Stream: Cut Copy - In Ghost Colours

Vielleicht kommt es mir nur so vor, aber je öfter das Album tot erklärt wird desto öfter sehe ich in letzter Zeit Alben auf denen die einzelnen Stücke nicht immer klar voneinander getrennt sind sondern fließend ineinander übergehen, klarmachend dass sie idealerweise am Stück gehört werden wollen. Das war letztes Jahr überdeutlich bei Sunset Rubdown der Fall, dieses Jahr u.a. bei The Mae Shi, Why?, Los Campesinos!, British Sea Power und nun auch Cut Copy. Deren Zweitling In Ghost Colours bekommt deswegen ein Mp3-Player ohne nahtlosen Übergang zwischen den Stücken genausowenig wie ein Albumstream auf Myspace, beim Probehören von letzterem kann man das aber durchaus verschmerzen. Eher stört dass eine Veröffentlichung in den kommenden Wochen nur für US-, UK- und australisches Territorium geplant zu sein scheint, da wird man wohl auf Downloadshops und Importe zurückgreifen müssen.

[Stream] Cut Copy - In Ghost Colours

Vermischtes aus Austin

Hahaha, Psychedelic Horseshit haben statt einer Bassdrum tatsächlich einen Pappkarton im Einsatz. Lo-Fi Extreeem!
Ein zweites Highlight der US-amerikanischen 24/7-Berichterstattung vom SXSW ist ein Video von J Mascis der halbakustisch und solo Get Me zum Besten gibt.
Eine vermutlich monströse Sammlung von Streams und Torrents von Liveaufnahmen entsteht derweil beim ewig fleißigen Largehearted Boy.

Stream: Be Your Own Pet - Get Awkward

Auch wenn Last.fm etwas anderes behauptet, Be Your Own Pets Debütplatte war wohl meine meistgespielte des vorletzten Jahres. Ob im hektischen Großstadtverkehr, bei der Hausarbeit oder einfach wenn ich mal einen Energieschub brauchte, auch nach dutzendmaligem Hören machten die Melodien und der schiere jugendliche Übermut immer wieder aufs neue Spaß. Nächste Woche kommt das zweite Album Get Awkward, und auch wenn es seine Langlebigkeit noch beweisen muss so kann ich beim ersten Reinhören außer rhythmischer Variation zum Glück noch keine große Veränderung attestieren.

[Stream] Be Your Own Pet - Get Awkward

British Sea Power bei David Letterman


British Sea Power - No Lucifer (live bei David Letterman 12.03.2008)

Wie alle anderen Bands der Welt auch treten British Sea Power ein paar Dutzend Mal im Rahmen des SXSW-Festivals auf, auf dem Weg dahin legten sie gestern aber noch einen Zwischenstopp in New York City ein und spielten bei David Letterman. Und auch wenn der Sound in solchen TV-Studios selten gut ist und hier nichts passiert das irgendwie die Eskapaden am Ende des Kölner Auftritts erahnen ließe (hier aus Bühnensicht beschrieben) so kommt besonders in der zweiten Hälfte doch ein gutes Stück mehr Leben in No Lucifer als auf dem Album, diese Band ist live eben ein etwas anderes Erlebnis.

Laaunch me intoo Spaaaaaaaaaaaaaaaaaace

Oh Mann. Ich war ja schon von dem Ausschnitt begeistert, aber die Komplettfassung von The Juan MacLeans Happy House (samt Remixen hörbar bei Rcrd Lbl) lässt mich wünschen ich wäre Besitzer eines Clubs in dem ich einen ganzen Abend lang nichts anderes auflegen könnte als dieses Stück auf Dauerrepeat. Dieser metikulöse Aufbau , das Pianomotiv, Nancy Whangs Vocals, die Produktion, die Wendungen, das Finale ... einfach alles groß. Eigentlich ganz gut dass das Album noch nicht in Sicht ist, das würde bei einem jetzigen Erscheinen nicht nur von Hercules & Love Affair sondern auch von MacLeans eigener Single überschattet werden. Youu are soo excellent!

Stream: Evangelista - Hello, Voyager

Evangelista ist nicht Linda sondern Carla Bozulichs derzeitiges musikalisches Vehikel mit dem sie da weiter macht wo sie mit ihrem exzellenten letzten Album aufgehört hat: in emotionalen Graugefilden. Hello, Voyager erschien bereits Ende Februar auf Constellation, kann aber von allen die da vielleicht wie ich noch im Los Campesinos! / Vampire Weekend / Times New Viking/ The Mae Shi-Freudentaumel waren nun bei 3voor12 probegehört werden.

[Stream] Evangelista - Hello, Voyager