Von Uli am 21. Januar 2006, 11:32
Einer meiner absoluten Lieblingregisseure der Gegenwart ist der Japaner
Takashi Miike. Wohl am bekanntesten ist er für seine kontroversen Werke wie
Ichi the Killer,
Audition oder
Visitor Q, die in seiner bisher produktivsten Phase um die Jahrtausendwende entstanden (27 Filme von 1999 bis 2002). In letzter Zeit hat er sich etwas mehr auf kommerziell erfolgreiche Werke verlegt, die dann leider auch nicht mehr so gut waren, wie der für seine Verhältnisse harmlose Horrorstreifen
One Missed Call oder den Superheldenfilm
Zebraman, sein Output sank in der gleichen Zeit auf "nur" 3-4 Filme pro Jahr.
Jetzt legt er anscheinend wieder los, sowohl qualitativ als auch quantitativ. Nachdem sein Märchenfilm
The Great Yokai War bereits ein großer Erfolg war und bald auf DVD veröffentlicht wird (
englischer Trailer hier), sollte jetzt sein neues Werk als Folge der US-Reihe Masters of Horror dort im TV premieren. Aber anscheinend war dem Sender Showtime Miikes Auffassung von Horror zu abstoßend, weswegen
die Ausstrahlung abgesetzt wurde.
Imprint, so der Titel, soll jetzt in voller Länge auf diversen Festivals gezeigt und später mit den anderen Folgen der Serie auf DVD veröffentlicht werden.
Außerdem in Kürze:
Das Gefängnisdrama
Big Bang Love, Juvenile A, das anscheinend in einem Gefängnis ohne Gefängniszellen spielt (siehe Foto), und die Manga-Verfilmung
Waru: Final mit Miikes Stammschauspieler
Sho Aikawa. Außerdem machen Gerüchte von einem zweiten
Ultraman-FIlm und einem europäisch produzierten Drama namens
Shark Fin Soup als nächste Miike Projekte die Runde.