Grizzly Bear Sagen Europa-Auftritte Ab



Fuck, darauf hatte ich mich diesen Monat am meisten gefreut. Aber für Grizzly Bear kam es gestern gleich doppelt schlimm, als hätten familiäre Schwierigkeiten nicht gereicht wurden sie gestern in Brüssel beraubt und die restlichen Auftritte ihrer Europatour (insbesondere der morgen Abend in Berlin!) müssen nun entfallen. Aus einer Bekanntmachung von der Bandhomepage:

We were already toying with the idea of coming home early so that Daniel could be with his family… but then the straw that broke the camel's back was when our van was broken into last night in Brussels and a good amount of our instruments and gear was stolen, leaving us literally with only the clothing on our backs. With that said, we are incredibly sorry to have to cancel. We don't have the money to buy new equipment right now and frankly, we are taking this as a sign that Daniel should get home immediately. We send all our thanks to the wonderful people that came out to our shows thus far this fall. Hopefully we'll have our lives sorted out this winter and can hit the road again sometime soon.
Die entfallenen Termine:

13.11. -- Berlin, Deutschland -- Lido/ KarreraKlub
14.11. -- Copenhagen, Dänemark -- Loppen
15.11. -- Göteborg, Schweden -- PK Musik
16.11. -- Aarhus, Dänemark -- Voxhall
18.11. -- Utrecht, Niederlande -- Ekko at Rumor Festival
19.11. -- Köln, Deutschland -- Prime Club
20.11. -- Brügge, Belgien -- Cactus
21.11. -- London, England -- Scala
22.11. -- Manchester, England -- Star and Garter
24.11. -- Dublin, Irland -- Whelans
25.11. -- Edinburgh, Schottland -- Cabaret Voltaire
26.11. -- Glasgow, Schottland -- Mono

Damit fällt nun bereits zum dritten Mal in diesem Jahr ein Grizzly Bear-Auftritt in Köln ins Wasser, ob das jemals was wird? Beste Wünsche an Band und Verwandschaft, und an die feigen Diebe: schämt euch fickt euch ihr blöden Wichser!

Video: Get Cape. Wear Cape. Fly. - War Of The Worlds



Erst versteht man die Aufmerksamkeit nicht die das Video zu War Of The Worlds von Get Cape. Wear Cape. Fly. drüben auf Antville erweckt hat, doch wenn die Bühne erst einmal bereitet ist und es los geht, dann.. au ja.

[Video] Get Cape. Wear Cape. Fly. - War Of The Worlds (Quicktime)
[Video] Get Cape. Wear Cape. Fly. - War Of The Worlds (Youtube)

Working For A Nuclear Free City



Würde ich nach einer nicht zu obskuren Genreeinordnung der Musik von Working For A Nuclear Free City gefragt, ich würde wohl "Electro-Pop" antworten. Zusammen mit dem Cover ihres Debütalbums könnte man dann aber dem Irrtum erliegen dass es sich hier 'bloß' um clubgerechte hippe und etwas schräge Tanzmusik handele. Teilweise stimmt das, Dead Fingers Talking von ihrer Myspace-Seite erinnert beispielsweise an obercoole Chemical Brothers Ende der 90er, bunte Neonlichter im modernen Großstadtdschungel.

Aber Working For A Nuclear Free City haben auch ein Leben abseits der After-Work-Party, Over ist schon fast völlig M83-artig verträumte mehrschichtige Soundschwaden bis am Ende Gitarren, Mundharmonika und Froschorgel ich weiß nicht was und warum abrocken, und Quiet Place ist genau das was der Titel verspricht. Nicht geräuschloser Ort, aber frei von Lärm, von schneller Bewegung, von Hektik, wie ein Song dessen Höhepunkt noch gar nicht in Sicht ist, und trotzdem ist es egal, denn hier könnte man auch gerne für immer verbleiben. Und auf einmal wirken die ganzen Neonlichter so heimelig wie Lavalampen.

[MP3] Working For A Nuclear Free City - Quiet Place
[MP3] Working For A Nuclear Free City - Over
[MP3] Working For A Nuclear Free City - Troubled Son

Working For A Nuclear Free City Myspace

The Decemberists Bei The Interface



Hut aufgesetzt, Pfeife angezündet, Absinthglas frisch befüllt und auf zu The Interface, wo sich jüngst die Decemberists zu einer Akustik-Session (na gut, wohl keine große Überraschung oder?) niederließen. Ganze vier Stücke des neuen Albums The Crane Wife umfasst die Session, die man wie immer gratis herunterladen kann, darunter die ersten zwei Teile des epischen Dreiteilers der der Platte ihren Titel gibt.

[MP3] The Decemberists - Live bei The Interface

Wer übrigens im Besitz eines Internet Explorers ist und mal einen Blick auf das schlechteste Decemberists-Interview aller Zeiten werfen will, der möge hier klicken. Au weia.

