Stream: Chromatics - Kill For Love

Nachdem dieses Jahr die schwedischen Perfektionistenduos Studio und Air France das Handtuch warfen, durfte man schon bange werden, ob der nicht minder notorisch langsame Johnny Jewel jemals das nächste Chromatics-Album (und die nächste Glass Candy, und After Dark 2 ...) fertig stellen würde. Nun, diese Woche hatte das Warten ein glückliches Ende und auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob die ganzen 78 Minuten nicht ein bisschen viel sind, rechtfertigt allein schon das grandiose erste Drittel den CD-Erwerb von Kill For Love - erst recht für nicht mal 10€ inklusive Versandkosten.

[Stream] Chromatics - Kill For Love

Ich, Anderswo (X)

Zur nächsten Mitternacht wird der 214. Auf den zweiten Blick-Eintrag online gehen - der erste, der ein Stückchen weniger als 5 Jahre nach dem ersten Download des Songs datiert ist. Hat mich ehrlich auch gewundert, wie problemlos das bisher ablief und mitunter auch fasziniert, wenn vor Monaten fertiggestellte Texte automatisiert erscheinen können. Aber wie schon mal bemerkt, Anfang Juni geht es wieder 1:1 weiter, die Songs bis dahin sind auch schon alle hochgeladen. Außerdem ging's im letzten Quartal, in weniger rückwärtsgerichteter Musikbetrachtung, überraschend elektronikfokussiert zu - aber das wird sich garantiert in nächster Zeit wieder ändern:

Trailer Trash Tracys - Ester
The Big Pink - Future This
John Talabot - Fin
Lindstrøm - Six Cups Of Rebel
The Sound Of Arrows - Voyage / Chairlift - Something
Ital - Hive Mind
Julia Holter - Ekstasis
The Men - Open Your Heart

Prinzhorn Dance School: Rhythmus als Illusion
Shoppers: Im Auge Des Orkans

Neues Von Moonface

With Siinai: Heartbreaking Bravery werd ich wie alle anderen zwar wohl erst in 3½ Wochen in den Händen halten, doch wer will, kann Spencer Krugs neues Album als Moonface schon jetzt hören: Bei einer Vorbestellung (auf Anfrage auch via Paypal möglich, für Nicht-Kreditkartler) kriegt man umgehend einen Downloadlink geschickt. Gibt nur eine Handvoll von Leuten, denen ich ein Album ungehört abkaufen würde, aber da zählt Spencer Krug nunmal dazu. Für alle gibt's außerdem den längsten Song Headed For The Door umsonst, der zusammen mit Lay Your Cheeck On Down und Teary Eyes And Bloody Lips das erhabene Tripelfinale des Albums bildet.

[Stream/MP3] Moonface - Headed For The Door

Und Ende Mai gibt's Moonface dann auch live zu sehen - da muss ich vielleicht ne Exkursion planen:

22.05.2012 Hafenklang, Hamburg
23.05.2012 Kater Holzig, Berlin
25.05.2012 NaTo, Leipzig
01.06.2012 Kilbi Festival, Düdingen

Cassie - King Of Hearts

Jetzt sind schon bald 3 Monate ins Jahr gegangen und immer noch ist das mein Lieblingssong 2012. Schon mit diesem Verwirrspiel zu Beginn, wo Cassies kühle Stimme vom ersten "You" an auf dem Beat sitzt (der noch gar nicht angefangen hat). Doch zu dessen Einsetzen tauscht sie die Plätze mit den zuvor synkopierten Klatschern, wandert zwischen die Anschläge und zieht einem mit dieser Richtungsänderung prompt den Boden unter den Füßen weg, desorientiert wie mit trancigem Stroboskoplicht. Auch windet sie sich im Folgenden dadurch nicht nur in maximaler Distanz um die schallend beklatschten Beats, sondern platziert vor allem ihr "and we go" mit ungehetzter Gewissheit genau vor die erste Raketenzündung, mit der beginnend das Stück im herrlichen Finaldrittel gen Himmel galoppiert. Alles eine Sache des Timings.

[Stream] Cassie - King Of Hearts