Classixx - Hanging Gardens

Jetzt weiß ich wieder, warum ich mich hier nur noch auf einzelne Songs oder Alben fokussiere. Da hat man einmal eine Band mit so vielen guten Songs, dass man sie sich rauspickt, schon gibt's ein paar Tage später deren gesamtes Album zu hören und man darf sich überlegen, was man nun Neues dazu schreiben soll. Im Falle von Classixx ist das aber kein Problem, denn Hanging Gardens mag sich komfortabel als Disco-/Synthpop etikettieren lassen, ist aber in seiner Herangehensweise derart facettenreich, dass ich immer wieder an unterschiedliche Songs und Sounds der letzten 15 Jahre erinnert werde, ohne dass die Musik diesen tatsächlich nachempfunden wäre. Einfach ein sagenhaft treffsicheres Sommerpop-Album.

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Prudence Rees-Lee - Court Music From The Planet Of Love

Ich würde mich ja gerne etwas mehr mit aktueller Gitarrenmusik von Savages, Deerhunter oder Mikal Cronin beschäftigen, aber momentan hält mich Prudence Rees-Lee partout davon ab. Irgendwo gibt's auf ihrem Album auch mal ne GItarre zu hören, jedoch bedeutend weniger als das Cembalo, das ihrem Folk-Pop den besonders barocken Touch verleiht. Mit gelegentlich angeproggtem Schlagzeug und moderner polierten Synthesizern kommt Court Music From The Planet Of Love weniger 60s-verhaftet als wie pure Märchenwaldmusik daher, Rees-Lees verhauchter Gesang komplementiert bestens die etwas dicker aufgetragenen, aber bemessen produzierten Arrangements zu Melodien, die schnurstracks ins Traumland tragen.

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Quadron - Hey Love

Quadrons großartiges Debüt hab ich glaub ich erst vor zwei Jahren mit reichlich Verspätung entdeckt, doch nicht nur wegen der vermehrten Bekanntheit von Produzent Robin Hannibal mit Rhye dürfte der Nachfolger nicht so leicht ignoriert werden. Die erste Single daraus versprüht schon eben jene Pop-Eleganz, die das dänische Duo so auszeichnet und kann eigentlich nur mit einem ebenso grazil-warmen Video untermalt werden.

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Secret Circuit - Tactile Galactics

Immer lustig, wenn auch als Koinzidenz relativ nichtssagend, wie einem ein musikalischer Mikrokosmos auf einmal in mehreren Facetten mehrfach begegnen kann. Unlängst verkündete die Shoegaze-Band Medicine noch ihre Reunion, als mir beim Discogs-durchgucken auffiel, dass der Produzent des Paramore-Albums ehemaliger Bassist der Band ist. Ein anderer Ex-Medicine-ler ist wiederum Eddie Ruscha und als Secret Circuit mittlerweile in anderen Gefilden unterwegs, sein Freitag erscheinendes Tactile Galactics ist spaciger Balearic mit ein wenig mehr House-Tiefe als geheimhin üblich, zugleich aber auch einem feinen Gespür für traumhafte Schimmermelodien.

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