Und Der Ganze Dreckige Rest Aus 2006
Von Uli am 28. Dezember 2006, 17:33
Bester Songtitel: Dark Meat - Angel Of Meth
Ein Haufen Athens-Hippies macht ausgerechnet eine Anlehnung an Slayer! Superb!
Bester Albumtitel: Yo La Tengo - I Am Not Afraid Of You And I Will Beat You Ass
Bester Albumtitel in Kombination mit Bandnamen: You Say Party! We Say Die! - Hit The Floor!
Bestes Best Of-Album: The Russian Futurists - Me, Myself & Rye
Zwar war dies das erste Album der Russian Futurists das man hier kaufen konnte, jedoch war es 'nur' eine Auswahl der ersten drei Alben des kanadischen Elektronik-Popster Matthew Hart. Sonst hätte es ganz sicher einen Platz in meiner regulären Bestenliste gefunden. [mehr]
Beste Neuedition: Pavement - Wowee Zowee - Sordid Sentinels Edition
Auch wenn ich bis jetzt noch nicht so viel Gefallen am Bonusmaterial gefunden habe wie bei den ersten beiden Neueditionen, so bin ich doch allein weil es Pavement sind so befangen dass hier nichts anderes stehen kann. Dass das Album selbst akustisch mehr als angemessen aufpoliert wurde steht eh außer Frage.
Beste Website: Daytrotter
Mittlerweile mehr als eine exklusive Session pro Woche von Indie-Größen und auch -Neulingen, und das auch noch kostenlos, damit hat sich Daytrotter ganz schnell extrem beliebt gemacht. Dazu bietet die Seite noch andere, reguläre Texte, wie die sehr schönen über mehrere Tage verteilten Plattenkritiken. Spätestens seit der fantastischen Sunset Rubdown-Session gab es dieses Jahr keine andere klassische Website die in Sachen Inhalt mit Daytrotter mithalten konnte.
Bestes Musikblog: Fluxblog & Stereogum.
Matthew Perpetuas Fluxblog war das erste Musikblog das ich je las, und bis heute hat sich an der tollen und eklektischen Songauswahl nichts verschlechtert. Besonders in Sachen Popmusik habe ich auch dieses Jahr wieder ne Menge dort entdeckt, allen voran The Pipettes und Girls Aloud.
Stereogum hingegen ist stellenweise etwas schwerer erträglich geworden, Einträge darüber wie schlecht Kevin Federlines CD ist, dass es jetzt dieses und jenes Album irgendwo schon zum Download gibt oder Nacktfotos von Lily Allen in einem dubios jungen Alter sind nicht gerade das wofür ich Musikblogs schätze. Aber so lange ich dort zwischendurch noch so tolle Geheimtipps wie Malajube und Beach House entdecken kann werd ich nicht so schnell von der Seite loskommen.
Bestes Konzert das nicht stattfand: My Morning Jacket
Ich weine immer noch.
Bestes Konzert das stattfand: Sleater-Kinney
Vielleicht nur weil es die letzte Gelegenheit war sie zu sehen, mit u.a. den Thermals, Guillemots, Fiery Furnaces und TV On The Radio gab es dieses Jahr genug denkwürdige Konzerte, aber nur bei Sleater-Kinney werde ich bestimmt immer als erstes an dieses eine zurückdenken. [mehr]
Bester Songwriter: Spencer Krug
Mit 2 Alben (Sunset Rubdown, Swan Lake) hat es für Spencer wie schon 2005 mit Wolf Parade auch dieses Jahr nicht zum ersten Platz gereicht, deswegen hier nun ein Bonuspreis für einen der verdammt noch mal besten Songwriter der Gegenwart.
Bestes Video: Bis vor einer Woche hätte ich den Preis an Ben Dickinson für sein Ultra-Fun-Video zu The Raptures W.A.Y.U.H.gegeben; das wurde aber in letzter Sekunde noch überholt von diesem überfantastischen Video zu Jarvis Cockers Don't Let Him Waste Your Time:
[Video] Jarvis Cocker - Don't Let Him Waste Your Time (Youtube)
Beste Single: CSS - Let's Make Love & Listen To Death From Above
Vielleicht weil ich etwa ein halbes Jahr zu spät erst zu diesem Lied gefunden habe, aber seitdem kann ich nicht mehr aufhören zu diesem spaßig trashigen Stück Pop mitzuwippen. "Wine then bed then more then again!"
[MP3] CSS - Let's Make Love & Listen To Death From Above
Bestes Comeback: Yo La Tengo
Bestes Album das ich letztes Jahr total übersehen hatte: Isolée - We Are Monster
Mein heimlicher Scham: My Chemical Romance - Welcome To The Black Parade (in voller Länge)
Mit epischem Grandeur wird angekündigt was letztlich 'nur' ein gemein ohrwurmiger Emo-Punk-Popsong ist. Aber My Chemical Romance scheinen das alles so bierernst zu meinen, es ist alles so unglaublich pompös, so lächerlich übertrieben, mit Marschmusik, Fanfaren, großen händeringenden Gesten, dass ich diesem Song einfach nicht widerstehen kann, egal wie oft ich ihn auch höre.
