Neues Von These New Puritans

Was längere Stücke angeht sind These New Puritans freilich keine Unbedarften, ihr Modenschau-Soundtrack Navigate, Navigate brachte es schließlich auf ne gute Vierstelstunde Spielzeit. Es ist aber bemerkenswert wenn das 7,5minütige We Want War sich nicht nur ganz weit vorne auf ihrem am 15.01.2010 erscheinenden Album Hidden befindet, sondern sogar die erste Single daraus ist.

Und es klingt als hätte sich das Quartett so entwickelt wie ich mir das nach dem vielversprechenden Debüt und dem so kurzen wie schweißtreibenden Auftritt bei der c/o pop erhofft hatte, mit wuchtigen, in Wellen intensivierenden Beats mutet We Want War wie ein schamanisches Beschwörungsritual an, dank einer ähnlichen klanglichen Schärfe wie Gang Gang Dances Saint Dymphna führt dabei auch der Einsatz von Bläsern und einem Chor nicht zum Chaos. Downloaden kann man die Single bereits, auf Tonträger erscheint sie am 09.01. und nun gibt es auch ein Video dazu, einen weiteren Einblick in Hidden bietet ein Medley das man sich von der Bandhomepage herunterladen kann.

[Video] These New Puritans - We Want War

Video: The Fiery Furnaces - Even In The Rain



Eine oft übersehene Facette der Friedbergers (seltsamerweise, weil sie praktisch in jedem Interview unübersehbar ist) ist ihr oft absurder Humor. Bei Even in The Rain spielen The Fiery Furnaces diesen auch mal im dazugehörigen Video aus, einer alles andere als ernst zu nehmenden (und doch irgendwo akkuraten weil amüsant penibel mit Fußnoten versehenen) Nachstellung der Entstehung von Easy Rider mit Eleanor Friedberger in der Rolle des somit noch langhaarigeren Peter Fonda, Matt als brodelndem Maniac Dennis Hopper und als Gaststar dem britischen Comedian und Daily-Show-Korrespondent John Oliver als Rip Torn(!). Die Gelegenheit für einen Haufen typischer landschaftlicher Motorradfahrten via Bluescreen wird natürlich auch nicht links liegen gelassen.

[Video] The Fiery Furnaces - Even In The Rain

Stream: Leyland Kirby - Sadly, The Future Is No Longer What It Was

Dafür liebe ich den Dezember: Keine große Veröffentlichungshektik, man kann sich genügend Zeit nehmen für die wenig beachteten Platten oder die, die man bislang ganz übersehen hat. Momentan nehm ich mir ein (weiteres) vielgelobtes, ziemlich umfangreiches Werk aus der Ambient/Drone/Experimental-Ecke vor, Leyland Kirbys ursprünglich in drei Doppel-LPs veröffentlichtes Sadly, The Future Is No Longer What It Was umfasst gut 4 Stunden Musik, erinnert stellenweise an die grandiosen Belong und ist nun auch auf vergleichsweise handlichen 3 CDs bzw. als Download zu haben.

So unübersichtlich wie das zuerst anmutet ist das aber gar nicht, die Stücke haben im Schnitt über 10 Minuten Spielzeit und so lassen sich die Hörminuten ganz gut einteilen und die Stücke voneinander unterscheiden. Und im Vergleich zum 6-CD-Set, das der Mann als The Caretaker veröffentlichte, ist das immer noch ein Klacks.

[Stream] Leyland Kirby - Sadly, The Future Is No Longer What It Was

Stream: Real Estate - Real Estate

Die vereinzelten Songs die ich bislang von Real Estate hörte waren zwar ganz nett, hatten mich aber jetzt nicht gerade aus den Socken gehauen. In der Summe ihres selbstbetitelten Debütalbums gefällt mir die Band aus New Jersey aber schnell besser, vielleicht muss ich mich erst mal in die gemütliche Stimmung für ihre spät-Pavementige Lässigkeit hineinhören. Streamen kann man das gerade auf Woodsist erschienene Album entweder (wenn man dort registriert ist) auf Imeem, oder mit dem hier irgendwie kaum zu bemerkenden Zwischenton auf Boomkat:

[Stream] Real Estate - Real Estate