Stream: Pausal - Lapses

Zufälligerweise genau heute vor zwei Wochen hab ich ja schon mal Lapses, das Debütalbum des britischen Ambient-Duos Pausal in Videoform hervorgehoben. Was in solchen Einzelportionen natürlich nicht rüber kommt, ist die herrliche Langgezogenheit, mit der die sanft-engelshaften Droneschichten diese gesamte Platte durch den Gehörgang hauchen. Aber für so was gibt es ja Streams wie den, nach dem zu suchen mir jetzt erst die Idee gekommen ist. Warme Töne, wärmstens empfohlen:

[Stream] Pausal - Lapses

Video: Chromeo - Don't Turn The Lights On



Chromeos neue Single ist ja ohnehin schon eine ausgezeichnete Popnummer, aber nun ist dem Song kurz vor Juliende auch noch das Video des Monats verpasst worden. Im flotten Spiel mit dem Lichtschalter bleiben dabei im Dunkeln fast nur noch Augen zu sehen, beim erneuten Erleuchten der Umgebung haben so viele subtile bis abgefahren absurde Veränderungen stattgefunden dass man kaum selbst blinken kann ohne etwas zu verpassen. Und gerade als man denkt es ginge nicht mehr doller, geht ein paar Augen im Braindead-Stil auf Reise...

[Video] Chromeo - Don't Turn The Lights On

Heute Abend: Online-Vorführung Des Mogwai-Konzertfilms "Burning"

Vor über einem Jahr gab es ja mal ein so meditatives wie kraftvolles Video zu sehen, das der Franzose Nathanaël Le Scouarnec auf der Bühne der einst lautesten Band der Welt Mogwai in Aktion aufgenommen hatte. Nun war das aber wohl nur der Anfang, denn zusammen mit seinem Blogothèque-Kollegen Vincent Moon machte er aus drei gleich einen Kinofilm, der seit Monaten in Einzelvorführungen durch die Welt tourt und am 24.08. auch auf DVD erscheint.

Heute um 21 Uhr soll er aber überall (wo es Internet gibt) zu sehen sein, entweder auf Mogwais Facebook, einer der dutzenden teilnehmenden Webseiten oder direkt auf Ustream (vorher muss man sich möglicherweise über den RSVP-Button ein Ticket reservieren):

Mogwai - Burning auf Ustream

[Video] Mogwai - Jim Morrison (Auszug aus "Burning")

Wild Nothing, Allo Darlin' Kommen

Eine Doppelpackung süß bis träumerisch jangelnden Indiepops steht dieser Tage zur Livebeschau an: Zum Einen ziehen Wild Nothing ab Ende der Woche durchs Land, bereits ab Mittwoch sind die Briten Allo Darlin' zu sehen, die genau wie die New Yorker jüngst ein durchweg nett anzuhörendes Debütalbum herausgebracht haben und darüber hinaus über einen Henry-Rollins-Ukulele-Song allen Tweexcore-Streetcred der Welt besitzen.

Wild Nothing:

31.07.2010 XYEAHX! Summer Festival, Würzburg
04.08.2010 K4, Nürnberg
05.08.2010 Rhiz, Wien
06.08.2010 59:1, München
07.08.2010 King Georg, Köln
08.08.2010 Mondial Club, Hamburg
09.08.2010 Bang Bang Club, Berlin

Allo Darlin':

28.07.2010 AStA-Café, Köln
29.07.2010 Astra-Stube, Hamburg
30.07.2010 Ostpol, Dresden
05.09.2010 Indie Pop Days, Berlin

Neues Von Marnie Stern, Screaming Females

Dass Marnie Sterns letztes Album nur via Import erhältlich war, ändert zwar nix daran dass es zu den klaren Highlights des vorletzten Jahres zählte. Trotzdem ist es natürlich schön, dass sich dank Souterrain Transmissions ihr drittes, selbstbetiteltes Album am 15.10. wieder in hiesigen Plattenregalen finden lassen wird (und in der Presse, die, wie sich gerade bei Zola Jesus wieder zeigt, nur über Musik berichtet falls sie mal den hiesigen Markt erreicht). Im Eröffnungsstück For Ash fliegen zwar von Sterns so farbenfroh getapptem Griffbrett und Zach Hills Drumsticks wieder munter die Späne, doch sind die chaotisch anmutenden Kräfte hier weniger schrill als zuvor am Werke, Sterns Stimme stärker ins tiefer gespannte Gesamtgeflecht eingebunden.

[MP3] Marnie Stern - For Ash

Wie's bisher ausieht wird hingegen am 14.09. das neue Werk der Screaming Females wieder nur jenseits des Atlantiks auf Don Giovanni erscheinen. Dabei dürfte Marissa Paternoster auf Castle Talk bei allem Pop-Appeal erneut den Versuch unternehmen, den Rest der Welt in Grund und Boden zu gniedeln, auch bei ihrer im Spätherbst anstehenden Europatour. Den Anfang macht aber erst mal I Don't Mind It, mit deutlich runderem Sound was mir nach den teilweise grenzwertigen Produktionen der Vergangenheit gewiss zusagt:

[MP3] Screaming Females - I Don't Mind It