Bestes Album-Cover: Justin Timberlake - Futuresex / Lovesounds
Death To Disco!
Bestes Gesamtdesign: Asobi Seksu - Citrus
Schon der Pappschuber außen wirkt wie nichts anderes was man dieses Jahr in CD-Regalen sah, das orange Case verbirgt dann ein noch bunter gestaltetes Booklet und eine rosa 33 1/3 Vinyl-Attrappe (die CD). Ich wüsste zu gern wie die LP-Version designt ist.
Bestes Preis/Leistungsverhältnis: Melt Banana - 13 Hedgehogs
13 Euro. Eine CD. 56 Songs. Eine totale Hirnschmelze.
Bester Onlinetrend: Albumstreams
Bis etwa zur Jahresmitte hätte ich noch gesagt die Zunahme an Podcasts, sowohl von Musikfans als auch von Labels selber, sei der erfreulichste Trend im Netz dieses Jahr. Aber mittlerweile bin ich vor allem begeistert wie viele Alben ich dieses Jahr online ganz bequem per Stream probehören konnte, das Angebot war gegen Ende so gut dass locker jedes dritte Album das mich interessierte irgendwo als Stream zu finden war (und noch viele andere die ich sonst gar nicht erst gehört hätte) und ich 2006 wieder mal einen neuen Rekord an Albenkäufen aufgestellt habe. Die besten Musikquellen waren dabei 3voor12, AOL und, ja man muss es sagen, Myspace.
Leider beschränkt man sich in Deutschland bisher (vermutlich wegen der ewiggestrigen GEMA) meist darauf die Titel selbst per Stream nur anzuspielen, sehr schade und es liegt sicher auch daran dass ich in diesem Jahr so gut wie gar keine Platten von deutschen Künstlern gekauft habe. Nicht aus Boykott oder so, nur wenn es so viel andere Musik zu entdecken gibt warum sich dann auf den Wohnort beschränken? Meine große Hofffnung für 2007 wäre dann auch vor allem dass man hierzulande einsieht dass es kein Genickbruch ist seine Musik online zu präsentieren. Raubkopien kann man nicht, ich wiederhole, absolut nicht verhindern, die einzigen denen man mit jeglichen Einschränkungen das Leben schwer machen kann sind die ehrlichen Musikfans.
Ein Haufen Athens-Hippies macht ausgerechnet eine Anlehnung an Slayer! Superb!
Bester Albumtitel: Yo La Tengo - I Am Not Afraid Of You And I Will Beat You Ass
Bester Albumtitel in Kombination mit Bandnamen: You Say Party! We Say Die! - Hit The Floor!
Bestes Best Of-Album: The Russian Futurists - Me, Myself & Rye
Zwar war dies das erste Album der Russian Futurists das man hier kaufen konnte, jedoch war es 'nur' eine Auswahl der ersten drei Alben des kanadischen Elektronik-Popster Matthew Hart. Sonst hätte es ganz sicher einen Platz in meiner regulären Bestenliste gefunden. [mehr]
Beste Neuedition: Pavement - Wowee Zowee - Sordid Sentinels Edition
Auch wenn ich bis jetzt noch nicht so viel Gefallen am Bonusmaterial gefunden habe wie bei den ersten beiden Neueditionen, so bin ich doch allein weil es Pavement sind so befangen dass hier nichts anderes stehen kann. Dass das Album selbst akustisch mehr als angemessen aufpoliert wurde steht eh außer Frage.
Beste Website: Daytrotter
Mittlerweile mehr als eine exklusive Session pro Woche von Indie-Größen und auch -Neulingen, und das auch noch kostenlos, damit hat sich Daytrotter ganz schnell extrem beliebt gemacht. Dazu bietet die Seite noch andere, reguläre Texte, wie die sehr schönen über mehrere Tage verteilten Plattenkritiken. Spätestens seit der fantastischen Sunset Rubdown-Session gab es dieses Jahr keine andere klassische Website die in Sachen Inhalt mit Daytrotter mithalten konnte.
Bestes Musikblog: Fluxblog & Stereogum.
Matthew Perpetuas Fluxblog war das erste Musikblog das ich je las, und bis heute hat sich an der tollen und eklektischen Songauswahl nichts verschlechtert. Besonders in Sachen Popmusik habe ich auch dieses Jahr wieder ne Menge dort entdeckt, allen voran The Pipettes und Girls Aloud.
