Stream: Parenthetical Girls - Privilege

Safe As Houses ist so eines dieser Alben, die ich sofort als ungewürdigte Meisterwerke des letzten Jahrzehnts anführe. Das legt natürlich die Erwartungen hoch an alles, was Parenthetical Girls danach folgen ließen, doch was ich bislang von den fünf Privilege-EPs gehört hab, machte einiges an Hoffnung, dass das nächste Woche erscheinende Album mit den Highlights davon wieder richtig was werden könnte.

[Stream] Parenthetical Girls - Privilege

Ciara - Body Party

Keine Frage, in R&B-Zirkeln ist Ciaras Alleinstellungsmerkmal ihre Physikalität, wenn sie beim Tanzen im Vergleich zu anderen wie eine Hochleistungssportlerin wirkt. Derart hochenergetischer R&B ist derzeit wohl einfach nicht angesagt, doch schien Wake Up No Make Up noch wie ein nicht ganz geglückter Kompromiss, ist ihre zweite Produktion von Mike WiLL Made It in Folge eine Punktlandung im Midtempo. Für Body Party packt sie ihre Körperkraft in diesen einen aufgeregten Stimmsprung im Refrain, der mir nach einmaligem Hören mehrere Tage im Kopf verblieb und sich mit jeder Wiederholung als nicht minder denkwürdig zeigt.

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Stream: Marnie Stern - The Chronicles Of Marnia

Zuletzt war es eher die Gewichtung der Trommelwirbel in Richtung HipHop (und damit wohl ein Vorspiel für Zach Hills Übergang zu Death Grips), die einen merklichen Unterschied bewirkte, Marnie Stern selbst schien mit ihrer bisherigen Schiene an einem Punkt angelangt, wo sie sich in Zukunft noch hätte wiederholen können. Erfreulicherweise ist so ein neuer Drummer nicht die größte Veränderung auf dem nächste Woche erscheinenden The Chronicles Of Marnia, Sterns ganze Herangehensweise wirkt instrospektiver und stärker auf Texturen statt Leadriffs ausgerichtet, erinnert in ihrer Komposition und Struktur oft sogar ein Stück an Zappelbeat-Elektronik der Gegenwart - ob sich da wohl mal wer an ein Cover wagt?

[Stream] Marnie Stern - The Chronicles Of Marnia

Factory Floor (& Peter Gordon) - Beachcombing / Fall Back

Es überrascht wenig, dass die Zusammenarbeit von Factory Floor (d.h. hier v.a. Nik Void) und Peter Gordon vom Love Of Live Orchestra auf dem Label von Optimo erscheint, ist das krautig-elektronisch voranzirkelnde Beachcombing doch wie einer jener okskuren Kleinschätze, den das Duo früher auf so vielen seiner Mixe einem breitereren Publikum näherbrachte. Fall Back, die andere FF-Single des Frühjahrs, kommt weitaus wuchtiger daher. Zickzack-Sounds schnappen, raunen, klatschen und laserfeuern in Beinahekollisionen überm industriellen Discotechno des Trios, dessen Debüt-Album ebenfalls auf DFA erscheinen und daher wohl eher in Richtung dieses kühlen Stücks veranlagt sein wird.

[Stream] Factory Floor - Beachcombing
[Stream] Factory Floor - Fall Back