Parts & Labor - Mapmaker



Zuerst wollte ich nur das tolle The Gold We're Digging-Video verlinken, dabei allerdings noch erwähnen dass man das Stück für sich allein genommen nicht als Indikator dafür nehmen kann wie verdammt geil das dritte Album von Parts & Labor ist. Doch dann fiel mir ein "Dude, du hast ein Blog auf dem du machen kannst was du willst, schreib doch endlich mal wie geil Mapmaker ist." Also denn.

Mapmaker ist eine schiere Wucht. Drummer Christopher Weingarten (der die Band leider vor wenigen Tagen verlassen hat) prescht mit frenetischem Gespiel voran, auch wenn die Rhythmen etwas vertrackt werden macht er seinen beiden Mitspielern konstant Feuer unterm Hintern. Musikalisch erinnern sie mich am ehesten an Hüsker Dü, besonders der leicht nölige Gesang von B.J. Warshaw und Dan Friel ist nicht ganz un-Mould-ig, allerdings mit in solcherlei flotten Noiserocktrios eher selten gesehenen Keyboards (ein Zufall dass sie mal eine Split-LP mit Battles' Tyondai Braxton aufnahmen?) die aber problemlos mit Saiteninstrument und Schlagzeug mithalten können und der Musik eine sehr eigene Klangfarbe verpassen.

Los geht es mit Fractured Skies, einem der absolut besten Songs des Jahres. Unruhiges Getrommel zu dem bald der Gesang einsetzt, dahinter leise schwellende Synthklänge und drumherum allerlei elektronisches Gefiepe, mit jedem Mal wenn der Gesang lang angehalten wird steigern sich Lautstärke und Intensität bis beim dritten Mal ein saftiger Trompetenhall ertönt und die Sonne vom Plattencover aufgeht, so schön dass man jedes Mal die Lautstärke aufdrehen muss. Der Druck lässt auf Brighter Days kaum nach auch wenn der Rhythmus geradliniger wird, auch hier wird das laut/leise-Spiel exzellent betrieben. Ihre Einflüsse zeigen die drei auch im Minutemen-Cover King Of The Hill (vom Original gibt's sogar ein Video), das zwar vom Funk befreit aber dafür mit viel Feedback und anderem Gequietsche vesehen wird.

Parts & Labor werden zwar mal langsamer, aber so richtig nehmen sie den Fuß nie vom Gaspedal. Das könnte ermüdend werden, wird es aber nicht mit einem so kurz gehaltenen Album voller Melodien, wuchtiger Rhythmen und Songs die zum Faust recken animieren. Und zum Lautstärke hochdrehen.

Ach ja, das Video fängt die Belebtheit von Parts & Labor geschickt ein indem es die Band vor einen sich ständig ändernden bunten Hintergrund positioniert (ähnlich beschäftigt und bunt zeigt sich der Hintergrund der Bandhomepage). Da das Ganze allein mithilfe von Schnitten erreicht wird mag ich mir kaum ausmalen was für eine Schweinearbeit das gewesen sein muss, das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Und jetzt Video gucken und anschließend Superalbum anhören, go go go!

[Video] Parts & Labor - The Gold We're Digging
[MP3] Parts & Labor - Fractured Skies
[Stream] Parts & Labor - Mapmaker

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