Classic Rock Action

Ich weiß nicht ob man dafür die Band kennen oder mal Gitarre gespielt haben muss, mich jedenfalls macht die "Shreds"-Serie von StSanders absolut fertig, bei jedem neuen Video krieg ich Bauchschmerzen vor Lachen. Meine Favoriten sind die virtuosen Gitarrengötter Metallica, Carlos Santana und Eric Clapton. Mit das Beste auf Youtube überhaupt. Anbei der auch nicht zu verachtende neueste Eintrag in der Reihe, Joe Satriani:



Mehr über StSanders auf Wired

Panda Bear Live



Auch wenn das Konzert von Animal Collective Weltklasse war, ich mag das diesjährige Album von Panda Bear immer noch um einiges mehr ala das der kompletten Rasselbande. Insofern schade dass man ihn solo kaum zu sehen bekommt, und auch aus dem Grund begleitete ihn der Macher von Eattapes auf seiner letzten Tour um die DVD People Party mit Livematerial zusammenzustellen. Das Projekt wurde letztlich etwas zu groß um auf Fanebene durchgezogen zu werden, und so ist nun das Material online gestellt worden damit man es sich via Bittorrent selber runterladen und auf DVD brennen kann. Es gibt aber auch Alternativen die etwas weniger Aufwand machen, eine qualitativ der DVD sicher in kaum etwas nachstehende DivX-Version finden sich auf Stage6 (kann man auch herunterladen) und wenn man bereit ist einige Abstriche zu machen kann man auch zu Youtube gehen.

"People Party"-Seite mit Torrent- und Stage6-Links

[Video] Panda Bear - People Party Teil 1 Teil 2 Teil 3 (Youtube)

Außerdem gibt es auf Stage6 noch als Bonus die kompletten Konzerte in Philadelphia und Baltimore:

[Video] Panda Bear - Live in Baltimore 21.06.2007 (Stage6)
[Video] Panda Bear - Live in Philadelphia 22.06.2007 (Stage6)

Ulrich Schnauss - Goodbye



Ist Ulrich Schnauss ein bisschen Opfer des Leakwahns geworden? Lange vor dem Erscheinen von seinem Drittling Goodbye gab es schon allerlei negative Meinungen darüber im Internet zu finden, denn wie das so läuft kursierten bereits Kopien - nur waren das in diesem Falle unfertige Versionen, und Goodbye ist sicherlich kein Album das man sich unfertig anhören möchte. Ich war zumindest verwundert als ich dann auf ein zwar dichtes, aber enorm schönes Album traf das so anders war als befürchtet.

Schnauss kreiert darauf auch weiterhin Traumwelten in denen sich Shoegazer, Dreampop- und Elektronikfreunde treffen, doch wie schon erwähnt ist hier alles dichter geworden, oft nah am zweiten Album von M83. Shoegazige Klangwände und -wellen werden aufeinandergeschichtet, die Songs sind mit so vielen herrlichen und feinen Details versehen dass sie anfangs verdrehterweise stumpf wirken können. Dabei sind sie emotional geladen, melancholisch, packend, alles nur nicht stumpf. Man möchte lauter drehen um mehr und mehr Facetten wahrnehmen zu können, und dank Schnauss' exzellenter Produktion wird man dafür auch nicht bestraft.

Wobei ich hier nicht nur von Schnauss reden kann, seine Freundin Judith Beck ist fester Bestandteil der Musik und auch auf fast allen Songs zu hören, so verleiht sie Stars mit ihrer von etwas woanders als die Musik herzukommen scheinenden Stimme eine gewisse Andersweltigkeit. Und wie gern wartet man auf diesen bezaubernden Moment als sich nach über 4 Minuten halb geflüsterten, halb gehauchten Gesangs das immer wieder angedeutete Motiv aus Goodbye endgültig herausschält und sich zu voller Größe entfaltet? Medusa ist hingegen furchterregend, nach einem mit Melodien, rein elektronischen und verfremdeten analogen Effekten nur so durchzogenen langen Spoannungsaufbau löst es sich aber am Ende unerwartet in Wohlgefallen auf.

In den letzten Wochen bin ich immer wieder auf Goodbye zurückgekommen und merke gerade zur Zeit dass es für eine Fahrt oder Wanderung durch die eintretende Abenddämmerung dieses Jahr kaum einen schöneren Soundtrack gegeben hat. Mit den Kopfhörern fest an den Ohren verankert möchte ich nur zu gerne alles Akustische um sich herum ausblenden bis mich nur noch die tiefgründige Klangwelt des Mannes der Kiel "Goodbye" sagte und nach London zog umgibt. Ich halte den Kopf ganz still, verlangsame meinen Schritt um mich dem Tempo der Musik anzupassen, und manchmal ist mir selbst das Atmen durch die Nase zu laut und scheint wichtige Tonwellen zu blockieren. Also, wenn ihr demnächst einen Typen mit offenem aber lächelndem Mund durch die Nacht gehen seht: der hört möglicherweise Ulrich Schnauss.