Stream: ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead - So Divided



Gestern ist mir beim Studieren der Veröffentlichungsdaten aufgefallen dass im nächsten Monat so gut wie kein neues Album mehr herauskommt, wahrscheinlich werden einem deswegen im November die interessanten Neuerscheinungen noch einmal nur so um die Ohren gehauen (nicht dass ich mich beklagen würde). Eine davon dürfte für alle die sich schon gefragt haben was wohl nach Worlds Apart kommen könnte das neue Album von ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead sein, das man sich derzeit auf der Myspace-Seite der Band anhören kann. Und.. nun.. also.. zumindest kann man nicht von einer einseitigen Angelegenheit sprechen, das dürfte die Fanmeinungen wohl aufs Neue spalten.

[Stream] ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead - So Divided

Neue Alben Im Stream: The Long Blondes, PJ Harvey



Was für ein Tag für Neuveröffentlichungen! Nicht nur kommt heute das auf manchen Jahresbestlisten schon fest verankerte Joanna Newsom-Album heraus, sondern auch das laaang erwartete Debütalbum der glamtastischen Long Blondes, die europäische Version von Beiruts Gulag Orkestar (mit dessen Kauf ich zum Glück damals etwas gewartet habe, die heute erschienene Ausgabe enthält nämlich eine Bonus-EP) und eine Sammlung von PJ Harveys Sessions im Studio von John Peel. Meine Geldbörse hat eben schon ganz ordentlich bluten müssen, aber man gönnt sich ja sonst nix.

[Stream] The Long Blondes - Someone To Drive You Home
[Stream] PJ Harvey - The Peel Sessions 1991-2004

Joanna Newsom - Ys



Es ist leicht über Ys einen halben Roman zu verfassen, deswegen halte ich mich hier kurz und knapp. Und ja, die Platte ist wirklich so gut!

Nur soviel: Ys braucht Raum zum Entfalten. Daher: In aller Ruhe anhören, am besten bei Kaminfeuer. Mindestens vier Mal. Unbedingt die Texte dazu lesen. Das Artwork bewundern. Wenn's dann immer noch nicht gefällt, auch ok, wenn doch, Glückwunsch!

[Stream] Joanna Newsom - Ys

Neue Songs von Modest Mouse!



Da sind sie, die ersten Stücke der mit Ex-Smith Johnny Marr zum Quintett angewachsenen Modest Mouse. Bei einem Konzert ihrer jüngst gestarteten Tour haben sie gleich vier sechs neue Songs gespielt die vermutlich auf dem Anfang 2007 erscheinenden We Were Dead Before The Ship Even Sank drauf sein werden, und obwohl die sich nicht soo anders anhören mit Marr denke ich wird man auf der Platte schon mehr von seiner Mitwirkung merken.

Alle Songs des Konzertes gibt es bei Netzoo in durchschnittlicher Qualität als MP3, etwas besser hört sich wie ich finde diese Videoaufzeichnung von Fire It Up an (das im Übrigen sehr sehr gut ist!).

[Video] Modest Mouse - Fire It Up (live) (Youtube)

Lullabye Arkestra



Es gab mal eine Zeit, so um die Jahrtausendwende rum, da konnte man wirklich blind bei allem zugreifen was das kanadische Constellation-Label herausbrachte und sicher sein immer etwas denkwürdiges dabei zu hören. Godspeed You Black! Emperor, Fly Pan Am, Do Make Say Think, A Silver Mount Zion in einer ihrer vielen Inkarnationen und andere aus der Montrealer Postrock-Ecke hatten eine sehr düstere, zerkratzte Ästhetik, gleichzeitig konnte ihre Musik aber wenn alles zusammen lief kraftvolle Momente einzigartiger Schönheit hervorbringen.
Irgendwann dann war alles nicht mehr ganz so spannend, es kamen zwar noch weiterhin viele gute Platten dort heraus, aber nichts von Constellation hat mich mehr wie in dieser Zeit so kraftvoll aus den Schuhen gehauen.. bis heute.

Lullabye Arkestra hatten schon in ihren Anfängen als Duo eine klare Verbindung zur Constellation-Familie in Form von Drummer Justin Small, der auch in Do Make Say Think mitspielt. Er und die Bass spielende Katia Taylor bilden mit dreckig verzerrtem (und lautem) Garagerock die rhythmische Grundlage von ungemein mitreißenden und souligen Songs, die auf ihrem ersten Constellation-Album Ampgrave um die Bläsersektion von Do Make Say Think, Geige, Orgel, Chor und sicher noch so einiges mehr erweitert werden. Und die Energie fliegt einem hier nur so um die Ohren, die Lautstärke scheint immer bis zum Limit aufgedreht, was eine 60s Tanznummer wie Y'Make Me Shake oder das von einem metallischen Höllenriff angefeuerte Duett Ass Worship zu unaufhaltbaren Monstern macht. Wo sind meine Schuhe?

[Apple Audio] Lullabye Arkestra - Ass Worship

Lullabye Arkestra Myspace