Oh Dad ...

Meine Damen und Herren, das Photo des Jahres!

Pop! Huh! Yeah!

Was macht den Reiz von Popmusik aus? Der Art Of Noise-Mitbegründer, Musikjournalist und -enthusiast Paul Morley begab sich für eine exzellente BBC-Sendung auf die Spuren von 6 seiner Lieblingssongs um zumindest ein paar Antworten auf diese Frage zu finden, traf alte und junge gleichfalls popbegeisterte Musiker (u.a. die Sänger von Madness und New Young Pony Club, Robert Wyatt, Richard X, den Drummer der Smiths und in einer leicht bizarren Begegnung die Sugababes) und wirft einen Blick auf die Geschichte der britischen Popmusik.

Pop! What Is It Good For? ist Gott sei Dank mal nicht in diesem fürchterlichen Sprechende-Köpfe-Stil gedreht sondern verfolgt Morley recht locker auf seiner Reise so dass auch schon mal ein Mikro oder die Stimme des Regisseurs aus dem Off auftauchen. Morley betrachtet dabei nicht nur die Entstehung eines Songs sondern auch z.B. das zugehörige Musikvideo, wohl wissend dass es eben nicht "nur um die Musik" geht. Eine ausführliche Auflistung aller vorkommenden Musiker und Songs findet sich hier, das einstündige Video gibt es in drei Teilen auf Google Video zu sehen.

[Video] Pop! What Is It Good For? Teil 1 Teil 2 Teil 3

Stream: The Mae Shi - HLLLYH

Öh ja, das beantwortet dann meine Frage ob The Mae Shi ein gänzlich unbeklopptes Album gemacht haben könnten. Dem ist ganz sicher nicht der Fall, in meinem Kopf zeichnete sich mehrmals nur ein großes buntes WTF beim ersten Anhören von HLLLYH ab. Wie Glücksrad-Veteranen schon durch Einsetzen der korrekten Vokale erraten konnten deutet der Titel Biblisches an, tatsächlich ist es ein Konzeptalbum über nicht weniger als die Apokalypse geworden. Was man an der Musik allein aber kaum ausmachen könnte, die zuckt wild in alle möglichen Richtungen und lässt mich vorsichtig vermuten dass The Mae Shi hiermit ihr Crimes geschaffen haben könnten. Mit Sicherheit eines der seltsamsten Alben des Jahres im besten Sinne, featuring the Internet smash hit Run To Your Grave.

[Stream] The Mae Shi - HLLLYH

Cut Copy


Nanu, von ihrem Fabric-Mix ausgehend dachte ich immer Cut Copy wäre noch so eine Zwei-Mann-Filtergeboller-Sache, aber tatsächlich sind die Australier nicht nur zu dritt sondern vor allem auch mit Gitarre und Schlagzeug unterwegs. Nicht dass das grundsätzlich besser wäre, nur hatte ich sowas wie So Haunted einfach nicht erwartet. Beginnt fast schon Interpol-artig, hebt aber nach viel Gesang über Satelliten mit Funkelsynths schnurstracks gen Sternenhimmel ab. Die ebenso herrlich klingende Single Light & Music stammt gleichfalls vom kommenden Album In Ghost Colours für dessen Produktion Tim "50% der DFA" Goldsworthy verantwortlich ist.

[MP3] Cut Copy - So Haunted
[Video] Cut Copy - Lights & Music

Cut Copys Myspace

Viva StSanders

Der Meister der komischen Nachvertonung verschwand vor ein paar Tagen komplett von Youtube nachdem eines oder mehrere seiner Parodiesubjekte Beschwerde eingereicht hatten, dabei hatte ich noch nicht mal das neueste Video gesehen. Nun hat aber Gott sei Dank Wired die Gitarrendudeleien von StSanders bei sich wieder online gestellt, so krieg ich die Orchestralkasperei von Yngwie Malmsteenalso (der als einer der Verdächtigen in Sachen Humorlosigkeit gilt) doch noch zu sehen.

StSanders' Videos bei Wired