Stream: Ponytail - Ice Cream Spiritual

Celebrate The Body Electric von Ponytail ist wie bereits berichtet derzeit eines meiner liebsten Songspektakel, eine große bunte Sonnenanbeter-Achterbahnfahrt. Und so wie es sich anhört hat das Quartett es auch auf Albumlänge geschafft dieses Frohgefühl temporeich umzusetzen, irgendwo zwischen Deerhoof und Boredoms titscht das nächste Woche erscheinende Ice Cream Spiritual mit universell unverständlichen Tierlauten auf der Regenbogen-Hüpfburg herum.

[Stream] Ponytail - Ice Cream Spiritual

Video: The BPA - Toe Jam


Sind denn heute alle Nackedei? Erst das Video von Sigur Rós, nun das von Norman Cook unter neuem Alias. Aber das Video von The BPA sollte im Gegensatz zu dem der Isländer nicht mit der Youtube-Zensur zu kämpfen haben, denn hier werden entblößte Geschlechtsteile so metikulös mit Balken verdeckt dass selbst die Freezeframe-Bemühungen notgeiler Pubertierender erfolglos bleiben dürften. Dafür entwickelt sich was anfangs nach einer großen Boogie Night oder American Apparel-Sexploitation aussieht zu einer kreativ-verspielten Party bei der die zensierenden schwarzen Balken die Stars sind. Ganz groß.

[Video] The BPA - Toe Jam

Stream: Sigur Rós - Með Suð Í Eyrum Við Spilum Endalaust

Nachdem das rhythmuslastige Eröffnungsstück Gobbledigook mit Taktverschrobenheit und Akustikgitarre eher dem finnischen Fonal- oder Animal Collective-Umfeld zu entstammen schien durfte man gespannt sein ob Sigur Rós auf ihrem neuen Album ein ganz neues musikalisches Kapitel aufschlagen. Die Antwort erscheint mit dem Titel Með Suð Í Eyrum Við Spilum Endalaust zwar erst in zwei Wochen, kann aber bereits in voller Länge auf der Bandhomepage angehört werden.

[Stream] Sigur Rós - Með Suð Í Eyrum Við Spilum Endalaust

Es muss nicht immer Punkrock sein

Sehr interessantes Interview mit The Long Blondes auf Merry Swankster, insbesondere kriegt man mal einen Eindruck welchen Einfluss der neue Produzent nun auf welche Teile von "Couples" hatte.

JK: On a song like "Century" which is such an obvious departure from what you were doing before, I think writers are pretty quick to attribute the shift to working with a new producer. I was wondering to what extent changes in your sound are externally influenced, or to what extent they were a natural manifestation of the direction you wanted to go anyway?

Reenie: That song was nearly fully written before we even went anywhere near Erol Alkan. It was more or less the exact same song that we had practiced in Sheffield. Then we just recorded it in London, so that's probably not the best example of it, though it would seem so.

Dorian: People seem to have picked up on it because it's the first track as well. You've got a lot of people who don't seem to have actually listened to the record, and they're like "I see that you've gone electro man!"

Screech: Someone was saying to me the other day, "Oh, it's interesting, how will you play 'Century' live when it's just Kate singing over backing soundtracks." And I was like, no it isn't. That's us playing those instruments. It's not like Erol's just done some "banging techno beat" and Kate sang it and we just sat there twiddling our thumbs. I mean we did write it and play it.

Alkan also mehr als Editierer und Klangpolierer denn als großer Ideengeber, das passt auch sehr dazu wie dieses Album von Ambition und dem Willen zur Verbesserung profitiert hat. Man vergleiche mal z.B. eine frühe Version von Guilt mit der Albumversion oder gar der derzeitigen Liveinkarnation und achte darauf wie Details einen Unterschied machen können. Jackson singt die gleiche Melodie, aber die Betonung der Lyrics und der Klang ihrer Stimme ändern sich. Die Gitarren- und Schlagzeuganschläge werden besser platziert und sicherer, das Zusammenspiel der Band tighter, die Synth-Sounds mutieren von leicht deplatziert wirkend zu einem selbstverständlichen Element das die Musik bereichert. Klar klingt das Ergebnis dann anders als das relativ schnell eingespielte Debütalbum, aber.. naja, siehe Überschrift

Eins dieser Verben ist nicht wie die anderen...

"Die Retterin des kritischen Indiepop kommt aus Wien und hört auf den Namen Gustav. Sie kann gut denken, gut singen, gut produzieren und gut aussehen"
Puh, nach den ersten drei "gut" hatte ich echt schon Sorge dass da nichts mehr über ihr Aussehen kommt, so was Wichtiges muss doch in die Überschrift! Besonders wenn man ein paar Zeilen weiter unten liest

"Popfeminismus einmal anders: Weiblichkeit muss nicht immer bedeuten, Sex und Gefühl hervorzukehren"
Ob die optischen Vorzüge auch dann so hervorhebenswert gewesen wären wenn der Künstlername wirklich auf das Geschlecht schließen ließe?