Stereogum hingegen ist stellenweise etwas schwerer erträglich geworden, Einträge darüber wie schlecht Kevin Federlines CD ist, dass es jetzt dieses und jenes Album irgendwo schon zum Download gibt oder Nacktfotos von Lily Allen in einem dubios jungen Alter sind nicht gerade das wofür ich Musikblogs schätze. Aber so lange ich dort zwischendurch noch so tolle Geheimtipps wie Malajube und Beach House entdecken kann werd ich nicht so schnell von der Seite loskommen.
Bestes Konzert das nicht stattfand: My Morning Jacket
Ich weine immer noch.
Bestes Konzert das stattfand: Sleater-Kinney
Vielleicht nur weil es die letzte Gelegenheit war sie zu sehen, mit u.a. den Thermals, Guillemots, Fiery Furnaces und TV On The Radio gab es dieses Jahr genug denkwürdige Konzerte, aber nur bei Sleater-Kinney werde ich bestimmt immer als erstes an dieses eine zurückdenken. [mehr]
Bester Songwriter: Spencer Krug
Mit 2 Alben (Sunset Rubdown, Swan Lake) hat es für Spencer wie schon 2005 mit Wolf Parade auch dieses Jahr nicht zum ersten Platz gereicht, deswegen hier nun ein Bonuspreis für einen der verdammt noch mal besten Songwriter der Gegenwart.
Bestes Video: Bis vor einer Woche hätte ich den Preis an Ben Dickinson für sein Ultra-Fun-Video zu The Raptures W.A.Y.U.H.gegeben; das wurde aber in letzter Sekunde noch überholt von diesem überfantastischen Video zu Jarvis Cockers Don't Let Him Waste Your Time:
[Video] Jarvis Cocker - Don't Let Him Waste Your Time (Youtube)
Beste Single: CSS - Let's Make Love & Listen To Death From Above
Vielleicht weil ich etwa ein halbes Jahr zu spät erst zu diesem Lied gefunden habe, aber seitdem kann ich nicht mehr aufhören zu diesem spaßig trashigen Stück Pop mitzuwippen. "Wine then bed then more then again!"
[MP3] CSS - Let's Make Love & Listen To Death From Above
Bestes Comeback: Yo La Tengo
Bestes Album das ich letztes Jahr total übersehen hatte: Isolée - We Are Monster
Mein heimlicher Scham: My Chemical Romance - Welcome To The Black Parade (in voller Länge)
Mit epischem Grandeur wird angekündigt was letztlich 'nur' ein gemein ohrwurmiger Emo-Punk-Popsong ist. Aber My Chemical Romance scheinen das alles so bierernst zu meinen, es ist alles so unglaublich pompös, so lächerlich übertrieben, mit Marschmusik, Fanfaren, großen händeringenden Gesten, dass ich diesem Song einfach nicht widerstehen kann, egal wie oft ich ihn auch höre.
Bestes Album-Cover: Justin Timberlake - Futuresex / Lovesounds
Death To Disco!
Bestes Gesamtdesign: Asobi Seksu - Citrus
Schon der Pappschuber außen wirkt wie nichts anderes was man dieses Jahr in CD-Regalen sah, das orange Case verbirgt dann ein noch bunter gestaltetes Booklet und eine rosa 33 1/3 Vinyl-Attrappe (die CD). Ich wüsste zu gern wie die LP-Version designt ist.
Bestes Preis/Leistungsverhältnis: Melt Banana - 13 Hedgehogs
13 Euro. Eine CD. 56 Songs. Eine totale Hirnschmelze.
Bester Onlinetrend: Albumstreams
Bis etwa zur Jahresmitte hätte ich noch gesagt die Zunahme an Podcasts, sowohl von Musikfans als auch von Labels selber, sei der erfreulichste Trend im Netz dieses Jahr. Aber mittlerweile bin ich vor allem begeistert wie viele Alben ich dieses Jahr online ganz bequem per Stream probehören konnte, das Angebot war gegen Ende so gut dass locker jedes dritte Album das mich interessierte irgendwo als Stream zu finden war (und noch viele andere die ich sonst gar nicht erst gehört hätte) und ich 2006 wieder mal einen neuen Rekord an Albenkäufen aufgestellt habe. Die besten Musikquellen waren dabei 3voor12, AOL und, ja man muss es sagen, Myspace.
Leider beschränkt man sich in Deutschland bisher (vermutlich wegen der ewiggestrigen GEMA) meist darauf die Titel selbst per Stream nur anzuspielen, sehr schade und es liegt sicher auch daran dass ich in diesem Jahr so gut wie gar keine Platten von deutschen Künstlern gekauft habe. Nicht aus Boykott oder so, nur wenn es so viel andere Musik zu entdecken gibt warum sich dann auf den Wohnort beschränken? Meine große Hofffnung für 2007 wäre dann auch vor allem dass man hierzulande einsieht dass es kein Genickbruch ist seine Musik online zu präsentieren. Raubkopien kann man nicht, ich wiederhole, absolut nicht verhindern, die einzigen denen man mit jeglichen Einschränkungen das Leben schwer machen kann sind die ehrlichen Musikfans.