Video: The Pipettes - ABC



Achtung: der folgende Text hat nichts mit den Pipettes oder dem Video direkt zu tun.

Es ist so eine Sache mit den Beinahe-Monopolen. Youtube ist mittlerweile zur ersten Anlaufstelle geworden wenn man Musikvideos sucht. Zwar zu Recht aufgrund des vielen Materials das es dort gibt, allerdings hat sich am größten Problem seit Ewigkeiten nichts geändert: die Videoqualität wird einfach nicht besser. In der letzten Zeit bin ich über mehrere Videos gestolpert die derart fuchtbar verpixelt waren dass die Details völlig verwuschen, da mochte ich einfach keine Empfehlung mehr für aussprechen und solch technologischen Stillstand unterstützen.

Es gibt nun viele andere Videoanbieter, die in Sachen Features Youtube selten nachstehen und bei der Videoqualität wird Youtube von nahezu allen übertroffen (selbst von fucking Myspace!), vor allem ist Youtube mittlerweile so ätzend lahm ab der Mittagszeit dass ich kaum noch Videos direkt ansehen kann, man muss teilweise ne halbe Stunde warten bis erstmal alle Daten geladen sind. Da macht man sich doch gerne auf die Suche nach Alternativen, und eine davon hat die französische Niederlassung des Indielabelverbundes Cooperative Music zu nutzen begonnen.

Auf Dailymotion werden seit knapp einem Monat stetig neue Videos von u.a. Peter Bjorn & John, The Dears, The Jai Alai Savant, Stars, Au Revoir Simone, The Blood Brothers, The Knife und My Latest Novel online gestellt, in mindestens doppelt so hoher Qualität wie ihre Youtube-Pendants (man beachte die Größe!) und eben auch mit mehr als ordentlicher Ladegeschwindigkeit.

So, und nun zum Eigentlichen: da gibt es auch das Tartakovsky-esk cartoonige neue Video der Pipettes, das ich wie immer mit Entzücken verlinke und das sich bisher noch gar nicht auf Youtube zu befinden scheint:

[Video] The Pipettes - ABC (Dailymotion)

Im April kommen die drei (Pipettes, nicht Buchstaben) auch wieder rübergejettet und tuckern mit dem Van aus dem Video auf Kleintour durch die Großstädte:

14.04.2007 Palladium, Köln (WDR Rocknacht)
24.04.2007 Conne Island, Leipzig
25.04.2007 Grünspan, Hamburg
26.04.2007 Maria, Berlin
27.04.2007 Backstage Werk, München

Deerhoof - Friend Opportunity



Ansage Deerhoof: Das hier geht an alle alten Zyniker die behaupten Musik wäre nur noch ein gleich klingender Brei aus Retroklängen, nur Zitat und Wiederaufbereitung von Vorhergegangenem. Schluss mit dem Gezeter, her mit Friend Opportunity. Trompeten und Pauken, ChooChooChooChooBeepBeep!

Meist ist es für mich ein mittlerer Albtraum zu beschreiben was ich an Deerhoof-Platten so gut finde, aber diesmal ist die Sache recht einfach: Friend Opportunity, die erste Platte seit Deerhoof wieder nur zu dritt sind, ist ein ganz tolles Popalbum geworden - für Deerhoof-Verhältnisse zumindest. Klar, Greg Saunier trommelt selten konventionelle Rhythmen (interessant: die Drums wurden gemeinsam von der Band am Drumcomputer komponiert, danach erst lernte Saunier sie für die Aufnahmen selbst zu spielen) mit einer Geschwindigkeit und Präzision die keinen Menschen hinter diesem Drumkit vermuten lässt, der Gesang, meist von Satomi Matsuzaki, scheinbar zu niedlich leicht für die im Rock verwurzelten Instrumente.

Aber auf Stücken wie +81 und The Perfect Me, inmitten von E-Orgel und Trompeten, oder auf The Galaxist, wo John Dieterich mehr zart harmonisiert als dick zu schrammeln, scheint nichts passender als eine kleine Japanerin die Zeilen wie “Why does power make the crazy boy?” singt oder "If I were a man and you a dog, I'd throw a stick for you" daherrappt. Deerhoof sind zwar keine Popband, aber sie versuchen's hier trotzdem, und das Ergebnis ist die erste Hälfte des Albums.

Die zweite ist das letzte Stück, Look Away, fast beschämt wirkend von der Annäherung die die vorherigen 9 Songs an den Hörer betrieben. Über diese letzten 12 Minuten hin wird jeder bestraft der bis dahin übersehen hatte wie gut ausgedacht Deerhoofs Kompositionen sind, denn da ist der Pop-Appeal plötzlich weg und man muss richtig hinhören was die drei hier für ein tolles Finale aufgefahren haben.

[MP3] Deerhoof - +81
[VIdeo] Deerhoof - The Perfect Me
[Stream] Deerhoof - Friend Opportunity (in zufälliger Reihenfolge, narf)

Stream: Grinderman - Grinderman



"Grinderman, Grinderman, does whatever a grinder can" - wenn ich den Arsch erwische der mir diesen Ohrwurm in den Kopf gesetzt hat, seitdem muss ich beim Namen Grinderman immer an das hier denken. Nun sollte es aber genug Material geben um mir den Kopf davon freizublasen, auf 3voor12 kann man Nick Cave auf neuen (alten?), rockigeren Wegen anhören:

[Stream] Grinderman - Grinderman

Wette gewonnen

Muahaha. Hey M., wenn ich dich an meine Tipps erinnern darf:

7.6, Marc Hogan oder 8.4, Stephen M. Deusner.
Volltreffer! Dafür ist wohl ein Kasten fällig am Wochenende.