Cassie - King Of Hearts

Jetzt sind schon bald 3 Monate ins Jahr gegangen und immer noch ist das mein Lieblingssong 2012. Schon mit diesem Verwirrspiel zu Beginn, wo Cassies kühle Stimme vom ersten "You" an auf dem Beat sitzt (der noch gar nicht angefangen hat). Doch zu dessen Einsetzen tauscht sie die Plätze mit den zuvor synkopierten Klatschern, wandert zwischen die Anschläge und zieht einem mit dieser Richtungsänderung prompt den Boden unter den Füßen weg, desorientiert wie mit trancigem Stroboskoplicht. Auch windet sie sich im Folgenden dadurch nicht nur in maximaler Distanz um die schallend beklatschten Beats, sondern platziert vor allem ihr "and we go" mit ungehetzter Gewissheit genau vor die erste Raketenzündung, mit der beginnend das Stück im herrlichen Finaldrittel gen Himmel galoppiert. Alles eine Sache des Timings.

[Stream] Cassie - King Of Hearts

Stream: Petar Dundov - Ideas From The Pond

Der Kroate Petar Dundov wird bei Resident Advisor, wo sein neues Album zu hören ist, recht lapidar mit "blissful techno" etikettiert. Doch das in einer Woche erscheinende Ideas From The Pond ist mit seiner epischen Synthschwelgerei zu dezent dahingleitenden Beats nun wirklich im sanftesten Randareal des Genre-Spektrums unterwegs, eher eine Gefahr für den Club, wo ich mir nur vorstellen kann, wie alle mit stets zu den Sternen blickend 90° nach hinten gekippten Köpfen traumverloren ineinander torkeln.

[Stream] Petar Dundov - Ideas From The Pond

2NE1 - Scream

"Rock the bass, ro-ro-rock the bass". So ein simpler, durch drunter whoopende Electro-Blubs nur noch großartigerer Vocal-Hook, dass es unwahrscheinlich scheint, dass 2NE1 als erste darauf gekommen sind, doch mir zumindest fällt sonst niemand ein. Und er leitet denn auch vor allem das ein, was diesen Song macht: Die Strophen-Tripel. Wie so einige K-Pop-Nummern ist der Refrain auch hier noch das am wenigsten interessante und mitreißende - kein Wunder, eröffnet doch "I’ve got to paint this town red" (gefolgt von "Shazam, "Girls just wanna have fun" und mehr) gleich mit maximaler Attitüde.

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Disappears, White Hills Kommen

Verstärkt verrauschte Abende stehen an. Die psychedelischen Spacerocker White Hills machen zwar nur für ein Konzert hierzulande Halt, erfreulicherweise wird das im Sonic Ballroom sein und so bei anhaltendem Wetter besten Biergartenanschluss besitzen. Auch außerhalb Kölns gibt es dafür Gelegenheit, um das krautige Noiserock-Quartett Disappears zu hören, neuerdings mit Steve Shelley als Schlagzeuger und bereits dem dritten Album in drei Jahren im Gepäck sind die an folgenden Terminen zu sehen:

22.03. Beatpol, Dresden
23.03. Hafen 2, Offenbach
24.03. King Georg,Köln
25.03. Grabenhalle,St. Gallen

White Hills:

29.03. Sonic Ballroom, Köln