Stream: Xiu Xiu - Always

Es ist noch was zu früh, um zu sagen ob das neue Xiu Xiu-Album das beste seit The Air Force (oder gar noch länger) ist, mit Sicherheit aber gefällt es mir besser als das letzte. Dear God, I Hate Myself hatte was von einem Übergang, sowohl von der Bandbesetzung (zum letzten Mal Caralee McElroy/zum ersten Mal Angela Seo) als auch vom reichhaltigeren Sound her, der mir dort aber zu rund, zu zahnlos ausfiel. Da geht es Always anders, vielleicht, weil John Congleton das Abmischen übernommen hat, zu melodischer Süße sägt das jedenfalls wieder schön garstig.

[Stream] Xiu Xiu - Always

Stream: Julia Holter - Ekstasis

Es hat ein wenig gedauert, aber knapp dreieinhalb Jahre, nachdem Julia Holter erste Aufnahmen davon online stellte, erscheint nun die vollendete Fassung von Ekstasis. Und nachdem mich ihre kleineren Veröffentlichungen in der Zwischenzeit nicht so recht vom Hocker reißen wollten, ist nun klar, dass sie sich ihr bestes (bzw. vollendetes) Material für dieses und ihr letztjähriges Album Tragedy aufgehoben hat. Mehr als dort befüllen hier Melodien ihre ganz eigene Welt aus ambientem Drift, instrumentalen Arrangements und schieren Glanzmomenten. Wer keinen passend sortierten Plattenhändler in der Nähe oder Sorge hat, dass sich das Ding genauso schnell ausverkauft wie das auf eBay zu Wucherpreisen rangierende Tragedy, kann das kommende Woche erscheinende Ekstasis beim Label selbst bestellen.

[Stream] Julia Holter - Ekstasis

Useless Children / Yvette

Ein stoisches Schlagzeug: viermal Pochen, viermal Fetzen, Pochen, Fetzen und so fort. Mit dem krönenden Beckenakzent scheint es so breit wie der gesamte Song, und dann füllen die Melbourner Useless Children den auch noch mit Basslauf, wüstem Gesang und heulenden Gitarrenflächen, dass diese Vorschau auf ihr kommendes Noiserock-Opus Post Ending // Pre Completion eine immense feedbackverhallte Feuerwalze wird.

[Stream] Useless Children - Locked Groove

Ein uriges Schlagzeug: wuchtend, in den Raum hallend, mit schierer Masse die Musik vorantragend. Darüber ziehen Yvette auf ihrer Erosion-Single einen Metallschleifer, Funken sprühen, Oberflächen werden geglättet und wieder aufgeraut, bis das New Yorker Duo die ungemütliche Substanz darunter freigelegt hat.

[Stream] Yvette - Erosion / Cold Sweat

Stream: Mouse On Mars - Parastrophics

Mouse On Mars haben nun schon fast 20 gemeinsame Jahre auf dem Doppelbuckel. Wobei ich die zweite Hälfte davon doch zuletzt etwas schwächelnd empfand, mit Alben, die weniger mitreißend waren als ihre Liveauftritte oder die Von-Südenfed-Zusammenarbeit mit Mark E. Smith. Die ersten Eindrücke vom Übermorgen erscheinenden Parastrophics waren aber schon mal ermutigend, mit dieser Extraprise an effektiver Überdrehtheit, die ich vermisst hatte.

[Stream] Mouse On Mars - Parastrophics