Video: Sunset Rubdown - Coming To At Dawn



In bester Tradition ist der (erste?) dieswöchige Wolf-Parade-bezogene Content nicht etwa ein wohl getimeter Clip zum nächstwöchigen Album, sondern zur letztjährigen 7"-Single die quasi das Debüt von Spencer Krugs neuem Soloprojekt darstellte (und Anfang dieses Jahres mit der Moonface-EP fortgesetzt wurde). Würdigenswert ist Coming To At Dawn aber sicher, denn das im Moonface-Traumforum von Krug verlinkte Animationsvideo einer russischen Hörerin ist mit viel Detailliebe handgezeichnet, mal was anderes als die mittlerweile übliche Fanvideo-Kost von Handykamera-Naturaufnahmen oder faulen "Remixen" alter Filmszenen die durch einen Effektfilter gejagt wurden.

[Video] Sunset Rubdown - Coming To At Dawn

Eine Interface-Session Von The Hundred In The Hands

Der Debütsingle Dressed In Dresden ließen The Hundred In The Hands jüngst die etwas subtilere und atmosphärischere, aber locker ebenso fabelhafte EP This Desert folgen. Mit den Songs darauf ist das Duo die kommenden Wochen wie's aussieht leider nur in seiner momentanen Heimat Großbritannien unterwegs, zumindest einen gewissen Eindruck der weniger delikaten Liveumsetzung liefert aber die Aufzeichnung dieser Interface-Session, inklusive zweier bislang unveröffentlichter Songs die sich vermutlich auf ihrem kommenden Debütalbum finden werden:

The Hundred In The Hands - Live On The Interface

Video: Sambassadeur - I Can Try



Ich hatte es mir ja schon gedacht, und nun hat es sich wieder gezeigt: Sambassadeur brauchen einfach ein bisschen. Dabei ist ihre süßlich-verschlafene Inkarnation von glitzerndem und streicherndem Schweden-Indiepop weder sonderlich komplex noch so aufgenommen, dass sich bei mehrmaligem Hören irgendwelche vervorgenen Tiefen offenbaren würden. Aber diese Band schafft es irgendwie verlässlich, Alben zu machen, auf die ich ziemlich genau 3 Monate nach dem ersten Hören mit einem Mal ungeheure Lust bekomme die nicht mehr so schnell wieder weg geht. Ihr drittes Werk European hat diesen Punkt mittlerweile auch erreicht, zur neuen Single davon (die es auch umsonst von Labrador zum Download gibt) gibt es nun ein Video das nicht mit hübschen Landschaftsaufnahmen geizt. [via]

[Video] Sambassadeur - I Can Try
[MP3] Sambassadeur - I Can Try

Stream: Wolf Parade - Expo 86

Seit At Mount Zoomer sind jeweils eine Langspielplatte von Handsome Furs und Sunset Rubdown ins (nicht nur kanadische) Land gegangen, außerdem hat Spencer Krug u.a. noch die letztjährige Swan Lake und seine großartige Marimba-EP von Anfang dieses Jahres auf sein musikalisches Habenskonto gutgeschrieben. In zwei Wochen steht mit Expo 86 nun das dritte gemeinsame Album der Rockmacht Wolf Parade an, nach den Liveauftritten im Mai kann davon ein erster Eindruck jetzt auch via Stream gesammelt werden:

[Stream] Wolf Parade - Expo 86

Neues Von diskJokke

Nachdem Lindstrøm & Christabelle schon im Januar einen grandioses Start hinlegten, sollte nun erneut das Ohr in Richtung Norwegen und des Smalltown-Supersound-Labels gerichtet werden. Dort schickt sich am 16.07. Joakim Dybdahl alias diskJokke an, sein zweites Album En Fin Tid zu veröffentlichen, und nach allem was es davon bis jetzt zu hören gibt dürfte Skandinavien damit mal wieder das große Sommeralbum des Jahres liefern. Das offizielle Vorabstück 1987 ist darunter noch das schwächste, aber das scheint eh eine zunehmend populäre Labelpolitik für erste Eindrücke zu sein, die bereits letztjährige Single Rosenrød und das Eröffnungsstück Reset And Begin versprechen aber Stern- und Strandstunden der Krautpopdisco.

[MP3] diskJokke - 1987
[Stream] diskJokke - Rosenrød
[Stream] diskJokke - Reset And Begin

The Hold Steady Ohne Publikum

Am Dienstag waren The Hold Steady live in Aktion zu sehen, und was soll ich sagen, es war mal wieder ein echter Glücklichmacher. Weiter hinten im Saal, wo ich zu Beginn war, hab ich es nicht lange auszuhalten, denn bei dieser Band, die einem so die Hand (in Worten und physischen Gesten) entgegenreicht, will man einfach nah dran sein um zurückgreifen zu können. Eine etwas andere Form der Intimität haben die Videos, die auf Pitchfork.tv zu sehen sind, dort spielen The Hold Steady nämlich in einem Club ohne Zuschauer - abgesehen natürlich von der Kamera.

Special Presentation: The Hold Steady