Janelle Monáes KCRW-Konzert

Die Veröffentlichung von Janelle Monáes herausragendem Debütalbum The ArchAndroid wurde nun ärgerlicherweise doch bis zum 23.07. verschoben, vermutlich damit ein paar müde Medien hierzulande noch Gelegenheit haben, nachzuziehen. Bis dahin gibt es aber ihren Auftritt für KCRWs Morning Becomes Eclectic zu sehen, der anders als sonst keine normale Studio-Session ist, sondern gleich ein dreiviertelstündiges Mini-Konzert vor Publikum. Zwar auf engem Raum, dennoch bleibt Monáe und ihrer Band genug Platz für reichlich Showeinlagen und um die Songs mit Liveenergie zu entfalten.

Morning Becomes Eclectic: Janelle Monáe

Stream: School Of Seven Bells - Disconnect From Desire

Schon das Debüt von School Of Seven Bells fiel überaus herrlich aus, mit außergewöhnlichen, aber eingängigen Gesangsarrangements schwangen sich die Deheza-Schwestern mit den Gitarrenschlenkern Benjamin Curtis' zu ersten musikalischen Höhenflügen auf. Die Erwartungen an den am 09.07. anstehenden Nachfolger sind demnach auch nicht gerade gering, aber es deutete sich schon vorab an, dass das Trio diesmal noch auf einer ganz anderen Ebene angelangt sein könnte. Ein genauerer Eindruck des Albums kann jetzt schon gewonnen werden, ab heute ist Disconnect From Desire auf SVIIBs Homepage hörbar:

[Stream] School Of Seven Bells - Disconnect From Desire

Nachtrag: Ganz vergessen, übernächste Woche gibt es im Norden auch die vorerst einzige Gelegenheit, das Trio (diesmal wohl mit echtem Drummer unterwegs) hierzulande live zu sehen:

13.07.2010 Molotow, Hamburg

Neues Von Aeroplane, Chromeo

Und noch ein Duo das keins mehr ist: Noch vor der Veröffentlichungs ihres Debütalbums haben sich Aeroplane getrennt, zum Glück wird Vito De Luca das Projekt weiter führen und auch We Can't Fly soll wie geplant im September erscheinen. Das Titelstück ist bereits als Vorabsingle erschienen und hebt trotz seines Titels in herrlichster Aeroplane-Manier ab, zudem verschenkt De Luca auf Soundcloud einen ganz netten Remix des Welten größeren Paris-Remixes, ebenfalls deutlich hörenswerter ist die Neubearbeitung von Breakbots Baby I'm Yours, die mal wieder gekonnt mit Käse und Kitsch jongliert.

[Stream] Aeroplane - We Can't Fly
[Stream] Breakbot - Baby I'm Yours (Aeroplane Remix)

Auch Chromeo werden so bald nicht in Gefahr geraten, ein biederes "Geschmackvoll"-Märkchen aufgepappt zu bekommen. Ihr schmieriger Electrofunk appropriiert mehr vermeintlich uncoole Retroelemente, als sie in ihrer eigenen Ära je gleichzeitig eingesetzt wurden. Bei beiden Singles ihres ebenfalls im September kommenden Albums Business Casual, dem Powergitarren-Talkboxrefrain-Ritt Night By Night wie dem Falsett-Engantanzer Don't Turn The Lights On, ist diese Überladung aber mit dermaßen guten Songs (und im ersteren Falle Video) gepaart dass sich selbst ein Übersnob nur schwer daran stören kann.

[Stream] Chromeo - Don't Turn The Lights On
[Stream] Chromeo - Night By Night

Stream: ceo - White Magic

Lange rumorte es in der Sincerely-Yours-Gerüchteküche, die Labelgründer von The Tough Alliance hätten sich über die Arbeit an ihrem vierten Album getrennt. Was ziemlich bedauernswert wäre, schließlich hatte ich die euphorisierenden Hool-Popper gerade erst Anfang letzten Jahres für mich entdeckt. Doch Anfang Mai gab es die Bestätigung der Befürchtung, und zugleich einen Hoffnungsstrahl: Als ceo greift die eine Hälfte des Duos alte musikalische wie thematische Fäden wieder auf, seit gestern kann sein Debüt White Magic bei Sincerely Yours bestellt und bei Klicktrack angehört werden:

[Stream] ceo - White Magic

Video: Street Chant - Yr Philosophy



Der amerikanische Jungspund-Indierock mag sich in einem Wettschlurfen um die verhaltenste, zugekiffteste Strandplatte befinden, aber falls in neuseeländischen Kellerclubs Joints rumgereicht werden gehen diese eher aufpeitschend nach hinten los. Noch mehr als auf ihrer ersten Single schwingen Street Chant die Saiteninstrumente wie Schwerter und brettern in voller Fahrt in gerade mal zwei Minuten durch Yr Philosophy dass es ein wahrer - und im Video freakiger - Genuss ist.

[Video] Street Chant - Yr Philosophy

The Fiery Furnaces Live

Im Jahre ihres zehnten Bandjubiläums zeigen The Fiery Furnaces keinerlei Ermüdungserscheinungen, bereits ihre dritte Tour 2010 haben die Friedbergers am Wochenende mit drei New-York-Auftritten abgeschlossen. Den letzten davon hat verlässlich NYCTaper mitgeschnitten, und mit irrsinnigen 31 Songs in 70 Minuten (inklusive Chris Michaels) ist eigentlich klar, dass es sich hier mal wieder um ein Medley-mäßiges Programm handelt. Die Hälfte der Stücke in tastenfreier Rockquartett-Besetzung wird auf knappe 90 Sekunden zusammengestaucht, komplett zu hören gibt es aber zwei neue Nummern und einen extrem raren Aussetzer Eleanors.

The Fiery Furnaces live in New York 26.10.2010