Stream: Avey Tare - Down There

Nur jeweils ein Album brauchte es, seitdem wird jedem frischen Furz von Panda Bear gierig entgegengefiebert während Avey Tare, die andere (und wilderen) Stimme von Animal Collective, proportional dazu unterschätzt wird. Dabei fand ich sein Rückwärtsalbum mit Kría Brekkan gar nicht mal so schlecht, auch wenn ich nicht mehr weiß in welcher Richtung. Vor allem aber auch da doch ein paar mehr meiner Animal-Collective-Favoriten seine Signatur tragen als die von Noah Lennox bin ich doch mal sehr gespannt, wie sich sein (etwas überraschend schon diesen Freitag erscheinendes, dachte zuletzt das wär auf Januar verschoben worden) erstes komplett-solo-Werk anlässt:

[Stream] Avey Tare - Down There

Neues Von Soft Circle

Lange Zeit war Soft Circle das Soloprojekt Hisham Bharoochas, der es eindrucksvoll schaffte, neben seinem beschäftigten Perkussionsspiel auch live irgendwie noch Elektronik, Gitarren und Gesang in seine repetitive Post-Boredoms-Beatmusik zu integrieren. Auf dem diesen Freitag erscheinenden Shore Obsessed ist - oder eher sind - Soft Circle zum Duo angewachsen, und klingen entgegen des Titels auf dem Vorabsong Treading Water auch wirklich anders als zuvor, statt ätherischer Synthdronezirkel oder Gitarrenloops steht zweistimmiger Gesang im Vordergrund eines vorantanzenden Songs mit nahezu poppigen Strukturen.

[MP3] Soft Circle - Treading Water

Video: Eat Skull - Don't Leave Me On The Speaker



Da fragte ich mich eben beim Hören von Wild And Inside noch, wann wohl endlich mal wieder Bewegung in Eat Skull kommt, und google da: Zwar steht immer noch nicht fest wann ihr nächstes Album erscheint, zumindest aber wo, bei Woodsist woe bereits der Noisepop-Genies letzte Single erschien. Zu deren herrlich janglender A-Seite Don't Leave Me On The Speaker gibt es nun auch ein Video, in echt zu sehen gibt es die Band auch auf ihrer heute beginnenden Europatour:

06.12.2010 Rhiz, Wien
08.12.2010 Absturz, Leipzig
09.12.2010 Magnet Club, Berlin
16.12.2010 Grüner Jäger, Hamburg

[Video] Eat Skull - Don't Leave Me On The Speaker

Deerhunter Live Bei The Interface

Auch wenn es für mich wohl nie das geniale Doppelpack aus Microcastle und dem experimentell-dekonstruktiven Weird Era Cont. erreichen wird, auch Deerhunters viertes Album ist ein herausragendes geworden, das erneut durch eine gewisse Inkonsistenz besticht. Mit diesen gefasst-klaren Popmomenten wie Memory Boy oder Revival, die nur allzu deutlich aus einem schwummrigen Nebel herausgeschossen kommen, aber eben auch niemals so effektiv wären wenn ihnen nicht z.B. die 5 Minuten Flüstergitarre von Sailing vorausgingen, die wiederum für sich genommen ziemlich verloren wären.

Und obwohl diesmal auch Lockett Pundts Beiträge überdeutlich werden, sind meine beiden Favoriten gen Ende aus Cox' Feder, der sich offenbar wie hier in Helicopter und He Would Have Loved durch Tragödien zu seinen besten Songs inspirieren lässt. Eben diese beiden spielen Deerhunter auch in einer göttlich in Hall und Verzerrung ersaufenden 18-Minuten-Sequenz bei dieser Studiosession:

Deerhunter - Live on The Interface