Coolrunnings



Auf bislang wenig bekannte Bands zu stoßen ist, da mache man sich nichts vor, die leichteste Sache der Welt, dieser Tage mehr denn je. Nicht viel schwerer ist es, einen guten Song einer bislang wenig bekannten Band zu finden, schließlich hat einer alten Pop-Theorie zufolge jede(r) mindestens ein solches Werk in sich. Überaus selten findet sich aber so etwas wie die Babes Forever-EP von Coolrunnings, die bei aller Schlampigkeit voll toller, leicht verquerer Popnummern steckt und sich noch darüber hinaus aus der momentanen Masse selbstproduzierter Musik abhebt.

Das hat sicher auch damit zu tun, dass Brandon Biondo, neben Forrest Ferguson die eine Hälfte des Kern-Songwriterduos, mal als Schlagzeuger bei den Royal Bangs tätig war und so statt blasser Maschinen-Drums von der Stange unruhige, abwechslungsreiche Rhythmen die kantigen Gitarrenwechselspiele und farbenfrohe Elektronik darüber mit lustvoller Bestimmtheit antreiben. Aber nicht nur in flotten Nummern wie dem Titelstück, auch im geradlinigen Psych-Pop von Better Things und dem angemessendst funkelnden When I Got High With You zeigt die live bis zum Septett (inklusive à la Bosstones dauertanzendem Hypeman (im Tropenhut!) !) anwachsende Band synthmelodische Sommerhighlights.

Babes Forever gibt es ebenso umsonst auf Bandcamp zum Download wie die Nachfolge-EP Buffalo und einzelne Cover und Originale, aber die ungestüme Klasse dieser EP erreichen diese (noch) nicht:

Coolrunnings - Babes Forever EP