Video: Dananananaykroyd - Some Dresses


Vor ca. zwei Jahren gab es ne Phase wo es mit u.a. Trail Of Dead, The Go! Team und Modest Mouse so schien als würden Bands - leicht effekthascherisch, aber eben auch effektiv - live zunehmend zu gleich zwei Drummern greifen. Aber erst Dananananaykroyd haben es geschafft diese größere Schlagkraft auch auf ihren Studioaufnahmen einzufangen, bestes Beispiel dafür ist Some Dresses das mit maschinengewehrfeurigen Attacken aufwartet und die ebenso kontrolliert zackigen Gitarrenausbrüche beispiellos wuchtig durch die Lautsprecher katapultiert.

[Video] Dananananaykroyd - Some Dresses

Dass das Sextett momentan zu den aufregendsten britischen Livebands gehört kann man übrigens bald auch an drei Terminen hierzulande sehen:

23.09.2009 Bett, Frankfurt
24.09.2009 Reeperbahn Festival, Hamburg
25.09.2009 Magnet Club, Berlin

The School


Man könnte meinen mit Lucky Soul und Camera Obscura wäre der Bedarf an Spector-beeinflussten Indiepop aus Grobritannien gedeckt, aber die Waliser The School sind so verdammt gut dass man sie nicht einfach ignorieren kann. Sowohl A- als auch B-Seiten ihrer ersten Singles (erhältlich z.B. bei Vollwert) wie Let it Slip, I Want You Back oder All I Wanna Do spielen sich prachtvoll in den engsten Herzorbit, von daher darf man aufs für Oktober anvisierte Debütalbum ordentliche Erwartungen haben. Als Nächstes steht aber erst mal am 14.08. mit And Suddenly ihr Beitrag zur Searching For The Now-Reihe auf Slumberland an, zu hören ist das Left-Banke-Cover auf Myspace.

[Video] The School - Let It Slip
[Video] The School - All I Wanna Do

The Schools Myspace

Das Pitchfork-Festival Im Livestream

Ich weiß ja nicht wie's dort wettermäßig aussieht, aber selbst wenn es in Chicago momentan wie hier Bindfäden gießen sollte wäre ich verdammt gerne auf dem Pitchfork Music Festival. Allein heute treten dort Tortoise, Yo La Tengo, The Jesus Lizard und Built To Spill auf, außerdem am Wochenende u.a. Final Fantasy, The Flaming Lips, Fucked Up, Grizzly Bear, M83, The Mae Shi, The Pains Of Being Pure At Heart und The Thermals. Und das sind jetzt nur Auftritte die auch live im Internet übertragen werden, mit 7 Stunden Zeitverschiebung geht es heute um Mitternacht los, etwas früher dann die nächsten beiden Tage.

Das Pitchfork-Festival Im Livestream

Von Messerstechern Und Menschenessern



Während ich zur Zeit wieder freudig dem italienischen Giallo fröne, ein Genre das eine gute Paarung mit hirnfritierender Abendhitze abgibt, fällt mir immer wieder auf wie farbenfroh nicht nur die Bilder sondern auch die Soundtracks dieser Filme oft waren. Anders als beim öden Kotzbrockenmetal moderner, in Rostoptik gehaltener Mainstreamslasher sind sie stilübergreifend und stimmungsvielfältig,und vor allem mit Komponisten wie Morricone oder Goblin richtig gut. Die semilegale Compilation Murder For Pleasure repräsentiert da eine schöne Auswahl, vor allem weil auch nicht nur die üblichen Verdächtigen dort auftauchen.

Ein anderes exploitatives Genre das in Kontrast zum fragwürdigen Geschehen auf der Leinwand stehend schöne Filmmusik hervorbrachte war der Kannibalenfilm, bestens demonstriert durch Hej Då Karolin bei dem The Honeydrips Riz Ortolanis Thema zu Cannibal Holocaust nicht mal umschreiben mussten um eine schwülstige Liebesballade zu erhalten. Wie bei den Filmen selbst gab es unter den OSTs zwar nur wenige die herausragten, die Repitition mancher Motive fällt bei der Sammlung Eat Me! the Best of Cannibal Movie Soundtracks aber nicht weiter negativ auf.

Mungolian Jet Set


Seit ich letztes Jahr Tim Finneys Artikel über sie las habe ich das Remix-Treiben der Norweger vom Mungolian Jet Set genüsslich verfolgt, in Sachen irrsinnig weitgreifende Stilvermischungen sind die nämlich derzeit von niemandem übertroffen. Oft mit einer Prise Humor versehen navigieren sich ihre Stücke durch vielfältige Gewässer aus Italo, Psych, Folk, Funk, Prog und Hastdunichgesehn, dass die einzelnen Zutaten klarer herausgestellt werden als beim aktuellen Werk ihrer Landsleute Lindstrom & Prins Thomas resultiert eben in dieser enormen Vielfältigkeit bei der man nie weiß was einen beim nächsten Stück erwarten mag.

Da bekommt man mal etwas immens Schönes wie Glitches, ein anderes Mal das finstere Creeps oder das Tanzflurepos Original Highway Delight, selten unterschreiten sie sie 6-Minuten-Länge, erscheinen dabei aber oft genug eher zu kurz als zu lang. We Gave It All Away... Now We Are Taking It Back, eine Sammlung ihrer Remixe der vergangenen Jahre, gibt es bereits als Download, am 17.08. erscheint sie dann auch auf Doppel-CD.

Mungolian Jet Sets Myspace