Songs For The Arctic Ocean

David Horvitz hat ein schönes musikalisches Projekt auf die Beine gestellt: Songs For The Arctic Ocean nennt sich eine Sammlung von neun Stücken die dem kleinsten Ozean der Welt gewidmet sind. Sowohl die klirrende Kälte der nördlichen Regionen als auch die Schönheit ihrer Eismassen fangen die Kompositionen von u.a. Jamie Stewart, Prurient, Ches Smith, Lucky Dragons und Former Ghosts ein die glatt auf Type Records erschienen sein könnten. Die Compilation steht zum Gratis-Download von einem Server bereit der physisch zwar nicht im Ozean liegt, aber doch ziemlich nahe dran.

Songs For The Arctic Ocean

Stream: Atlas Sound - Logos

Was dem Krug sein Sunset Rubdown ist dem Cox sein Atlas Sound. Sprich, dass Deerhunter eine Pause einlegen liegt unter anderem auch daran dass Sänger Bradford Cox sich momentan auf sein umnebeltes Soloprojekt (das live zur Zweitband anwächst) konzentriert. Morgen bringt er sein zweites Album Logos heraus, das neben Cox' schlummriger Stimme auch mit Gastspielen von Lætitia Sadier und Noah Lennox aufwartet. Eine Sonderedition mit Bonus-CD gibt es offenbar nur auf Rough Trade zu bekommen, das reguläre Album gibt es aber vorab in voller Länge zu hören:

[Stream] Atlas Sound - Logos

Air France & Richard X Remixen Saint Etienne

Seit sie angefangen haben ihre Alben neu herauszubringen sind Saint Etienne wieder richtig beschäftigt, sowohl mit ihrem eigenen Material wie auch mit neuen Remixen für The Pains Of Being Pure At Heart und Manic Street Preachers. Für das Foxbase Beta-Projekt haben sie sich aber zurück lehnen können und sich selber remixen lassen, der 00er Überproduzent Richard X hat jedes Stück des Debütalbums einer stilistischen Auffrischung unterworfen die zumindest im Falle der ausgedehnten Slo-Disco-Version von Only Love Can Break Your Heart schon mal ein voller Erfolg geworden ist. Vorab wurde zudem eine 12" veröffentlicht die wie das Album selbst auf Rough Trade noch erhältlich zu sein scheint, hierauf findet sich auch ein herrlicher Remix der Göteborger Überflieger Air France die Spring behutsam, aber wirkungsvoll bearbeitet haben. Scheint so als wäre das der beste Umgang mit Saint Etienne: nicht neu erfinden, aber mit neuen Referenzpunkten ausstatten.

[Stream] Saint Etienne - Only Love Can Break Your Heart (Richard X Extended Remix)
[Stream] Saint Etienne - Spring (Air France Remix)

Neues Von Annie

Es müsste schon mit dem Teufel zu gehen wenn es im zweiten Anlauf nicht klappen sollte. Mit gut einem Jahr Verzögerung wird Annie hoffentlich am 06.11. endlich ihr zweites Album Don't Stop heraus bringen, allerdings ein etwas anderes als noch vor einem Jahr. Das liegt vor allem an den neuen Stücken die sie mit Paul Epworth aufnahm, zum Beispiel I Don't Like Your Band das es auf Pitchfork zum Download gibt. Das kommt zwar mit einem etwas harscheren Knarzlectrosound daher, Annies Stimme geht darin aber genau so wenig unter wie in der herrlichen Italo-Clubnummer Songs Remind Me Of You.
Wer auf dem Album ältere Singles wie Anthonio und I Know Ur Girlfriend Hates Me vermisst sollte übrigens ein Auge auf die britische Sonderedition werfen, die enthält u.a. diese beiden auf einer Bonus-CD.

[MP3] Annie - I Don't Like Your Band
[Video] Annie - Songs Remind Me Of You

Stream: Converge - Axe To Fall

Manchmal hat man so ein Gefühl für den richtigen Zeitpunkt. Ein spekulativer Klick und siehe da hurra, als 117. höre ich mir gerade das mächtige neue Album von Converge an. Und was ich da höre klingt mindestens so gut wie erhofft, wenn nicht sogar so als hätte eine der besten Bands des Jahrzehnts sich gegen dessen Ende noch einmal selbst übertroffen. Fans von Vinyl dürfen sich freuen, darauf soll Axe To Fall bereits diesen Freitag erscheinen, alle anderen müssen noch bis nächste Woche warten. Bis dahin gibt's aber immerhin die Myspace-Option:

[Stream] Converge - Axe To Fall

Stream: To Kill A Petty Bourgeoisie - Marlone

Neben Constellation ist Kranky das Label von dem man mit Herbstbeginn eine erhöhte Veröffentlichungsaktivität erwartet. Zu Recht, ein Album pro Woche steht im Schnitt für diesen Oktober an, den Anfang machte letzte Woche das Zweitwerk von To Kill A Petty Bourgeoisie. Deren Debüt zeigte bis auf ein, zwei Songs leider nicht die erhoffte Nachhaltigkeit, für das rhythmusorientiertere Marlone habe ich aber mehr Hoffnung, die Balance zwischen Rauschen und Melodie scheint mir da direkt besser gelungen. Reinhören kann man auf last.fm:

[Stream] To Kill A Petty Bourgeoisie - Marlone