Filme gratis downloaden

cooooffffeeeee

Nein ich hab das hier nicht plötzlich zu einem Spamblog gemacht. Publicdomaintorrents nennt sich eine Seite die Filme, deren Rechte an die Allgemeinheit übergegangen sind und die man somit erlaubt beliebig laden und weiter vervielfältigen darf. Die Filme gibt's in einem guten Dutzend verschiedener Qualitäten, u.a. auch für iPods und PDAs zum unterwegs gucken.
Was ist hier im Angebot? Nun, neben Buster Keaton-Kurzfilmen und klassischen Trickfilmserien wie Tom & Jerry und Betty Boop hauptsächlich grausig schlechte alte Sci-Fi und Horror-Streifen wie sie zuhauf in MST3K brilliant zerissen werden.

Darunter sind u.a. gleich 4 sensationell schlechte Herkules-Filme aus den 60ern, das deutsche SciFi-Debakel Der schweigende Stern, The Beast of Yucca Flats, momentan der dreizehntschlechteste Film der Welt laut imdb , und Roger Cormans Attack of the Giant Leeches, der einzige Horrorfilm in dem alle 5 Minuten eine Tasse Kaffee konsumiert wird. Und das sind allein die Machwerke aus dem ersten Drittel der schon recht langen Liste die ich kenne.

Für Liebhaber schlechter und alter Filme eine absolute Offenbarung.

Du bist Deutschland und die (Ohn?)Macht der Blogs

Was nicht heißt, dass die Kampagne nicht fragwürdig ist, in der Art der (nationalen) Ansprache und ihrer Top-Down-Massenkommunikation. Warum nutzt die Kampagne z.B. selbst keine Blogs? Andreas Fischer-Appelt erklärte dazu, dass der Einsatz von Blogs für die Kampagne unmöglich sei. Denn die Gefahr inhaltlicher Entgleisungen wäre bei dem Thema mit nationalen Anklängen zu groß. Die Kampagne kontrolliere auch alle Aussagen, die Besucher der Kampagnen-Webseite zusammen mit einem Foto posten können. Die nationale Ausrichtung führt bei “Du bist Deutschland” also zu rigider Inhaltskontrolle und zu der absurden Situation, dass eine Muntermacher-Kampagne top-down und ohne echte Beteiligungsmöglichkeiten des Publikums stattfindet.

Großartiger Artikel auf Lobbycontrol über die Art wie die Du bist Deutschland-Kampagne PR-mäßig mit den Blogs umging ohne auf sie überhaupt erst einzugehen.

via Der Spindoktor

Hmm lecker Hähnchen.. Moment mal!

Sieht lecker aus, isses aber nich

Obiges ist nur eines der 10 merkwürdigsten USB-Drives auf fosfor gadgets.


via Slashdot

My 31 favourite Records in 2005, Part 10

Platz 22
Akron/Family: Akron/Family

Dieses Album sollte nicht so gut sein wie es ist. Das hört sich jetzt etwas kompliziert an, aber anders kann ich Akron/Family nicht beschreiben.
Zunächst erscheinen Akron/Family wie eine vieler guten, aber nicht aus der Masse herausragender LoFi-Bands. Schön wenn man so was mag, aber wer etwas Besonderes sucht ist besser woanders aufgehoben. Zuerst.

Aber hier lohnt sich das Warten. Geradezu exemplarisch dafür ist das vierte Stück Italy. Über 8 Minuten vervielfacht sich hier praktisch alles. Es beginnt mit Gitarre, leichtem Piano und ganz behutsamen Drums. Michael Gira singt dazu so sachte und zerbrechlich, dass seine größten stimmlichen Ausbrüche sind wenn er Luft holt. Um die Mitte herum setzt dann ein feierlicher Chor im Hintergrund ein, und nach einer abrupten Unterbrechung werden dann plötzlich alle vorherigen Instrumente, inklusive der Stimme, mit dreifacher Stärke angeschlagen. Hier kristallisiert sich dann der Refrain raus, ein von erdigem Glockenspiel getragenes "I'm ready", und man wünscht sich dass sich diese herrliche Explosion nicht nur eine, sondern nochmal 8 Minuten länger hinziehen würde.
Wie dieses sind auch die anderen Stücke nach ein paar Hördurchläufen unvergessliche Ohrwürmer. Wenn man sich die Zeit nimmt hinzuhören.

Website: www.akronfamily.com
Bester Track: Italy

My 31 favourite Records in 2005, Part 9

Platz 23
Fiery Furnaces: EP

Letztes Jahr war Blueberry Boat wohl das ungewöhnlichste meiner Lieblingsalben des Jahres. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an Rehearsing My Choir, das kürzlich erschienene Album der Fiery Furnaces. Die wurden dann allerdings gehörig enttäuscht, das Territorium zwischen Pop und Krach, in dem die Geschwister Friedberger sich in den letzten 2 Jahren so geschickt bewegten, wurde diesmal verlassen und das Album konnte in seiner eingeschränkten Konzeptualität nichts Interessantes bewegen.

