Wolf Parade Live
Von Uli am 4. September 2010, 08:24
So ziemlich die nervigste Tendenz auf Musikseiten ist in den vergangenen Monaten/Jahren die inflationäre Verwendung von Konzertfotos. Als zusätzlicher Inhalt stören die natürlich wenig und sind leicht ignorierbar, aber leider scheinen sie immer öfter als Ersatz für eine beschreibende Berichterstattung genutzt zu werden, nach dem Motto "Tausend Bilder sagen mehr als ein Wort". Dabei stimmt das natürlich nicht.
Ich war tatsächlich daran interessiert, Eindrücke von den jüngsten US-Konzerten von Wolf Parade zu gewinnen, durch das Ausfallen ihres Köln-Konzertes (WARUUUUM NUR) werd ich sie ja selbst nicht mehr so schnell zu sehen bekommen. Doch wussten die Bilder, die ich da sah, weder die Atmosphäre des Abends (abgesehen von der Farbe der Bühnenbeleuchtung, als ob sich die in den meisten Clubs je ändern würde) wiederzugeben, noch was dort vorne passierte.
Weder die seltsamen Verrenkungen, mit der ein zwischen sitzend und stehen hängender Spencer Krug dauerschwitzend (der Mann hat seinen eigenen Ventilator) die Tasten bedient und seine Worte mit Gestikulieren unterstreicht konnte man sich anhand dieser stillen Bilder vorstellen, noch die ungemeine, nervöse Energie mit der Dan Boeckner seine Gitarre würgt und hin und her schleudert, auch seinen eigenen Körper in stetiger zittriger Bewegung hält und einen umso stärkeren Kontrast zum wohl bemessenen, mit unbeweglichem Halbschlafblick stoisch präzisen Teufelsgetrommel Arlen Thompsons hinter ihm abgibt.
Nein, für sowas muss wohl dieser Tage ein anderes Medium herhalten, muss darauf gehofft werden, dass eine oder gar mehrere Videokameras die beste Rockband der Gegenwart in Aktion einfangen konnten. Genau das ist gestern beim holländischen Into The Great Wide Open-Inselfestival geschehen, und na klar, den kompletten Mitschnitt gibt es bereits in feiner Vollbildqualität bei 3voor12.
Wolf Parade live beim Into The Great Wide Open 03.09.2010
Ach ja, die Tourdaten von Wolf Parade wären an dieser Stelle auch nicht uninteressant:
19.09.2010 Kaserne, Basel
21.09.2010 59:1, München
22.09.2010 Flex, Wien
24.09.2010 Reeperbahn Festival, Hamburg
25.09.2010 Magnet Club, Berlin (Berlin Independent Night)
Ich war tatsächlich daran interessiert, Eindrücke von den jüngsten US-Konzerten von Wolf Parade zu gewinnen, durch das Ausfallen ihres Köln-Konzertes (WARUUUUM NUR) werd ich sie ja selbst nicht mehr so schnell zu sehen bekommen. Doch wussten die Bilder, die ich da sah, weder die Atmosphäre des Abends (abgesehen von der Farbe der Bühnenbeleuchtung, als ob sich die in den meisten Clubs je ändern würde) wiederzugeben, noch was dort vorne passierte.
Weder die seltsamen Verrenkungen, mit der ein zwischen sitzend und stehen hängender Spencer Krug dauerschwitzend (der Mann hat seinen eigenen Ventilator) die Tasten bedient und seine Worte mit Gestikulieren unterstreicht konnte man sich anhand dieser stillen Bilder vorstellen, noch die ungemeine, nervöse Energie mit der Dan Boeckner seine Gitarre würgt und hin und her schleudert, auch seinen eigenen Körper in stetiger zittriger Bewegung hält und einen umso stärkeren Kontrast zum wohl bemessenen, mit unbeweglichem Halbschlafblick stoisch präzisen Teufelsgetrommel Arlen Thompsons hinter ihm abgibt.
Nein, für sowas muss wohl dieser Tage ein anderes Medium herhalten, muss darauf gehofft werden, dass eine oder gar mehrere Videokameras die beste Rockband der Gegenwart in Aktion einfangen konnten. Genau das ist gestern beim holländischen Into The Great Wide Open-Inselfestival geschehen, und na klar, den kompletten Mitschnitt gibt es bereits in feiner Vollbildqualität bei 3voor12.
Wolf Parade live beim Into The Great Wide Open 03.09.2010
Ach ja, die Tourdaten von Wolf Parade wären an dieser Stelle auch nicht uninteressant:
19.09.2010 Kaserne, Basel
21.09.2010 59:1, München
22.09.2010 Flex, Wien
24.09.2010 Reeperbahn Festival, Hamburg
25.09.2010 Magnet Club, Berlin (Berlin Independent Night)





