Brighten The Cornaaaaaaaaz

Ja! Ja! Ja! Matador (bzw. Domino) bleibt dem 2-Jahres-Rhythmus treu und veröffentlicht 2008 die nächste Pavement-Edeledition. Und wie es zu erhoffen war ist Brighten The Corners: Nicene Creedence Ed. mit jeder Menge nicht so leicht zu bekommender Extras versehen, u.a. der BBC-Session mit dem göttlichen Killing Moon-Cover, einer Peel-Session von '97, den Space Ghost-Songs die ich letztens erst hier verlinkt hatte und insgesamt beinahe nem Dutzend unveröffentlichter Live- und Studio-Songs. Das wird was.

T-I-R-E-D


Pixies - I've Been Tired (live)

Einer meiner Lieblingssongs der Pixies, eigentlich wegen des verspielten Dialogs und weil Frank Blacks Stimme in den Strophen so aufgeregt voranspringt, aber diese Liveversion stellt noch einen anderen Aspekt heraus der so auf Platte nicht vorzufinden ist und droht alles andere zu verdrängen. Ich möchte jetzt nicht komplett verraten was genau diesen Clip so toll macht, aber ZOMG DER REFRAIN! Das muss doch weh tun!

Bring On The Sequel

"In this case, we've all heard a record and suddenly — just because it has memories linked to it — we can't help but recall the events, no matter how painful they may be. The wrong record playing at the wrong time can just destroy us, and anyone who listens to music regularly has records they avoid due to the connotations, at least for a while. In “Phonogram's” language, that record acts as a curse on you — it's forcing an action which you can't resist."
Phonogram 2 steht vor der Tür, yay!

Munch Munch bei They Shoot Music Don't They

Dass Munch Munchs Musik zu einem großen Teil aus perkussiven Instrumenten besteht hat den Vorteil dass sie sich auch ohne Verstärker rekreieren lässt, zudem erlaubt es eine gewisse Flexibilität wie man in den Videos von They Shoot Music Don't They sieht. Die zeigen das britische Quartett auf dem Dach des Wiener Fluc, bei den beschäftigt ineinander spielenden Rhythmen bedient man sich dann auch gerne der dortigen Metallbauten als Schlagzeug.

Munch Munch bei They Shoot Music Don't They

Blank Dogs - On Two Sides


Auch wenn die Person die hinter dem Künstlernamen Blank Dogs steckt kein elaboriertes Versteckspiel um ihre Identität führt ist es bezeichnend dass auf dem Cover von On Two Sides eine verhüllte Gestalt abgebildet ist. Denn diese Musik spielt mit ihrer eigenen Hörbarkeit, sie verhüllt sich, versteckt sich, will nie klar erkennbar sein. Von verrauschten Aufnahmen erklingt eine immer wieder neu verzerrte Stimme. Je länger man versucht alle Worte in diesem umherschwirrenden unmenschlichen Gesang auszumachen um so mehr verliert man die Orientierung, die punkigen Gitarren, schwindelerregenden Geistersynths und elektronischen Drums haben zu wenig Bodenhaftung als dass man sich an ihnen festhalten könnte.

Und doch, so abschreckend sie zunächst wirken mögen gehören die Songs von Blank Dogs' erstem Album zu den schönsten abgefuckten Popnummern die man derzeit finden kann. Seit letztem Jahr bringt die wahrscheinliche Ein-Mann-Band mit bemerkenswerter Rastlosigkeit EP um Single um EP heraus deren bisheriger Höhepunkt die letztjährige Diana (The Herald) war, da ist es umso erstaunlicher dass On Two Sides mit komplett neuem Material die Weiterentwicklung noch fortführt. Songs wie The Crystal Ladies oder das Eröffnungsstück Ants demonstrieren bestens Blank Dogs' Fähigkeit einfache, mitreißende Melodien genau so weit mit außerweltlichen Klängen zu verflechten dass sie selber eine befremdliche, geisterhafte Qualität erhalten, gleichzeitig aber noch so erkennbar bleiben dass sie sich infam ins Gedächtnis des Hörers einspielen und dort fortan herumspuken.

Nicht nur in der Präsentation der Melodien, auch in Details wie dem feiner ausgeklügelten Zwischenspiel der überlagerten Gitarren oder den zwar rastlosen aber manchmal leicht variierten Drums ist On Two Sides dem meisten bisherigen BD-Material selbstsicher einen Schritt voraus. Auch ist wo nötig die Trennung distinktiver Klänge klarer geworden, atmosphärische Störgeräusche im Hintergrund wie das stetig abebbende, Dampflok-ähnlich ratternde Rauschen in Epic Moves werden so noch effektiver. Auch bleibt es auf Albumlänge abwechslungsreich: auf den Hintergrund von Pieces kann man sich kaum konzentrieren, mit seinen harschen Punkakkorden ist es in der Albummitte glaub ich das rockigste BD-Stück; direkt darauf folgt das kontrastreich sanft dahingleitende Epic Moves mit seiner trillernden Melodie die sich weit ausbreitet. Ein letztes Highlight gibt es auch ganz zum Schluss, Three Window Room hält sein schrilles Gitarrenheulen zurück, lässt es erst im zweiten Refrainansatz durchbrechen was die bis dahin vorherrschende süße Melancholie umso schmerzvoller unterstreicht.

[Stream] Blank Dogs - On Two Sides

Stream: TV On The Radio - Dear Science

Und direkt schon wieder TV On The Radio, das wird ja langsam zur Gewohnheit hier. War aber zu erwarten dass es heute wieder was zu berichten gibt, schließlich erscheint heute Dear Science. Wer jetzt schon mal auskundschaften will ob der Rest der Platte hält was die beiden vorab zu hörenden Songs Golden Age und Dancing Choose versprachen kann sich das neue Album der New Yorker nun in voller Länge anhören:

[Stream] TV On The Radio - Dear Science