[MP3] Ulrich Schnauss - Stars
[Stream] Ulrich Schnauss - Goodbye

Halloween Mit DFA

Nur weil James Murphy und Pat Mahoney mit Fabriclive 36 eine kommerzielle Veröffentlichung gemacht haben ist das noch kein Grund im Hause DFA Records mit den kostenlosen halbjährlichen Mixes aufzuhören, diesmal gibt es einen Halloween-Mix der zwar da live aufgenommen mit ein paar Tagen Verspätung ankommt aber immer noch höchst hörenswert ist. Am Mischpult standen die zwei Tims Sweeney und Goldsworthy und zu hören gibt es u.a. auch Neues von The Juan Maclean und Holy Ghost!.

DFA Radio Mix Fall 2007

Noch nicht gehört hingegen habe ich den neuen Jubiläumsmix der tollen Blogariddims-Reihe, doch allein schon wenn ich mir die Beschreibungen und die coolen kosmischen Kraut-Cover der Platten dazu ansehe kann der kaum schlecht sein. Und einem Titel in übers Knie gebrochenem Deutsch konnte ich noch nie gut widerstehen.

Blogariddims 30: Rufen sie mich nicht "kraut" an

The EMIpire Strikes Back

Hahahahaha, da ist aber jemand ein schlechter Verlierer. Eine Woche nach dem Erscheinen des In Rainbows Vinyl-CD-Komplettpakets bringt Radioheads altes Label Parlophone/EMI ein Boxset mit allen dort veröffentlichten Alben heraus, auf CD und als Download fast zum gleichen und auf USB-Stick(!) zum doppelten(!!) Preis des In Rainbows Komplettpakets. Immerhin, die Mp3s sind nicht nur DRM-frei sondern auch mit 320 kB/s kodiert, eine Sache scheint man also gelernt zu haben. Also nur 9 Punkte Abzug bei der Kür.

Unterdessen gibt es eine neue Studie zu In Rainbows laut der fast 40% derer die das Album herunterluden bereit waren für den Download zu zahlen aber dabei immerhin durchschnittlich 6$ gaben. Sehr auffällig find ich aber dass hier auf einmal von 1,2 Millionen Besuchern der Radiohead-Webseite die Rede ist, vorher hieß es doch mal das seien alles Downloader gewesen. Das würde die Zahlen in ein etwas anderes Licht rücken.

Update: Lies, damn lies and...?

“the figures quoted by the company comScore Inc are wholly inaccurate and in no way reflect definitive market intelligence or, indeed, the true success of the project.”

Stream: LCD Soundsystem - 45:33 / Someone Great

Auch wenn ich ansonsten an dieser Stelle nur zu kompletten Streams von Alben und EPs verlinke kann für 45:33 sicher eine Ausnahme gemacht werden, ein bisschen länger noch in Minuten ist das bereits letztes Jahr in den US veröffentlichte Mammutstück von LCD Soundsystem nämlich. Und auf Last.fm kann man es sich derzeit in voller Länge anhören, egal ob man dort Mitglied ist oder nicht. Auf der CD/2xLP-Veröffentlichung am 16. November werden neben dem Titelstück dann noch die grandiose Doppelnummer Freak Out / Starry Eyes und die ebenfalls bisher auf B-Seiten in Erscheinung getretenen Hippie Priest Bum-Out und North American Scum (Onanistic Dub) enthalten sein.

[Stream] LCD Soundsystem - 45:33

Auch die schon an eine EP grenzende dritte und beste Single von Sound Of Silver kann man samt ihrem halben Dutzend B-Seiten online anhören:

[Stream] LCD Soundsystem - Someone Great

The Magnetic Fields Im Eiltempo

NPRs All Songs Considered hat eine neue Videoreihe gestartet: In Project Song werden einem Künstler 48 Stunden Zeit gegeben um in einem Studio einen kompletten neuen Song zu kreieren, inspiriert von einem Foto und einer Phrase. Und wen gäbe es besseres für die Premiere als Stephin Merritt aka Chef von The Magnetic Fields-Chef, Meister der verschlungenen Reime und subtilen Melodien, dem man hier bei der Arbeit über die Schultern schauen kann und einen tollen Einblick in den Schöpfungsprozess eines Mannes erhält der wirklich weiß wie's geht. Endlich wieder ein neues Album kommt dann bereits am Jahresanfang '08.

Project Song mit Stephin Merritt

Nicole Atkins bei David Letterman


Nicole Atkins - The Way It Is (live bei Late Show with David Letterman)

Dass das lang erwartete erste Album von Nicole Atkins mit gut einem halben Jahr Verspätung erscheint hat einen einzigen Grund, und der heißt Rick Rubin. Der wollte unbedingt noch an Neptune City persönlich Hand anlegen, nun ist die Platte in den USA endlich erschienen und anlässlich dessen gab die Frau die mit dem Bombast ihrer Songs locker mithalten kann vor ein paar Tagen ihr Fernsehdebüt. Und mit dem Auftritt dürfte sie einige auf ihr Talent aufmerksam gemacht haben, nicht zuletzt Herrn Letterman der sich kaum einkriegt.