Konzert: c/o pop Tag 1 - Magazine Opening Night
Von Uli am 24. Juni 2010, 12:28
Der erste c/o-pop-Abend, oder "Warum man offizielle Festivalwebseiten genau studieren sollte." Da fand sich dann zum Beispiel, dass das Areal, in dem der Eröffnungsabend des neuen Kölner Magazine-Labels stattfand, die Deutzer Werft auf der anderen Rheinseite war, nicht wie in manchen Tageszeitungen *hust* Kölner Stadtanzeiger *hust* behauptet jene Werft am Bonner Weg. Auch hätte man dort erfahren, dass der Abend so richtig erst nach dem vor Ort gezeigten Fußballspiel beginnen und so allen, die noch eine der letzten Bahnen zurück kriegen wollten, nicht mehr allzu viel Verweilzeit übrig bleiben würde.
Doch um darüber Missmut aufkommen zu lassen war dies klar die falsche Atmosphäre. Während auf der einen Rheinseite Konzerte an gediegenen Orten wie Gloria, King Georg oder den Opernterrassen stattfanden, hatte die Labeleröffnung in der Beinahemillionenstadt eher den kommunal-provinziellen Charakter eines Dorffestes, inmitten ehemaliger und nicht gerade neu aussehender Lagerhallen lief ein kleines Mädchen herum und verteilte Plastikschüsseln an alle Besucher, die sich am Chili bedienen wollten. Aus umstehenden Bungalows und Campingwagen echoten Reaktionen auf den Spielverlauf, Axel Willner aka The Field schob einen Babywagen umher und Hunde latschten munter schwanzwedelnd durch die Gegend, auch während des anschließenden Auftrittes von DOC + PNN.

Hinter dem Kürzel verbargen sich zum Einen die Drums Off Chaos, eine fünfköpfige Perkussionistengruppe mit u.a. Jaki Liebezeit von Can, und Jens-Uwe Beyer alias POPNONAME. Mit dem Weste tragenden Liebezeit und Beyer am Laptop im Zentrum bildeten die sechs vor einer Leinwandprojektion aus Fernseh- und Printmagazinausschnitten einen gen Publikum gerichteten Trommel-Halbkreis, über den sich mehr schellende Glöckchen verteilten als ich je in einem Konzert erlebt habe. Entgegen ihres Namens spielten DOC nicht sonderlich chaotisch, sondern blieben mit ständigen Detailvariationen gemeinsam im sich nur ab und zu verschiebenden Rhythmus, der aber nie so richtig wuchtig à la Boredoms ausbrach.
Irgendwo zwischen Antreiben und bewegter Textur entwickelten die Dutzend verteilten Schläge pro Sekunde mit der Zeit einen dahin treibenden Charakter, mit dem sich Beyers elektronische Soundscapes nicht immer sinnig zu verbinden schienen. Auch bei völliger Fokussierung auf die Musik wollte sie mich nur zeitweise so richtig mitnehmen wie die gemütlich in ihr Spiel versunkenen Performer selbst, auch wenn das Set mit der Zeit intensiver und auch damit einhergehend besser wurde. Immerhin erschien es mir aber nicht langwierig, so war das 0:04 beim anschließenden Blick auf die Uhr schon überraschend.
Zum Glück ging es aber ohne Unterbrechung weiter. Links daneben hatten sich Cologne Tape bereits aufgestellt, und während Beyers Laptop noch nachhallte, wanderte er als gemeinsamer Mitspieler rüber um sich die Gitarre umzuschwingen. Mit zwei Drummern und Gitarristen, Bass und drei Laptops/Synthesizern schien das Projekt fast vollversammelt, alleine John Stanier fehlte glaube ich aus der Liste fester Mitglieder. Viel hab ich nicht mehr davon mitbekommen, nur dass das erste Stück von den Beats her - trotz Drums und wenig verzerrt schrappelnder Gitarren - einen eher elektronischen Charakter hatte und ganz nett anzuhören war, als das zweite einen Abgang in schön Enoig-ätherische Gefilde zu vollziehen schien musste ich leider auch schon einen selbigen machen und war immerhin froh, dass der Fußbal dem nächsten Festivalabend nicht mehr in die Quere kommen würde.
Doch um darüber Missmut aufkommen zu lassen war dies klar die falsche Atmosphäre. Während auf der einen Rheinseite Konzerte an gediegenen Orten wie Gloria, King Georg oder den Opernterrassen stattfanden, hatte die Labeleröffnung in der Beinahemillionenstadt eher den kommunal-provinziellen Charakter eines Dorffestes, inmitten ehemaliger und nicht gerade neu aussehender Lagerhallen lief ein kleines Mädchen herum und verteilte Plastikschüsseln an alle Besucher, die sich am Chili bedienen wollten. Aus umstehenden Bungalows und Campingwagen echoten Reaktionen auf den Spielverlauf, Axel Willner aka The Field schob einen Babywagen umher und Hunde latschten munter schwanzwedelnd durch die Gegend, auch während des anschließenden Auftrittes von DOC + PNN.

Hinter dem Kürzel verbargen sich zum Einen die Drums Off Chaos, eine fünfköpfige Perkussionistengruppe mit u.a. Jaki Liebezeit von Can, und Jens-Uwe Beyer alias POPNONAME. Mit dem Weste tragenden Liebezeit und Beyer am Laptop im Zentrum bildeten die sechs vor einer Leinwandprojektion aus Fernseh- und Printmagazinausschnitten einen gen Publikum gerichteten Trommel-Halbkreis, über den sich mehr schellende Glöckchen verteilten als ich je in einem Konzert erlebt habe. Entgegen ihres Namens spielten DOC nicht sonderlich chaotisch, sondern blieben mit ständigen Detailvariationen gemeinsam im sich nur ab und zu verschiebenden Rhythmus, der aber nie so richtig wuchtig à la Boredoms ausbrach.
Irgendwo zwischen Antreiben und bewegter Textur entwickelten die Dutzend verteilten Schläge pro Sekunde mit der Zeit einen dahin treibenden Charakter, mit dem sich Beyers elektronische Soundscapes nicht immer sinnig zu verbinden schienen. Auch bei völliger Fokussierung auf die Musik wollte sie mich nur zeitweise so richtig mitnehmen wie die gemütlich in ihr Spiel versunkenen Performer selbst, auch wenn das Set mit der Zeit intensiver und auch damit einhergehend besser wurde. Immerhin erschien es mir aber nicht langwierig, so war das 0:04 beim anschließenden Blick auf die Uhr schon überraschend.
Zum Glück ging es aber ohne Unterbrechung weiter. Links daneben hatten sich Cologne Tape bereits aufgestellt, und während Beyers Laptop noch nachhallte, wanderte er als gemeinsamer Mitspieler rüber um sich die Gitarre umzuschwingen. Mit zwei Drummern und Gitarristen, Bass und drei Laptops/Synthesizern schien das Projekt fast vollversammelt, alleine John Stanier fehlte glaube ich aus der Liste fester Mitglieder. Viel hab ich nicht mehr davon mitbekommen, nur dass das erste Stück von den Beats her - trotz Drums und wenig verzerrt schrappelnder Gitarren - einen eher elektronischen Charakter hatte und ganz nett anzuhören war, als das zweite einen Abgang in schön Enoig-ätherische Gefilde zu vollziehen schien musste ich leider auch schon einen selbigen machen und war immerhin froh, dass der Fußbal dem nächsten Festivalabend nicht mehr in die Quere kommen würde.