitling Some Loud Thunder, der am nächsten Freitag in D-land erscheint, anhören. Schlauer Zug, denn seit heute gibt es das Album für auch schon als digitalen Download und dürfte eh in kürzester zeit überall durchs Netz schwirren, warum also nicht gleich für alle zum legalen Probehören verfügbar machen.

[Stream] Clap Your Hands Say Yeah - Some Loud Thunder

Fucked Up



Egal wie sehr beide Begriffe in den letzten Jahren auch gedehnt und rekontextualisiert (ja ich geb's zu, ich bewerbe mich morgen bei der Specks) worden sind, die Bezeichnung "Indie-Hardcore" ist der größte Blödsinn den ich dieses noch junge Jahr gelesen hab, und das schließt die Neujahrsansprachen zahlreicher internationaler Politiker ein. Warum jemand Fucked Up so betitelte weiß ich nicht ganz genau, denn obwohl sie für ihr Genre nicht nur verdammt gute, kraftvolle und vor allem originelle Musik (u.a. mit klassischem Chorgesang und 8 Minuten Länge) machen, ist der Sound an sich doch bester DC-Style á la Black Flag. Vielleicht weil Mr. Final Fantasy Owen Pallett die ein oder andere Geige zu ihrem ersten Album Hidden World beigesteuert hat?

[MP3] Fucked Up - Baiting The Public
[Stream] Fucked Up - Hidden World

Neuer Ted Leo Song!!!



Yes, der große Ted Leo rockt und rollt wieder. Zwei Monate sind's sicher noch bis zu Living With The Living, seinem ersten Album auf dem Indie-Institutionslabel Touch & Go. Aber vom Eröffnungsstück kann man sich nun schon mal dank Pitchfork in der fertigen Albumversion seinen Feierabend ordentlichst berocken lassen.

[MP3] Ted Leo & The Pharmacists - The Sons Of Cain