Dann fiel mir aber ein dass ich doch Anfang des Jahres bereits ein Fiery Furnaces Quasi-Album erstanden hatte. EP ist nämlich nicht nur eine Ep sondern versammelt ältere Stücke in überarbeiteter Form, u.a. Single Again und das wunderbar sommerliche Tropical-IceLand, und B-Seiten zu einem vollwertigen Longplayer. Wenn man wollte könnte man ihn leicht in zwei Hälften einteilen, die erste enthält neben den bereits erwähnten Stücke das beschwingte Here Comes The Summer, Evergreen und das bezaubernde Sing For Me.
Duffer St. George unterbricht diese (relative) Harmonie mit einem wilden Klavierstakkato und leitet die zweite Hälfte ein, auf der viel öfter das von den Furnaces gewohnte Gestampfe und Gefiepe in den ohnehin schon schrägen Folkrock eindringt, außerdem singen die Friedbergers viel mehr zusammen oder abwechselnd anstatt wie auf der ersten Hälfte alleine.
Bleibt zu hoffen dass die Furnaces wieder zu der Form wie sie hier auf beiden Hälften gezeigt wird zurückfinden.

Website: www.thefieryfurnaces.com
Bester Track: Sing For Me

Die Welt im Go! Team-Fieber

Thunder Lightning Strike

Vor einer Woche hier und da, heute bei .txt und sogar Down Under bei Poison to the Mind. Und das Beste: hier gibt's einen Live-Stream vom Konzert vor ein paar Monaten in Melbourne. Muss ne tolle Stimmung gewesen sein da.

My 31 favourite Records in 2005, Part 8

Platz 24
Blood On The Wall: Awesomer

Es ist schwer, dieses Album zubeschreiben ohne Vergleiche zu diesen Indierocklegenden zu ziehen, denn alle hört man sie an der einen und anderen Stelle bei Blood On The Wall heraus.
Tatsächlich dachte ich zuerst, als ich Songs von diesem Album hörte, es handele sich um ein Kollaborationsprojekt von Sonic Youth. Can you hear me hat einen Kim Gordon-esken verrauchten Gesang, darunter rumpelt der Bass und das Schlagzeug treibt den Song so schnell voran dass er, wie die meisten anderen auch, in unter 3 Minuten vorbei ist.
You are a Mess hat diesen fröhlichen, leichten Trott und dazu leicht überschwänglich verrückten Gesang wie man ihn gut von den frühen Pavement-Platten kennt. Und wenn die Gitarre bei Heat from the Day einsetzt, hat man den Verdacht, dass die Band sich das Instrument direkt von den Pixies geklaut hat.

Aber hier wird mehr gemacht als nur referenziert. Die meisten Stücke, darunter die absoluten Highlights Reunited on Ice, Gone und Mary Susan, sind nämlich etwas völlig Eigenes. Auch über die restliche Dauer des Albums hinweg hauen Blood On The Wall einen Kracher nach dem anderen raus und lassen einen hoffen, dass die jüngsten Reunions alter Recken wie eben die Pixies, Dinosaur Jr. oder The Wedding Present im letzten Jahr vielleicht jetzt ein Revival des krachigen und unhippen Indierocks eingeläutet haben.
Wenn dies der Fall sein sollte ist die Messlatte allerdings hoch gesetzt, denn hiermit sei es gesagt: Blood on the Wall waren zuerst da.

Website: www.thesocialregistry.com
Bester Track: Reunited On Ice

My 31 favourite Records in 2005, Part 7

Platz 25
Boxhamsters: Demut & Elite

Perfektion ist langweilig.
Lange ist mir das nicht mehr so bewusst geworden wie beim Hören dieser Platte. Wie hier im Opener "Beende deine Jugend" der Text sich keifend keinem Versmaß unterwirft. Wie man beim furiosen Getrommel in Winnetou IV und "Eishai, den beiden schnellsten Stücken, kleine Unterschiede von Takt zu Takt erkennt. Wie ein Text (Winnetou IV, "Ich hab zu lange zugeschaut wie Hiphop unsre Welt versaut") im Verhältnis zum Rest der Platte doch recht blöde daherkommt.

All das ist sicher nicht Virtuosenhandwerk, aber es hat einfach einen ziemlichen Charme und ändert dabei nichts daran, dass den Boxhamsters hier einfach eine tolle, ehrliche Punk-Popplatte (haha, das Wort kann man auf zwei Arten lesen) gelungen ist. Ganz große Renner sind das Eröffnungsstück Beende deine Jugend und Theaterbraut, bei dem man zum ersten Mal auf der Platte merkt wie harmonisch die Boxhamsters überhaupt sein können.
Das direkt darauf folgende Amanita, eine über 8 Minuten (!) lange Ballade (!!), ist einfach feinster Pop. Wenn man zu den Leuten zählt, die gerne Popsongs hören, die anfangen mit Sätzen wie "Ausgebombt und angekotzt und nix zu fressen in der Pfanne, Eltern und der Führer tot - da winkte ihm die Marianne". Ich jedenfalls zähle definitiv dazu.

Website: www.boxhamsters.net
Bester Track: Amanita