Video: Plug - Body Story



Was für ein feines, mit seinem Erscheinen erst Ende des letzten Jahres leider sträflich übersehenes Album das Debüt von Plug ist, hab ich ja schon hier und da ausgeführt. Wenigstens auf der anderen Seite des Atlantiks scheint es damit anders auszusehen, auf Stereogum ist gestern das in nicht unpassendes Weiß getauchte Video zu Body Story erschienen .

[Video] Plug - Body Story

Japanther Kommen

Spätestens nach dem nächsten Regenschauer sollen hier auch die letzten Schneereste weggetaut sein, keine Gründe mehr also, dass das neue Konzertsaison nicht mal in Gang kommen sollte. Den warmen Anfang wird das gutlaunige New Yorker Duo Japanther machen, das mit seinem sonnigen Rumpelsound (den sich bekanntermaßen Wavves eifrig abgepaust hat) die nächsten Wochen Europa betourt.

15.01.2011 Aetherblissment, Köln
17.01.2011 Rote Flora, Hamburg
21.01.2011 West Germany, Berlin
23.01.2011 B72, Wien
24.01.2011 HSG 10, Graz

Video: Deerhoof - Super Duper Rescue Heads!



Mit C'Moon beendeten Deerhoof gestern in Frankreich ihre wochenlange, weltweite Albumpremiere des am 28.01. erscheinenden Deerhoof Vs. Evil. Wer will, kann sich also nun über die Links auf der Bandwebseite (oder ganz unglobal direkt bei Soundcloud) schon alle vor Ideen nur so strotzenden Songs einzeln anhören, oder im Fall des wuchtig-trommelig/blubberig-süßen Super Duper Rescue Heads! auch ansehen.

[Video] Deerhoof - Super Duper Rescue Heads!

Stream: Anna Calvi - Anna Calvi

Nicht immer leicht, bloß anhand einer Single auszumachen, woran man bei einer Künstlerin ist. Besonders weil Jezebel ein, zugegeben außergewöhnlich feurig aufgespieltes, Cover war, die B-Seite Moulinette hingegen mehr darauf hindeutete, dass Anna Calvi ähnlich atmosphärische und evokative Musik wie vor drei Jahren Nicole Atkins auf Neptune City bieten könnte. Die Frage lässt sich dafür nun umso leichter klären, bevor Freitag das Debütalbum von Anna Calvi erscheint lässt es sich vorab in ganzer Länge anhören:

[Stream] Anna Calvi - Anna Calvi

Eat Skulls Küchenklappereien

Die beiden Bands beim letzten meiner Konzertbesuche 2010 hätten kaum unterschiedlicher sein können: Auf der einen Seite die wohlorganisierten Munch Munch, die großen Wert auf einen wohl abgestimmten Sound legten; auf der anderen die nicht sonderlich nüchternen Eat Skull, deren Equipment jede Sekunde auseinanderzufallen drohte und deren Perkussivsektion aus einem ausgebeulten Blech bestand, auf dem Rasseln und Schellen rappelten wenn ihre Unterfläche mit Schlägen malträtiert wurde. Das Große an diesem kaputten Haufen ist aber nunmal, dass inmitten dieses bald auch vor die Bühne taumelnden Chaos goldige Melodien lauern, die die Neukalifornier wenige Tage darauf beim Gastspiel in einer Wiener Küche zum Besten gaben.

Eat Skull: They Shoot Music - Don't They

Glasser Bei The Interface

Ihr Album mag mich nicht immer haben packen können, aber ohne Frage hatte Glasser auf Ring einen der originellsten Soundentwürfe des letzten Jahres zu bieten. Aus verzahnten Perkussionsmustern, ätherischen Gesängen und mal-wirklich-nicht-retro-Synthtönen macht Cameron Mesirow so traumhafte wie unscheinbar komplexe Songs, die ebensogut als abstrakte Klanggebilde funktionieren und im Kopf Bildassoziationen nur so hervorkitzeln, Formen und Farben die einander sanft umwinden. Mit nicht trivialem Aufwand versucht sie, diese delikat abgestimmten Elemente auch live angemessen herüber zu bringen, was ihr dieser herrlichen Session nach zu folgern auch bestens (diese Rufe in Apply!) gelingt, vielleicht sogar besser als im Studio. Da freu ich mich schon umso mehr auf ihre Tour im Februar.

Glasser live on the Interface