Shoppers

Und gleich eine fabelhafte Nachhol-Entdeckung aus Spät-2011: Shoppers entrollen auf ihrem wuchtigen Debütalbum Silver Year eine ähnlich massive Punklawine wie ihre Beinahe-Nachbarn The Men. Nur finden sich unter ihrer verrauschten Noisedecke tightere, melodische Songs, die obendrein von herrlich shoutigem Gesang begleitet werden. Wie andere der jüngeren Labels auf der New York-Miami-Achse stellt Feeble Minds seine Veröffentlichungen wie diese hier zum freien Download online, physische Exemplare der mittlerweile ein zweites Mal aufgelegten LP sind aber durchaus auch noch zu finden.

[Stream] Shoppers - Silver Year

T-ara - Lovey-Dovey

Klar, an Roly Poly kommt es nicht ganz ran, aber das wär auch nur zu erreichen gewesen, wenn man alles außer den titelgebenden Worten im Refrain 1:1 abkopiert hätte. Dafür muss Lovey-Dovey (oder eher Lobby-Dobby, was nicht weniger Sinn ergibt) nicht unter einem uneleganten Mikro-Rap-Part leiden und setzt neben T-aras Hit- auch Shinsadong Tigers sagenhafte Produktionsserie (ganz vergessen hinzuzufügen: Trouble Maker. Wahnsinn der Mann.) erneut mit unaufhaltsamem Drall fort. Die Vocals sind heliumgepitcht, titschen wie die ebenbürtig irreal quietschbunte Soundpalette zu gummibandschnalzendem Beat umher, zwischendurch gibt's einen Dance-Off von Cowbelltreppe und Synth-Wöbblechen. Die Knochenbrecher-Verfilmung ist diesmal, trotz dreister Oldboy-Gangschlägerei-Kopie, recht öde (und zur Musik denkbar unpassend), dafür gibt's als Ausgleich ein Zombie-Shuffle-Dance-Video à la Thriller. Warum auch nicht.

[Video] T-ara - Lovey-Dovey

Shock - Heaven

Als sich die brillanten Studio jüngst endgültig auflösten, hinterließen sie neben vermutlichen Gigabytes an unvollendetem Material auch knapp über ein Dutzend eigene Stücke und ebensoviele Remixe. Unter letzteren befanden sich offenbar auch ein paar Geistesverwandte, so haben sich Daniel Judd alias Sorcerer von Windsurf und Terri Loewenthal von Rubies zu Shock zusammengetan. Deren erstes Stück Heaven schreit geradezu "ich komme aus San Francisco", teilt sich eine Furchtlosigkeit vor zuviel strandinduzierter Lockerheit und Oberflächenglätte mit Tycho oder Judds Windsurf-Partner Hatchback und groovt sich hauchgesangsverhangen durch einen kristallinen Slow-Disco-Tempel voll von balearischsten Synth- und Gitarrenschwärmereien.

[Stream] Shock - Heaven

Neues Von School Of Seven Bells

Über die Stimmchemie der Deheza-Schwestern, die School Of Seven Bells' ersten Alben so eine entrückende Traumhaftigkeit verlieh, ließ sich schnell vergessen, dass der dritte im Bunde - Benjamin Curtis - ja vorher bei den Secret Machines war. Vielleicht liegt es am Weggang von Claudia Deheza, es ist aber auch eine Fortstzung der Entwicklung ihrer Musik, dass sich das Duo auf den ersten beiden Songs des am 24.02. erscheinenden Ghostory deutlich dronerockiger gibt. Vor allem das erstmalig nicht aus der Maschine kommende Schlagzeug gibt The Night eine gehörige Portion Extra-Drive, Lafaye hingegen ist mindestens halbelektronischer 4x4-Dreampop auf der Spur von M83s Couleurs, nur weitaus Single-kompakter.

[Stream] School Of Seven Bells - Lafaye
[Stream/MP3] School Of Seven Bells - The Night